((>Tandem-Zwischenbilanz-125_1.jpg)) Beginnend mit Etappengesprächen, unter professioneller Anleitung von Personalcoach Markus Kringe, hatten die einzelnen Tandems zunächst die Gelegenheit zu analysieren, welche ihrer zu Beginn des Projektes gesteckten Ziele sie bisher erreicht haben und wie die Zusammenarbeit und die Zielsetzung für die zweite Hälfte des Projektes aussehen sollen. ''Erstmalig: Workshop für ehemalige Mentees'' Am Freitag, den 4. April 2008 trafen sich neun junge Frauen aus den letzten beiden Durchgängen des Tandemprojekts zu einem gemeinsamen Workshop zu dem Thema „Lebens- und Karriereplanung“. Die ehemaligen Mentees haben inzwischen alle den Einstieg in das Berufsleben erfolgreich absolviert. Gemeinsam mit Martina Graupner-Kreutzmann, die in den ersten beiden Projekten alle Tandems begleitete, wurden die nun aktuellen Themen für die weitere Karriereplanung in Angriff genommen. Die übergeordneten Themen haben sich seit der Zeit als Mentee bei den meisten verschoben. Nun geht es nicht mehr um den Abschluss des Studiums und den Einstieg in das Berufsleben, sondern vielmehr um die Weiterqualifizierung und die Vereinbarkeit von Familie oder Partnerschaft und Beruf. Auf der einen Seite war der Workshop vor dem Hintergrund, dass sich viele seit langer Zeit nicht gesehen hatten, leider zu kurz, auf der anderen Seite lässt sich erfreulicherweise festhalten, dass das Angebot eines Netzwerktreffens gut angenommen wurde und als regelmäßige Veranstaltung unbedingt beibehalten werden sollte. Die ehemaligen Mentees sprachen sich für Workshops im Abstand von ein bis zwei Jahren aus. Im Sinne des „Alumni-Gedanken“ sicherlich eine Idee, die es weiter zu verfolgen lohnt, denn vielleicht sind ja die ehemaligen Mentees die Mentorinnen der Zukunft. ''Kaminabend'' Am Abend kamen dann sowohl die Ehemaligen als auch die aktuell Projektbeteiligten zusammen. Als Gäste berichteten Christine Kurmeyer, Frauen und Gleichstellungsbeauftragte der Charité, und Doris Schmidt, Leiterin des Hochschulsports der TU Berlin, auf spannende und fesselnde Art und Weise von ihren beruflichen Laufbahnen. Es wurde unter anderem deutlich, dass Karriere im Sinne von 'Entwicklungsgeschichte' etwas sehr Persönliches ist, dass sich Karriere nicht immer von vorn herein planen lässt und vor allem, dass es nicht – wie häufig behauptet – DIE Führungspersönlichkeit gibt, sondern das Ausfüllen einer Führungsposition immer auch mit einem intensiven Lernprozess verbunden ist. Der gemütliche Rahmen mit Kaminfeuer bot auch nach dem Abendessen Gelegenheit, die angesprochenen Themen weiter zu diskutieren. Allerdings war die Hemmschwelle, aufeinander zuzugehen, bei einigen sehr hoch, so dass sich die Gruppen nicht wie gewünscht miteinander vermischt haben. Eines aber haben die aktuellen Mentees im Nachhinein von diesem Abend gelernt: Man muss auch mal über sich hinauswachsen, sich etwas trauen, Gelegenheiten nutzen und selbst aktiv werden! ''Der nächste Tag'' Der Samstag-Vormittag stand unter dem Thema 'Netzwerke'. Sowohl Mentees, als auch die Mentorinnen und Mentoren wurden zunächst aufgefordert, sich über ihre bestehenden Netzwerke Klarheit zu verschaffen und die jeweilige Bedeutung zu benennen. In dem anschließenden Vortrag zum Thema „Netzwerk und Empowerment' gelang es Kathrin Walther von der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V. verständlich zu machen, was 'netzwerken' oder 'networking' eigentlich bedeutet, welche Funktionen Netzwerke haben können und welche 'Regeln' beim Netzwerken zu beachten sind. Unter Bezugnahme auf die von den Projektbeteiligten zuvor benannten Funktionen konnten in der anschließenden Diskussion weitere Aspekte von sinnvoller Netzwerkarbeit aufgezeigt werden. ((<Tandem-Zwischenbilanz-127_1.jpg)) Wie schon bei der Auftaktveranstaltung im Oktober wurden die Tandems am Nachmittag gebeten, eine kurze Präsentation ihrer bisherigen und zukünftigen Zusammenarbeit vorzubereiten. Manch ein Tandem konnte schon über erste Erfolge berichten: So wurde eine Mentee in einen adh-Ausschuss gewählt, eine andere wird im Mai ihre erste hauptamtliche Stelle antreten. Wiederum andere konnten sich größere Klarheit über ihre berufliche Zukunft verschaffen. Spürbar war, dass alle hoch motiviert und voller Energie sind. In den abschließenden Feedback-Runden wurde noch einmal sehr deutlich, dass nicht nur die eigene Arbeit, sondern auch die der anderen Tandems für alle sehr bereichernd und motivierend ist. Auch die verschiedenen Vorträge tragen dazu bei, einen Blick über den Tellerrand hinaus zu wagen. Ein weiterer Meilenstein für die Mentees im TANDEM-Projekt wird das Sportreferate-Seminar zum Thema „Berufsfeld Sport“ sein. Vom 23. bis 25. Mai 2008 werden in Hannover verschiedene Referentinnen und Referenten Einblick in ihre beruflichen Tätigkeiten geben, um somit den Mentees eine Möglichkeit zum aktiven Erfahrungsaustausch zu bieten. Mit neuen Eindrücken gehen die Beteiligten auf die nächste Etappe und haben nun bis Ende Oktober Zeit, weiter an ihren individuell gesteckten Zielen zu arbeiten.