In Frankfurt a. M. wurde das erste adh-Mentoring-Projekt formal beendet und doch signalisierten drei Tandems, dass sie ihre begonnen Zusammenarbeit fortsetzen werden. ''Beirat mit positiven Rückmeldungen'' ((>mentoring-abschluss.jpg;)) Der Einladung zur dritten Beiratssitzung konnten Prof. Dr. Gertrud Pfister (DTB), Ilse Ridder-Melchers (DSB) und Karin Nentwig (Vorstand des adh, Ressort Bildung) folgen, Tim Scholz (dsj) und Dr. Helga Lukoschat (EAF) waren leider terminlich verhindert. Als Gäste waren Olaf Tabor (Generalsekretär des adh), Lisa Marx (Vorstand des adh, Ressort Frauen) und Melanie Heil (Geschäftsstelle des adh) anwesend. Thema dieser Sitzung war die Bilanzierung des zurückliegenden Jahres aus Sicht der Beiratsmitglieder. Festgehalten wurde folgendes: das Projekt wurde in den jeweiligen Verbänden positiv wahrgenommen und wird an mancher Stelle als ein gutes Beispiel für diese Form der Nachwuchsförderung erwähnt. Damit war ein Ziel, das durch die Einrichtung des Beirates erreicht werden sollte, erfüllt. Mindestens genauso wichtig waren aber die konkreten Rückmeldungen zum Projektverlauf und die Überlegungen zur Optimierung für die zweite Projektlaufzeit. Dabei wurden Möglichkeiten der Kooperation mit anderen Verbänden besprochen, um Mentoring zu systematisieren und zu etablieren. In Betracht gezogen wurde auch eine punktuelle Zusammenarbeit mit großen Wirtschaftsunternehmen, deren Bildungsseminare sicherlich eine Bereicherung für die Mentees sein können. Das Projektteam dankt dem Beirat ganz herzlich für die konstruktiven Rückmeldungen, die zahlreichen guten Ideen und die Bereitschaft, das Projekt weiterhin zu begleiten. ''Deutsche Sportjugend hochkarätig vertreten'' ((<mentoring-abschluss2.jpg;)) Ingo Weiss hatte als 1. Vorsitzender der Deutschen Sportjugend, die das Projekt maßgeblich finanziell unterstützt hat, auf der Auftaktveranstaltung am 11.10.2003 alle Anwesenden begrüßt. Umso schöner, dass er sich auch für die Abschlussveranstaltung die Zeit genommen hatte, direkt aus dem Urlaub kommend die Begrüßung durchzuführen. Er unterstrich die Tatsache, dass die dsj gerne solche Projekte fördere und signalisierte für die kommende Projektlaufzeit eine finanzielle Unterstützung. Das Projektteam freute sich auch über die Anwesenheit des Geschäftsführers Martin Schönwandt und der Referentin für Jugend- und Sportpolitik, Jaana Eichhorn. Dr. Uta Engels vom DSB zeigte in einem lebendigen Kurzvortrag die wesentlichen Aspekte und Inhalte des Gender Mainstreaming auf. Diese Strategie zur Erreichung von Chancengleichheit dürfe aber nicht als Ersatz für Frauenfördermaßnahmen gesehen werden, sie sei vielmehr im Sinne einer Doppelstrategie als Querschnittsaufgabe in die gesamte Arbeit und alle Entscheidungsprozesse von Sportverbänden zu integrieren. Die von ihr aufgezeigten Vor- und auch Nachteile des Gender Mainstreaming wurden anschließend im Plenum diskutiert. Kathrin Walter von der Europäischen Akademie für Frauen in Wirtschaft und Politik präsentierte die Projekte dieser Institution. Die sehr vielfältigen Angebote zeigten durchaus Anknüpfungspunkte für den adh auf. Hier wird sicherlich über eine konkrete Zusammenarbeit in den nächsten Monaten gesprochen. Nach dem Mittagessen wartete dann der besonders spannende Teil: die Bilanzierung der einzelnen Tandems. Kurz zusammengefasst lässt sich festhalten, dass alle Tandems mindestens eines ihrer jeweils zu Beginn des Jahres gesteckten Ziele erreicht haben. So z.B. konnte Jule Hannß mit Unterstützung ihrer Mentorin Verena Burk ihr Vorhaben umsetzen, erstmalig eine Deutsche Hochschulmeisterschaft an der Universität Bayreuth auszurichten. Beim Tandem Meike Henning (ehemaliges adh-Vorstandsmitglied) und Henning Schreiber (ehemaliger adh-Generalsekretär) stand das Examen im Vordergrund, Mareike Schwed hat von den zahlreichen Kontakten des ehemaligen NOK-Generalsekretärs Heiner Henze profitiert und vielfältige Einblicke in die Welt des Sports erhalten. Insgesamt gab es positive Rückmeldungen über das Projekt, aber auch die Schwierigkeiten wurden offen gelegt. Eine zukünftige Aufgabe für das Projektteam ist auf jeden Fall, Mentees und Mentoren/Innen so zusammenzuführen, dass die räumlichen Distanzen geringer sind. Von allen Tandems wurde geäußert, dass der direkte Kontakt z.B. in Form von persönlichen Gesprächen der effektivste und zielführendste Weg der Zusammenarbeit sei. Gleiches gilt für die Tatsache, dass die Erfolge oder Ergebnisse dieses Projektjahres nicht zwingend sichtbar sein müssen, dass aber sowohl Mentees als auch Mentoren/Innen die Zusammenarbeit als Bereicherung für sich und ihren Arbeitsalltag empfunden und durch das gegenseitige Sich-Hinterfragen vieles gelernt haben. Positiv ist wohl auch die Tatsache zu werten, dass drei Tandems auf jeden Fall über die eigentliche Projektlaufzeit hinaus an Zielen weiterarbeiten werden, die bisher aus Zeit- oder Examensgründen nicht verwirklicht werden konnten. ''Auswertung geht weiter'' In Kleingruppen wurden anschließend noch mal wesentliche Merkmale von TANDEM aufgegriffen und diskutiert. Diese Rückmeldungen sowie die Fragebögen, die im Rahmen dieses Projektes entwickelt wurden, werden wissenschaftlich evaluiert. Hieraus werden sich auch Konsequenzen für das nächste Jahr ergeben, damit die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der Tandems noch optimiert werden können. ''Dank an die Mentorinnen und Mentoren'' Zum Schluss dankte das Projektteam allen Beteiligten, jedoch insbesondere den namhaften Mentorinnen und Mentoren, die sich ehrenamtlich zur Verfügung gestellt haben und den Mentees sicherlich eine große Hilfe waren. Dass dieses Jahr aber nicht nur Arbeit für sie bedeutet hat, wurde klar, als sie zu verstehen gaben, dass sie durchaus ein weiteres Jahr als MentorIn zu Verfügung stehen würden. Ines Lenze Für das Projektteam ''DIE TANDEMs im Überblick'' TANDEM 1: Meike Henning: Studentin; Sportreferentin in Hannover; seit 2002 besetzt sie das Ressort Frauen im adh-Vorstand Henning Schreiber: Seit August diesen Jahres Referent im Ministerium für Städtebau, Wohnen, Kultur und Sport, Abteilung Sport; ehemaliger Generalsekretär des adh TANDEM 2: Kathrin Gauler: wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Hochschulsport in Oldenburg Bernd Lange: Mitarbeiter im Sportzentrum der Universität Kiel; seit 2002 Vorstandsvorsitzender des adh-Vorstandes TANDEM 3: Mareike Schwed: Studentin an der Universität Darmstadt; wissenschaftliche Hilfskraft in der Sportwissenschaft Heiner Henze: ehemaliger NOK-Generalsekretär TANDEM 4: Steffi Müller: Sportpädagogische Mitarbeiterin im Hochschulsportzentrum der Uni Hannover Peter Fischer: Mitarbeiter des Hochschulsports Uni Augsburg TANDEM 5: Jule Hannß: Studentin Uni Bayreuth; ehemalige Universiade-Praktikantin in der Geschäftsstelle des adh Verena Burk: wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen; ehemaliges adh-Vorstandsmitglied TANDEM 6: Kathrin Hillgärtner: für 6 Monate Bildungsreferentin im adh; Mitarbeiterin in der Deutschen Olympischen Gesellschaft Karin Fehres: von 1995 bis 2000 Generalsekretärin des adh; seit 2000 ltd. Magistratsdirektorin des Sport- und Bäderamtes Frankfurt TANDEM 7: Jennifer Greune: Studentin; Sportreferentin an der Universität Göttingen; mehrere Praktika in spanischen Sportverbänden Ursula Friedmann: Mitarbeiterin der Marketing-Agentur der Hertha BSC Berlin