Im ersten Vorrundenkampf gegen Serbien/Montenegro hatte Aylanc einen fairen Gegner der seine Unterlegenheit, die Aylanc von Runde zu Runde durch stetige Punktzugewinne verdeutlichte, nicht durch unfaire Mittel zu revidieren versuchte. Das sollte sich im zweiten Vorrundenkampf deutlich ändern. Während die erste Runde mit 0:0 noch verhaltend verlief, kam der thailändische Kämpfer in der zweiten Runde zu einem raschen 2:0 Vorsprung und hätte sich eigentlich weiter korrekt verhalten können. Dennoch führten wiederholte Regelwidrigkeiten zu insgesamt vier Verwarnungen, die sich zu zwei Minuspunkte addierte und so seinen Vorsprung auf Null Punkte abschmolzen. Aylanc hatte sich währenddessen eine starke Oberschenkelprellung zugezogen und konnte sein Punktekonto nicht weiter ausbauen. Beim Unentschieden am Ende der dritten Runde wurde folglich eine weitere Runde fällig, die immer mit „Sudden-Death“, also mit Abbruch und Sieg des punktenden Gegners endet. Hier bewies Aylanc größere Nervenstärke und beendetete den zweiten Vorrundenkampf mit einem energischen Angriffs-Paltung. Im Viertelfinale traf Aylanc dann auf den Olympiasieger und EX-Europameister Michael Mouroutsos (GRE). Während der Grieche nach gegenseitigem Abtasten mit einem blitzschnellen Konter-Paltung in Führung ging, setzte Aylanc einen Nereo-Chaggi Kopftreffer nach, der aber kurioserweise nicht gezählt wurde. In der zweiten Runde zeigte sich Aylanc Verletzungsproblem deutlich. Sonst sauber und präzise ausgeführte Kopfattacken gingen allzu oft ins Leere und so konnte Mouroutsos seinen Vorsprung zunächst auf 2:0 ausbauen, kassierte gleichzeitig aber den ersten Minuspunkt. Ein gelungener Konter-Paltung, sowie ein herrlich gesprungener Dwit-Chaggi des Griechen trafen ins Volle und führten zum Ausbau seines Vorsprunges auf 4:1. Aylanc begriff, was die Stunde geschlagen hatte und versuchte mit Kopfattacken energisch seinen Rückstand aufzuholen. Diese ließ der Grieche aber geschickt ins Leere laufen und konterte steht’s treffsicher mit Paltung. Aktionen die Aylanc normalerweise gelungen wären, konnte in Folge des Verletzungshandicaps nicht mehr realisiert werden und so endete die dritte Runde mit einem schmerzlichen 1:7, was nach dem Abzug von zwei Minuspunkten des Griechen zum Endstand von 1:5 führte.