((>Koegler und hundertmark 2.jpg)) Im Damenrennen standen mit der Fahnenträgerin der Eröffnungszeremonie Heike Hundertmark (Uni Tübingen/Rothaus-Cube) und der Hersbruckerin Kerstin Kögler (FH Würzburg Schweinfurt/Corratec) zwei verdiente Größen der nationalen Rennszene am Start. In einem hochkarätig besetzten Rennen siegte die international bekannte Französin Caroline Mani in 1:27 im Sprintfinale vor der Estin Maaris Meier. Als beste Deutsche platzierte sich Heike Hundertmark mit einem sechsten Rang, gefolgt von der wieder erstarkten Kerstin Kögler auf dem neunten Rang. „Die Französin hat vom Start weg ein brutales Tempo angelegt, so dass ich schon nach der Einführungsrunde aufpassen musste, nicht zu überdrehen“ berichtet Hundertmark nach dem Rennen. Gegen Ende des Rennens konnten beide deutsche Starterinnen im Gegensatz zu einigen anderen Athletinnen ihren Rhythmus beibehalten was für das Marathonrennen am kommenden Samstag durchaus noch auf bessere Platzierungen der beiden hoffen lässt. Bereits mit dem Cross-Country Rennen haben beide deutsche Starterinnen ihre Nominierung rechtfertigen können, die in ihren Kriterien eine Platzierungsmöglichkeit im Bereich der ersten acht Athleten zum Ziel hat. ((<rieder für das herrenrennen hatte sich deutsche team insgeheim durchaus mitspracherecht um die titelvergabe erhofft. in studentenrennen verbreitete bestimmung der startaufstellung per los machte diesem vorhaben allerdings einen unerwarteten strich durch rechnung. auf einem schnell verschmälerndem kurs durfte lediglich fahrer den ersten drei startreihen aufstellen. unglücklicherweise verfehlte vor dem ehemaligen marathon europameister und deutschem hoffnungsträger hannes genze stuttgart startenden australier beim antritt sein so dass beide vorbeiziehenden feld nur mehr von hinten folgen konnten. startmalheur musste ich bereits einführungsrunde weit über gesetzte limit zug noch irgendwie zu beeindruckender manier kämpfte er wenigen kilometern bis platz sieben nach vorne. leider einstweilen ein vierköpfige gruppe favoriten mit gehörigem abstand absetzen können. rennrunden fuhr alleiniger aufholjagd konstant schneller als spitzengruppe verkleinerte zusehends. zwischenzeitlich rang fünf jedoch weitere aufschluss zur spitze aufgewendeten kräften sehr schwer erreichen würde somit podestplatz unter aufwendung aller reserven gewesen wäre. entscheidung ist mir nicht leicht aber im hinblick übermorgen stattfindenden habe mich entschieden verbleibenden kräfte meine paradedisziplin schonen sinnlosen kampf unsicherem ausgang gänzlich vorletzten runde beendete amtierende hochschulmeister beider disziplinen rennen vorzeitig. eine erfreuliche leistung lieferte beste platzierte cross-country-spezialist robert mennen zwölften ab. stetigen aufwind seiner form konnte starken internationalen fahrerfeld trotz seines jungen alters schon nötige reife aufbringen druck einer solchen veranstaltung widerstehen. reichten am ende ganz hohe durchschnittsgeschwindigkeit ins ziel retten blieb bei dieser weltmeisterschaft top ten verwährt. michael rieder weite strecken einsames dies zufrieden rang. recht tritt kamen marathonspezialisten frank lehmann freiburg christian schneidawind würzburg-schweinfurt sie beendeten ihr plätzen>Genze.jpg)) Die Entscheidung im Cross-Country Marathon der Männer sollte eine knappe werden: Nach dem taktischen Ausstieg von Hannes Genze beim Cross-Country über die olympische Distanz sollte der Griff nach dem Weltmeistertitel im zweiten Anlauf glücken. Mit 120km Anlauf übersprintete Genze auf der Zielgeraden den letzten verbliebenen Konkurrenten Frank Schotman aus den Niederlanden und schlüpfte in das erste Regenbogentrikot des Marathonweltmeisters in der Geschichte des Universitätssports. „Ich fühlte mich vor dem Start eigentlich gar nicht gut und schätzte meinen Teamkameraden Daniel Gathof (FH Weingarten/Rocky Mountain) heute stärker ein. Im Rennen ließ mich mein Gefühl auf meine Sprintfähigkeiten vertrauen und ich bin sehr glücklich, dass ich auf der Ziellinie vorne sein konnte“ freut sich Genze nach dem Rennen. „Ich hoffe, dass ich mit dem Titelgewinn des Studentenweltmeisters für Deutschland einen Beitrag zur weiteren Förderung des Universitären Radsports und für eine breitere Akzeptanz unserer Leistungen im eigenen Land beitragen konnte.“ Am Ende der Meisterschaften werden 50 Prozent der Medaillen an die Niederländische Mannschaft verliehen werden. Ein beeindruckendes Ergebnis konsequenter Prioritäten unter Athleten und dem örtlichen Fachverband, vermutet auch Disziplinchef Martin Wördehoff: „Die Mannschaft ist nun doch deutlich erleichtert, dass wir heute einen Weltmeistertitel erringen konnten und wird im morgigen Straßenrennen nun völlig befreit auffahren können.“ Die übrigen deutschen Starter komplettierten den Jubeltag mit einem in jeder Hinsicht zufrieden stellenden Mannschaftsergebnis. Daniel Gathof belegte den 8. Rang, gefolgt von seinem Kollegen Christian Schneidawind (FH Würzburg-Schweinfurt/Texpa-Simplon) auf dem 9. Platz, der für Gathof den Sprint der Verfolgergruppe vorbereitete. Frank Lehmann (KHF Freiburg/Rothaus-Cube) beendete das Rennen als Fünfzehnter. Die Frauen traten ebenfalls über die 120km Distanz zum Wettkampf um den Titel an. Heike Hundertmark (Tübingen/Rothaus-Cube) konnte sich von Beginn an in der Spitzengruppe einfinden und fuhr ein kontrolliertes Rennen. Der nach langwierigen gesundheitlichen Problemen wieder erstarkten Kerstin Kögler (FH Würzburg-Schweinfurt/Corratec) gelang der Aufsprung in der zweiten Gruppe, in der auch sie immer besser in Tritt kam. Hundertmark konnte im weiteren Verlauf die Spitzengruppe auf eine letzte verbleibende Konkurrentin reduzieren und fuhr einem sicher geglaubten Podiumfinish entgegen. Etwa 10km vor dem Ziel nimmt das Drama seinen Lauf und die Tübingerin verpasst eine ungünstig ausgeschilderte Abzweigung. Um wieder auf die Strecke zurück zu finden muss sie einen Umweg in Kauf nehmen, der sie hinter der stark auffahrenden Kögler auf den vierten Rang zurückwerfen und der Estonin Maaris Meier den Sieg ermöglichen wird. Dass im Ziel ein paar Tränen rollen, ist Angesichts des greifbar nahen gewesenen Weltmeistertitels Ehrensache – Dass sich die beiden Mannschaftskameradinnen bereits kurz darauf tröstend in den Armen liegen ist das schönste Zeichen einer grandiosen Geschlossenheit der Deutschen Mannschaft.</rieder>