((>ole-universiade.jpg)) „Besonders erfreulich ist, dass wir die Zahl der in Athen erzielten Goldmedaillen deutlich übertroffen haben“, sagte DOSB Leistungssportdirektor Bernhard Schwank. In Griechenland hatte die deutsche Mannschaft in acht Sportarten 13 Goldmedaillen erzielt. In Peking holten die deutschen Athleten in zwölf Sportarten 16 Goldmedaillen, wobei an der Hälfte aller Goldmedaillen die Studierenden beteiligt waren. Auch an einem Drittel der Bronzemedaillen waren studentische Spitzensportler beteiligt. Darüber hinaus trugen sie mit 21 Platzierungen zwischen Platz vier und zehn sowie mit der Beteiligung an weiteren 19 Platzierungen in diesem Bereich zum erfolgreichen Abschneiden der deutschen Olympiamannschaft bei. Besonders die Mannschaftssportarten wiesen einen hohen Prozentsatz an Studierenden auf. So gingen im Hockey-Team der Männer insgesamt 13 Studenten auf den Platz. Aber auch in Individualsportarten wie Leichtathletik (23) und Rudern (22) gingen zahlreiche studentische Athleten an den Start. Während in Athen 34,1% und in Sydney 32,7% des deutschen Olympiateams Studierende waren, stieg der Anteil in Peking auf 37,0%. ''Sechs Goldmedaillen für studentische Spitzensportler'' ((<kl-schwimm-britta.jpg))Über zweifaches Olympisches Gold freute sich die Schwimmerin Britta Steffen auf der 50 und 100 Meter Freistil-Distanz. Auch bei der Sommer-Universiade 2007 in Bangkok war der Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens an der TFH Berlin ein Doppelsieg über diese Distanzen gelungen. Gold holte außerdem der Judoka und adh-Sportler des Jahres 2007, Ole Bischof. Bei der Universiade 2003 in Daegu belegte Bischof den dritten Platz, bei der Studierenden-Weltmeisterschaft 2006 in Korea holte Bischof den Titel. Ab September wird der VWL-Student der Uni zu Köln die letzten Diplomprüfungen in Angriff nehmen. Für Britta Heidemann war die Sommer-Universiade in Peking 2001 ein einschneidendes Erlebnis. Die damals 18-jährige Sinologie-Studentin der Uni zu Köln konnte bei der Universiade ihre ersten internationalen Wettkampferfahrungen sammeln. „Ich habe mir damals vorgenommen, auch bei den Olympischen Spielen in Peking an den Start zu gehen. Es ist wie ein Traum, dass sich der Kreis in Peking für mich schließt und ich hier Gold gewinne”, sagt Heidemann. Wenige Minuten vor Heidemann hatte ihr Teamkollege Benjamin Kleibrink den entscheidenden Treffer zum Olympiagold gesetzt. Damit hatte der Sportstudent der DSHS Köln bei seiner Olympia-Premiere das erste Gold für die deutschen Fechter seit 16 Jahren geholt. Die zehnte Goldmedaille für das deutsche Olympiateam gewann der Triathlet und BWL-Student der Uni des Saarlandes Jan Frodeno nach einem taktisch cleveren Rennen. Anschließend ließ die Studentin der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, Lena Schöneborn, die Weltelite der Modernen Fünfkämpferinnen hinter sich: Mit komfortablem Vorsprung sicherte sich die 22-jährige Olympia-Gold. Zu guter Letzt sorgten noch die deutschen Hockey-Herren für eine Goldmedaille. Im Finale setzte sich das Team um die Studenten Matthias Witthaus (DSHS Köln), Timo Weß (Uni Köln), Sebastian Biederlack (Uni Hamburg), Moritz Fürste (Hamburg School of Business Administration), Oliver Korn, Maximilian Weinhold, Tibor Weißenborn (alle DSHS Köln), Juan Carlos Nevado (FH Elmshorn), Niklas Meinert (Uni Mannheim), Benjamin Weß (Uni Köln), Philipp Witte (TU Hamburg-Harburg), Christopher (Uni Bonn) und Philipp Zeller (Uni Hamburg) 1:0 gegen Spanien durch. ''Fünf Mal Bronze für studentische Spitzensportler'' ((<kl-molitor.jpg)) Doch die deutschen Studierenden holten in Peking nicht nur Gold, sondern konnten sich auch über fünf Bronzemedaillen freuen. Die Synchronspringerin Ditte Kotzian, Sportstudentin der Humboldt Uni Berlin, ersprang mit ihrer Partnerin Heike Fischer die erste Medaille für das deutsche Olympiateam. Ditte Kotzian hatte bereits zwei Mal erfolgreich an Universiaden (2001 in Peking und 2003 in Daegu) teilgenommen. In den nächsten Wochen widmet sich Kotzian ihrer Diplomarbeit, in der sie die Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport untersucht. Die Brüder Jan-Peter (Student des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Hamburg-Harburg) und Hannes Peckolt, Medizinstudent der Uni Kiel, trotzen widrigen Winden und gewannen Bronze im Segeln (49er-Klasse). Die Lehramtstudentin der Uni Freiburg, Christina Obergföll, holte im Speerwurf die Olympia-Medaille für die deutschen Leichtathleten. Die Bronzemedaillengwinnerin von Peking war bei der Universiade 2003 als Achte vom Platz gegangen. Christian Reitz, Student der VfH Wiesbaden, trug mit der Schnellfeuerpistole zur deutschen Medaillenbilanz bei. ''Wegbereiter für Olympia'' Die Partnerhochschulen des Spitzensports, die Universiaden und Studierenden-Weltmeisterschaften sind ein wichtiger Schritt für die individuelle Leistungsentwicklung und eine Standortbestimmung in den vorolympischen Jahren. Deshalb überrascht es nicht, dass zahlreiche Athleten in Peking an den Start gingen, die bei der Sommer-Universiade 2007 in Bangkok oder bei früheren Universiaden erfolgreich angetreten waren.