26.10.2004 | Kategorie: Archiv , 2004 ,

Studierende dominierten bei den Männern

Seit 10 Jahren steht der Jenaer Kernberglauf unter einem Glücksstern. Das angenehme Herbstwetter machte auch die 28. Auflage zu einem Volksfest.

Seit zehn Jahren steht der Jenaer Kernberglauf witterungsmäßig unter einem Glücksstern. Als am 16. Oktober 2004 der Rektor der Friedrich-Schiller-Universität den ersten Startschuss gab, schien die Sonne und es war angenehmes Herbstwetter. Damit war gesichert, dass auch die 28. Auflage von einem der größten Läufe in Thüringen wieder zu einem Volksfest wurde. Außer den traditionellen Laufstrecken über 15 und 27 km gab es Läufe für Kinder und Schüler, eine Strecke für Wanderer und Walker, einen Kinderspielplatz von der Thüringer Sportjugend und eine reichhaltige Versorgung für Aktive, Betreuer und Zuschauer. Über 3000 Besucher konnten im Jenaer Universitätssportzentrum gezählt werden. 1210 Läuferinnen und Läufer erreichten auf den drei Hauptstrecken über 4,3 km für die Schüler und die 15 und 27 km für Jugendliche und Erwachsene das Ziel in der Oberaue. Etwa 120 Helferinnen und Helfer hatten ansonsten für eine fast mustergültige Organisation gesorgt. Die USV-Abteilungen Ausdauerlauf, Orientierungslauf, Judo und die Seniorensportler stellten die Organisatoren. Traditionell gehörten noch die Läufer und Wanderer vom SV Carl Zeiss Süd zu den Helfern. Als Hauptsponsoren sorgte vor allem die TEAG, die Köstritzer Schwarzbierbrauerei, die Techniker Krankenkasse, der Laufladen Jena, die Ostthüringer Zeitung, die Thüringische Landeszeitung, die Sparkasse und viele kleinere Sponsoren dafür, dass auch in diesem Jahr die Läufer einen umfangreichen Service bei stabilen Startgeldern erhielten. Einerseits hätte die Veranstaltung in diesem Jahr noch ein paar mehr Teilnehmer verkraftet. Die Herbstferien sorgten aber dafür, dass die Kinder- und Schülerstrecken in diesem Jahr zahlenmäßig schwächer besetzt waren. Auch die Wanderer und Walker haben die 15 km Strecke noch nicht angenommen. Andererseits war die begehrteste Strecke über 15 km schon vor drei Jahren limitiert worden. Die landschaftlich sehr reizvollen Wege in Jenas Kernbergen sind stellenweise so schmal, dass keine zwei Läufer nebeneinander passen. Deshalb dürfen zur Zeit nur 800 Aktive auf dieser Strecke laufen, was auch beim Zieleinlauf noch mit überschaubarem Aufwand zu bewältigen ist. Auf Grund von Problemen bei der Auswertung der Laufzeiten, was in diesem Jahr erstmalig auftrat, ist hier allerdings für 2005 ein neues „berührungsfreies“ Erfassungssystem geplant, wodurch dieser Engpass behoben sein dürfte. Der Hauptzuwachs von Teilnehmern resultierte auf den stärkeren Ansturm auf der „Königsstrecke“ über 27 km. Für diese anspruchsvolle Strecke mit 500 Höhenmetern hatten sich 411 Männer und 54 Frauen angemeldet. Gleich drei Sieger des Vorjahres konnten ihre Titel als „Kernberglaufsieger 2003“ erfolgreich verteidigen und ihre Vorjahreszeit unterbieten. Auf der 15 km Strecke verbesserte Dominik Burghardt, der zum dritten Mal gewann, seine Vorjahreszeit um 1 Minute und 18 Sekunden auf 0:50:03. Ulrike Schwalbe gewann zum sechsten Mal in Folge mit neuer Streckenrekordzeit von 0:59:40. Christian Seiler (27 km) aus Erfurt ist der Dritte im Bunde der Vorjahressieger, der mit einer Zeitverbessung von drei Minuten wieder auf das höchste Treppchen kam. Der Jener Kernberglauf, der nach der Wende vor allem ein Thüringer Laufereignis war gewinnt zunehmend Freunde in der ganzen Bundesrepublik. Erstmalig waren außer Bremen Läuferinnen und Läufer aus allen Bundesländern vertreten. Sachsen, Bayern und Berlin führten dabei die „Nichtthüringer“ an. Hierzu beigetragen hat sicher auch, dass zum ersten Mal im Rahmen des Kernberglaufes die „Mitteldeutschen Hochschulmeisterschaften“ ausgetragen wurden. Über 120 Studierende, also ca. 10 % der Teilnehmer, aus 19 Hochschulen beteiligten sich daran. Unter den Gesamtsiegern waren die Studenten auf vorderen Plätzen zu finden. Über 27 km belegten sie Platz 1 – 4 und über 15 km Platz 1 und 3.