Mit dem Preis 'Pro Ehrenamt' werden in Deutschland Persönlichkeiten ausgezeichnet, die beispielhaft und innovativ ihren Einfluss geltend gemacht haben, um die Idee und das Prinzip des ehrenamtlichen Engagements im Sport zu fördern und die notwendigen Rahmenbedingungen zu verbessern. Bei der diesjährigen Preisverleihung vertrat Olaf Tabor den adh in Frankfurt. Der adh tritt u. a. in der 'Berliner Erklärung', die auf der 100. Vollversammlung im November 2005 verabschiedet wurde, mit dezidierten Forderungen an die politisch Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene für den Schutz des Ehrenamtes ein. [[>berliner erklaerung.pdf;Druckversion der 'Berliner Erklärung']] ''Helft den Helfern!'' Rund 2,7 Millionen Menschen leisten in Deutschland allein in Sportvereinen ehrenamtliche Arbeit. „Sie sind eine wichtige Stütze für uns alle “ betont Manfred von Richthofen, Präsident des DSB. Doch man dürfe Ehrenamtliche nicht über Gebühr belasten, Hilfe für Helfer sei gefragt. „Dazu können neben der Politik auch Wirtschaft und Medien beitragen“, bezieht Manfred Müller, Vorstandssprecher der Commerzbank Position. „Dafür wollen wir mit ‚Pro Ehrenamt’ werben. Und natürlich wollen wir uns bei den Ausgezeichneten bedanken.“ ''Ausgezeichnete Preisträger'' Preisträger in der Kategorie Politik ist der Rat der Stadt Nordhorn. Die Kommune fördert Engagierte durch Schulungsangebote, Ehrungen und Vergünstigungen. Ein Vorbild ist Nordhorn auch in Sachen Integration ehrenamtlicher Interessen: Der Rat der Stadt lässt sich vom „Arbeitskreis Ehrenamt“ beraten. In der Kategorie Wirtschaft hat die Jury den Förderpreis an die Stadtwerke Leipzig verliehen. Sie unterstützen Sportvereine mit Geld- und Sachzuwendungen und fördern erfolgreich den Nachwuchs- und Leistungssport in der Region. An der „Aktion 20 x 12“ zum Beispiel, eine Talentsuche anlässlich der Olympiabewerbung Leipzigs, haben knapp 70 Schulen mit über 1.100 Schülern und 42 Sportvereine teilgenommen. Ebenfalls die Olympischen Spiele im Visier hat die Kampagne „Talent 2012“ der Neuen Presse in Hannover. Darüber hinaus stellt das Blatt regelmäßig Menschen vor, die sich um den Sport verdient gemacht haben. Den für die Idee und die Umsetzung verantwortlichen Redakteur Christoph Dannowski kürte die Jury in der Kategorie Medien. Mit Sonderpreisen zeichnete die Jury Otto Schily und die Glückspirale aus. Schily, der für den Sport zuständige frühere Bundesinnenminister, sei ein „Kämpfer, der den Sportetat auch in Zeiten klammer Kassen verteidigte“, so Manfred von Richthofen. Die Glückspirale nannte von Richthofen „einen Glücksfall für den Sport“. Mehr als 750 Millionen Euro sind dem DSB seit 1970 aus der Lotterie zugeflossen. „Ohne diese Mittel wären Sport und Ehrenamt in Deutschland nicht so erfolgreich.“ ''Sich selbst in die Pflicht genommen'' Im Rahmen der seit 2001 betriebenen Initiative „Danke! Sport braucht dein Ehrenamt“ leisten DSB und Commerzbank Ehrenamtlichen selbst praktische Hilfe. Kernstück ist das Internet-Portal www.ehrenamt-im-sport.de. Es bietet Führungskräften in (Sport-)Vereinen ein breites Spektrum an Arbeitshilfen, um die alltäglichen Aufgaben und langfristigen Herausforderungen zu meistern. Die Commerzbank wird die Initiative auch 2006 finanzieren und personell unterstützen. „Wir sehen uns in der Mitverantwortung“, denn bürgerschaftliches Engagement ist ein gemeinsames Anliegen, das allen einen Beitrag abverlangt“, betont Klaus-Peter Müller. [[http://www.ehrenamt-im-sport.de;Weitere Informationen]]