Nico Sperle, adh-Vorstandsvorsitzender, begrüßte alle Tagungsteilnehmenden und informierte zunächst über den aktuellen Stand der Universiade-Bewerbung 2015 mit Hamburg als offizielle Bewerberstadt. „Bei der Bewerbung der Hansestadt hat sich bereits eine positive Imagewirkung auf alle deutschen Hochschulsporteinrichtungen herauskristallisiert“, so Nico Sperle. Anschließend wurde in zwei sehr informativen Impulsreferaten zum Thema „Hochschulsport aus Sicht der Hochschulleitung“ von Prof. Dr. Lothar Otto (HS Mittweida) und Prof. Dr. Nils Volkersen (FH Frankfurt) die Entwicklung und die derzeitige Stellung des Hochschulsports dargestellt sowie Problemfelder und Erfolgspotenziale in den Fokus genommen. „Sport hat eine nachgewiesene positive Wirkung auf den Studienerfolg sowie auf die Förderung von Soft-Skills. Gerade deshalb sollte eine finanzielle Unterstützung seitens der Hochschulen stattfinden“, sagte Professor Dr. Lothar Otto. ((>Start frei_2.jpg)) Im Anschluss an die Vorträge berichteten die Tagungsteilnehmenden aus ihren Hochschulsporteinrichtungen und den dortigen Möglichkeiten, Projekte planen und durchführen zu können. Hier wurde die schwierige Situation hauptamtlicher Mitarbeiter deutlich: Sie müssen in einer immer weiter auseinander gehenden Schere zwischen steigenden Anforderungen an den Hochschulsport einerseits und sinkender öffentlicher Beachtung sowie Unterstützung von außen (z.B. fehlende zeitliche Ressourcen der Studierenden) andererseits agieren. Dirk Kilian, adh-Jugend- und Bildungsreferent, erläuterte in einem weiteren Block Inhalte und Struktur der aktuellen adh-Bildungsarbeit und ermöglichte den Anwesenden, Wünsche und Verbesserungsvorschläge zu äußern. Dabei konnte festgestellt werden, dass sowohl Seminare mit großem Praxisbezug zur Übungsleiterqualifikation, als auch theoriebetonte Seminare zur Weiterqualifizierung hauptamtlicher Hochschulsportmitarbeiter von großem Interesse sind. Vom Plenum wurde angeregt, Inhalte und Problemstellungen aus vorangegangen Seminaren erneut aufzugreifen und wiederkehrend aufzuarbeiten. „Wir sind jederzeit dankbar über inhaltliche Anregungen und Kritik – nur mit dem Wissen um die Bedürfnisse unserer Mitgliedshochschulen können wir ein attraktives Bildungsprogramm gestalten“, schloss Dirk Kilian diesen Seminarteil. Am zweiten Seminartag stand die Wettkampfarbeit im Mittelpunkt. Hierzu stellte Jens Hallmann, adh-Projektleiter für Großveranstaltungen, das Pilotprojekt Uni-Trophy vor. „Mit der Einführung eines Online-Portals zur Wettkampforganisation und -darstellung wollen wir unsere Mitgliedshochschulen bei der Durchführung von Sportveranstaltungen unterstützen. Dadurch soll sich der Arbeitsaufwand reduzieren und gleichzeitig die Ergebnisdarstellung im Internet realisiert werden.“ In einem Folgevortrag berichteten Thorsten Hütsch, Sportdirektor, und Martina Hochstatter, Mitarbeiterin des adh-Wettkampfsportreferats, über das Wettkampfreglement und die Meldeentwicklung bei Hochschulmeisterschaften von Spielsportarten. Entsprechend dem deutlich zu verzeichnenden Melderückgang wurden Ursachen und Problemlösestrategien diskutiert. Die Vertreter der „kleinen Hochschulen“ stellten personellen und finanziellen Probleme sowie die unzureichende Sportstättenstruktur hervor. Als Lösungsansatz wurde vorgeschlagen, die Disziplinchefs künftig verstärkt in ihre Verantwortung zu nehmen, ein langfristig regelndes Ausrichter-Rotationsprinzip einzuführen, Partnerhochschulen oder umliegende Schulen als Helfer zu gewinnen und einen Finanzierungsleitfaden zu generieren. In einer Folgetagung im Jahr 2009 in Berlin soll die praktische Zusammenführung aller gesammelten Lösungsideen und deren Durchführbarkeit erfolgen.