13.11.2006 | Kategorie: Archiv , 2006 ,

Spaß und Spitzensport

Die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Fechten bewiesen wieder einmal den besonderen Charakter dieser Veranstaltungsform. Spitzensport trifft Freizeitsport - so könnte man das Besondere prägnant umschrieben, denn am 11. und 12. Dezember 2006 standen sowohl Weltmeister auf der Matte, als auch Freizeitsportler.

{{von Christian Bock & Volker Oberkircher}} Am vergangenen Wochenende (11./12. November 2006) fanden in Hannover die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Fechten (Einzel) statt. Die Organisatoren bescherten den rund 350 Fechterinnen und Fechtern von 52 deutschen Universitäten ein spannendes Wochenende in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Neben dem Spaß an einem abwechslungsreichen Turnierwochenende kam auch der Spitzensport nicht zu kurz. ((DHM_Fechten2006.jpg;Blick auf die Fechthalle (Foto von Stefan Gohde).)) Das Finale im stark besetzten Damenflorett entschied WM-Teilnehmerin Katja Wächter, Studentin der Universität Würzburg, für sich. Sie besiegte Diana Schulz aus Halle und wurde so neue Deutsche Hochschulmeisterin. Die Goldmedaille im Herrendegen erkämpfte sich Rouven Ackermann (Uni Wuppertal). Silber ging an Tobias Brodkorb (Uni Göttingen). Im Herrensäbel gewann Torsten Sieger (Uni Würzburg) vor Norman Hirzmann (Uni Giessen). Enno Harms, Leiter des Hochschulsportzentrums der Universität Hannover, war mit dem Ablauf sehr zufrieden sein: „Unser Team arbeitet sehr intensiv und gut zusammen – es gab keine größeren Probleme.“ Für die Ausrichter sind die Hochschulmeisterschaften ein Großereignis. Und auch für viele Fechter ist das Turnier ganz besonders attraktiv, denn hier kreuzen Anfänger und Spitzensportler gemeinsam die Klingen. Vize-Weltmeisterin Anja Müller, zum ersten Mal bei einer Hochschulmeisterschaft am Start, war begeistert. „Nach einem Gefecht in der Direktausscheidung kam meine Gegnerin hinterher zu mir und hat sich bedankt, weil sie soviel Spaß auf der Bahn hatte.“ Eine einmalige Erfahrung, denn Müller weiß nur zu gut: „So etwas passiert nicht, wenn es verbissen nur um Ergebnis und Ranglistenpunkte geht.“ Am Sonntag konnte Benjamin Kleibrink, Vizeweltmeister im Herrenflorett mit der Mannschaft, seiner Favoritenrolle verletzungsbedingt nicht gerecht werden. Hochschulmeister wurde Michael Stanek von der Universität Jena. Im Finale landete er einen klaren Sieg gegen Boris Zorc von der Uni Würzburg. Im Damensäbel setzte sich Sabine Thieltges in einem reinen Mainzer Finale gegen Nicole Thomé durch. Die gebürtige Hannoveranerin Helen Mahne erkämpfte sich die Bronzemedaille. In einem dramatischen Damendegenfinale konnte Beate Christmann (Uni Mannheim) den Titel der Hochschulmeisterin gegen Monika Hoffmann von der Deutschen Sporthochschule Köln erringen. Michael Mahler, adh-Disziplinchef Fechten, dankte den Ausrichtern für eine hervorragende Turnierorganisation. Viele positive Rückmeldungen an das Organisationsteam seitens der Teilnehmenden haben gezeigt, dass Hannover ein gelungenes Debüt in der Ausrichtung einer DHM Fechten gab und vielen Fechterinnen und Fechtern ein schönes und spannendes Wochenende ermöglichte.