Bei den heutigen Rennen sorgte der unstete Wind für leichte Konfusion. Das erste Race der Damen wurde - als die Athletinnen schon kurz vor dem Ziel waren - wegen drehenden Windes abgebrochen. Dies kam dem deutschen Team leider nicht zu Gute, denn Romy Kinzl lag bis dato an zweiter Stelle. Obwohl für die Männer die gleichen Bedingungen galten, wurde deren Race unverständlicher Weise gewertet. Romy Kinzl surfte im folgenden Rennen auf die dritte Position und daraufhin auf die vierte. Kinzls Ziel war es, ihre direkte Konkurrentin, die Polin Agata Brygola, zu schlagen. Daher konnte sie zwar nicht so surfen, wie es ihrer eigentlichen Herangehensweise entspricht, doch die taktisch sehr clevere Entscheidung kam ihr zu Gute. So gelang es Kinzl, ihren ersten Platz zu verteidigen. Trainer Diederik Bakker freut sich über Anika Schonevilles Races: 'Anika surfte heute sehr gute Rennen, sie war auf dem Kreuzkurs super schnell und konnte endlich das zeigen, wofür sie im letzten Jahr hart trainiert hatte .' Mit Platz sechs und sieben ist sie nach wie vor Achte der Gesamtwertung. Toni Wilhelm legte heute einen sehr guten Start hin, er hatte seinen direkten Konkurrenten für die Silbermedaille, den Polen Piotr Myszka, fest im Griff. Aber Wilhelm roch den Wind an falscher Stelle und fuhr auf Angriff. Durch diese Entscheidung verlor er die Kontrolle und dadurch fünf Plätze in diesem Rennen. Die hatte zur Folge, dass er auf Platz acht zurückfiel. Im nächsten Race lief es für Wilhelm besser, er kam als vierter ins Ziel. Somit endete der heutige Renntag für ihn mit Platz drei in der Tages-Gesamtwertung, punktgleich liegt der Mexikaner David Mier y Teran, was Spannung für morgen verspricht. Moritz Martin hatte heute 'endlich einen Tag ohne Pech und Kollisionen', berichtet Bakker. Er konnte sein Können unter Beweis stellen und fuhr zwei taktisch saubere Rennen. Er kam so auf die Ränge vier und sechs. Insgesamt konnte er so einen Platz gut machen und ist zehnter in der Gesamtwertung.