Das Seminar veranstaltete der Sportreferate-Ausschuss vom 14.-16. Mai 2004 in Lüneburg. Nach einer geschichtlichen Einführung von Ausschuss-Mitglied Julia Beranek ging es schnell ins Eingemachte. Anhand von Beispielen stellten die TeilnehmerInnen ihre Formen der Öffentlichkeitsarbeit vor. Plakate, Webseiten, Pressemitteilungen aber auch Konzepte wurden gezeigt und näher erläutert. Schnell war klar: Unterschiedlicher könnte die Arbeit vor Ort nicht sein. Diese diffusen Voraussetzungen machte sich vor allem Referentin Katrin Voss in ihren Ausführungen am Samstag zu Nutze. Die Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg ist ausgemachte Öffentlichkeitsarbeit -Spezialistin und gab einen sehr umfassenden Überblick zum Thema Public Relations (PR). Von der Bestandserhebung in Form einer SWOT-Analyse, über die vielfältigen Formen der Öffentlichkeitsarbeit, bis hin zur Arbeit an der „PR-Front“ - kein Bereich wurde ausgelassen und mit positiven und negativen Beispielen aus der Praxis garniert. Wie weit Öffentlichkeitsarbeit dabei gehen kann, war vielen TeilnehmerInnen im Vorfeld nicht klar. Dies zeigten jedenfalls die regen Diskussionen und Gedankenaustausch während des Tages, übrigens ein wichtiger Teilbereich des Seminars. Zu sehen wie es andere machen, Erfahrungen weiterzugeben und sich weiter zu entwickeln gehört zu den zentralen Anliegen des Sportreferate-Ausschusses. So hatte Markus Liebe (HSM-GmbH) Referent am Sonntag ebenfalls keine Probleme die TeilnehmerInnen zum Diskutieren zu motivieren. Verantwortlich für das Marketing gab Markus Liebe Tipps und Tricks zum Thema „Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit“ und half bei der Umsetzung der SWOT-Analyse. Wie weit Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring dabei Hand in Hand gehen, zeigen allein aktuelle Entwicklungen im Hochschulsport. Das Herausarbeiten des Hochschulsports zur Marke (Branding) und die zunehmende Eventisierung von Deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) und anderen Veranstaltungen verändern auch die Öffentlichkeitsarbeit in den einzelnen Einrichtungen vor Ort. So konnten alle TeilnehmerInnen erfolgreich neue Erkenntnisse und Kontakte mit nach Hause nehmen. Bleibt nur zu hoffen, dass in Zukunft wieder mehr Sportreferate die Möglichkeit zum gemeinsamen Gedankenaustausch nutzen. Denn zum Knüpfen von Netzwerken und als Ergänzung zur individuellen und gemeinsamen Arbeit, haben diese Seminare einen sehr hohen Stellenwert und Nutzen. [Marc Franz] (Uni Göttingen)