Im Stil von Musketier D'Artagnan hat die Studentin der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin, Lena Schöneborn, die Weltelite der Modernen Fünfkämpferinnen düpiert und mit komfortablem Vorsprung Olympia-Gold gewonnen. Nach einer fantastischen Fecht-Gala, in der sie die Konkurrenz mit dem elektronischen Degen schockte und 28 von 35 Gefechten gewann, sowie einem souveränen Ritt mit dem chinesischen Pferd Xingxing geriet der abschließende 3000 m-Geländelauf zu einem triumphalen Schaulauf für die 22-jährige Betriebswirtschaftsstudentin. Leicht und locker trabte sie vor 20.000 Zuschauern im Pekinger OSC-Stadion über die Ziellinie. „Das Fechten war der Grundstein. Ich hatte gutes Tempo, eine gute Spitze, es war ein irres Gefühl. Vor dem Lauf war ich mir über eine Medaille sicher. Ich wusste aber, dass die Verfolgerinnen sehr gut sind', sagte die Olympiasiegerin, die dem kleinsten deutschen Olympia-Verband das zweite Gold nach Gotthard Handrick 1936 bescherte, erleichtert. Mit insgesamt 5792 Punkten, die sie im Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten und Geländelauf sammelte, verwies die WM-Zweite von 2007 die Britin Heather Fell und Viktoria Tereschtschuk auf die Plätze zwei und drei. 'Ich bin überglücklich. Lena hat schon öfter gut gefochten, aber das war super', meinte Bundestrainerin Kim Raisner. Quelle: www.olympia.de