28.06.2007 | Kategorie: Archiv , 2007 ,

Schmackhaft: Einladung auf der Serviette

Für den 3. Basketball-Nationen-Cup vom 6. bis 8. Juli wählte die Universität Münster eine etwas andere Einladung. Auf Papierservietten wird in den Mensen der Uni für das Sporthighlight geworben.

Wer sich auch immer dieser Tage in einer der lokalen Studenten-Verköstigungsanstalten den Mund abwischt, sollte mal genauer auf die Serviette schauen. Gleich 60 000 der papierenen Reinigungsblätter kündigen in orange-schwarz den vom 6. bis 8. Juli in Münster stattfindenden 3. Basketball-Nationen-Cup an. Werbung direkt an der „Futterstelle Mensa“, das soll’s bringen, schließlich hoffen die Ausrichter beim Aufeinandertreffen in der Sporthalle Berg Fidel auf viele Besucher aus dem Studentenmilieu. Denn es gibt die A-2-Nationalteams Deutschlands, Russlands und der Ukraine sowie sogar die besten Basketballer aus Japan zu sehen. Der Hochschulsport, die Stadt Münster und der Deutsche Basketball-Bund (DBB) wollen das Turnier im Jahr der Universiade fest etablieren. Die Sommer-Universiade findet im August in Bangkok statt. Münster wird für die deutsche Auswahl – gleichbedeutend mit der A-2-Nationalmannschaft des Deutschen Basketball Bunds – ein wichtiger Schritt nach vorne sein. Mehr noch, wie DBB-Sportdirektor Wolfgang Brenscheidt gestern sagte: „Das A-2-Programm ist ein wichtiger Baustein.“ Bundestrainer Dirk Bauermann, momentan mit seinem Verein Brose Baskets Bamberg im DM-Finale aktiv, wird als Zaungast erwartet. ((<Nationalcup klein.jpg;)) Nicht weniger als fünf Kandidaten mit Perspektive für Bauermanns A-Nationalteam stehen auf der A-2-Spielerliste für Münster. „Namen nenne ich nicht“, sagt Brenscheidt, er will die Talente nicht verrückt machen. Vielleicht meint er dennoch Philipp Zwiener (Alba Berlin), Yassin Idbihi (University at Buffalo), Jannik Freese (New Yorker Phantoms Braunschweig), Dirk Mädrich (Sig Basket Straßbourg) und Gordon Geib (Bayer Leverkusen). Seit 2002 nennt sich die Universität in Münster Partnerhochschule des Spitzensport. Ein Jahr später wurde auch Spitzensport mit universitärer Note nach Münster gelockt – das erste Basketball-Nationen-Turnier. Damals kamen rund 2.400 Zuschauer, 2005 waren es schon 3.300. Nun wird in größeren Dimension gedacht. Das Organisationsteam erwartet 1500 bis 2000 Zuschauer täglich. Alles ist professioneller geworden. Extra für die sechs Spiele wird Parkettboden verlegt, die 20 Tonnen kommen aus Hamburg. Die Schiedsrichter sind in der Bundesliga erprobt, viele Spieler auch, ein Shuttle-Service überbrückt die kurzen Wege zur Spiel- und Trainingshalle. Und auch das stellt Tim Seulen, Wettkampfleiter Hochschulsport Münster, klar: „Vor zwei Jahren hatten wir ein Budget von 45.000 Euro. Aber wir geben keine Gelder der Studentenschaft oder aus dem Breitensport-Topf aus. Die Kosten werden vom Ministerium, dem Bundesverwaltungsamt, den Sponsoren, dem DBB und der Stadt Münster getragen.“ Kartenvorkauf im WN-Ticketshop (vier bis zwölf Euro)