06.07.2007 | Kategorie: Archiv , 2007 ,

Schlagkräftiges deutsches Team ist für die Sommer-Universiade nominiert

Die letzten Weichen für die Teilnahme an der XXIV. Sommer-Universiade in Bangkok (Thailand) wurden gestellt: Der adh-Vorstand nominierte das deutsche Universiade-Team 2007. Der „Run auf Gold“ bei der größten Multisportveranstaltung nach den Olympischen Spielen beginnt am 08. August. Über 10.000 Aktive aus rund 150 Ländern werden in Bangkok um Medaillen kämpfen.

Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking gilt die Sommer-Universiade für Nachwuchshoffnungen wie Spitzenkräfte als Standortbestimmung. Man kann daher davon ausgehen, dass ein hochklassiges Teilnehmerfeld mit zahlreichen Top-Athleten in den insgesamt 17 Sportarten antreten wird. Der adh wird rund 115 studierende Spitzensportlerinnen und -sportler zur Sommer-Universiade nach Bangkok entsenden. Sie gehen in den Sportarten Badminton, Basketball (Männer), Fechten, Fußball (Frauen), Judo, Leichtathletik, Schießen, Schwimmen, Taekwondo, Tennis, Tischtennis, Volleyball (Männer) und Wasserspringen an den Start. Insgesamt wird das Deutsche Team mit der Delegationsleitung, den Trainern, Betreuern, Ärzten und Physiotherapeuten ca. 180 Personen umfassen. Thorsten Hüsch, Wettkampfreferent im adh, erklärt: „Bei der Sommer-Universiade werden in diesem vorolympischen Jahr besonders hochkarätige Mannschaften erwartet, denn für viele Länder stellte die Universiade die Generalprobe für Peking 2008 dar.“ Dennoch zeigt Hütsch sich optimistisch, an den Medaillenerfolg der vergangenen Universiade 2005 (Izmir) anknüpfen zu können: „Wir haben die Nominierungskriterien erneut angehoben, um auch in diesem Jahr ein international konkurrenzfähiges Team zu stellen. Wir machen kein Geheimnis daraus, dass der adh im Medaillenspiegel unter die Top Ten kommen möchte. Zehn Medaillen sind Pflicht, alles Weitere ist Kür.“ Doch der adh zählt nicht nur Edelmetall, wie adh-Generalsektetär Olaf Tabor ergänzt: „Gerade Top Ten-Platzierungen und persönliche Bestleistungen innerhalb eines so hochklassigen Wettbewerbs bringen speziell die jungen Aktiven in ihrer Gesamtentwicklung weiter. Für zahlreiche Sportler stellt die Universiade eine wichtige Station auf dem Weg in die Weltelite dar. An dieser Stelle nimmt der adh eine entscheidende Rolle im Rahmen der Leistungsentwicklung der Nachwuchsathleten im deutschen Sport ein.“ Besonders das Schwimmteam lässt große Erwartungen aufkommen. Nachdem die Schwimm-Weltmeisterschaften bereits im Frühjahr in Melbourne stattgefunden haben, nutzen zahlreiche Schwimmer die Universiade als Saisonhöhepunkt in der zweiten Jahreshälfte. Annika Lurz (Uni Würzburg), Britta Steffen (TFH Berlin), Nicole Hetzer (TFH Berlin), Janne Schäfer (University of Bath), Thomas Lurz (FH Würzburg/Schweinfurt) und Helge Meeuw (Uni Frankfurt) zählen zu den deutschen Medaillenhoffnungen. Auch der Wasserspringerin Katja Dieckow (Uni Halle-Wittenberg), die mit einer Finalplatzierung ihren internationalen Durchbruch bei der WM in diesem Frühjahr schaffte, könnte ein Sprung aufs Treppchen gelingen. Für das voraussichtlich 20-köpfige Leichtathletik-Team haben unter anderem die Hochspringerin Ariane Friedrich (VFH Wiesbaden) sowie die Stabhochspringerin Julia Hütter (VFH Wiesbaden) ein Ticket nach Bangkok gelöst. Beide konnten in Izmir ihre ersten internationalen Erfolgen feiern und haben vor, in diesem Sommer die persönlichen Bestmarken (1,93m und 4,52m) zu toppen. Die endgültige Entscheidung über die Zusammensetzung des Leichtathletik-Teams fällt jedoch erst nach der DLV-Nominierung für die WM in Osaka am 23.07.2007. Mit einer besonders harten asiatischen Konkurrenz müssen die deutschen Kampfsportlerinnen und Kampfsportler rechnen. Die Judoka Riccarda Rau (Uni Frankfurt) und Miryam Roper (Uni Köln) bewiesen mit ihrer Goldmedaille im Frauenteam bei den Studierenden-Weltmeisterschaften in Korea, dass sie international zur ersten Garde gehören. Auch der zweifache Medaillengewinner bei den Herren, Björn Bachmann (Uni Leipzig), ist wieder am Start. Entsprechend hoch sind auch hier die deutschen Erwartungen! Im Taekwondo hat sich Jannis Dakos (DSHS Köln) das Ziel gesetzt, seinen Universiade-Erfolg (Silbermedaille) von 2005 zu wiederholen. Ebenso an ihre Leistung anknüpfen will Nadine Bollmeier (DSHS Köln) im Tischtennis. Sie behauptete sich bei den Studierenden-Weltmeisterschaften souverän gegen die asiatischen Spielerinnen und holte überraschend Silber. Für Deutschland beginnen die Weltspiele der Studierenden bereits vor der spektakulären Eröffnungsfeier am 08. August: Den ersten Universiade-Wettkampf wird die deutsche Studentinnen-Nationalmannschaft Fußball am 07. August gegen die thailändische Auswahl bestreiten. Das adh-Team setzt sich aus Spielerinnen der ersten und zweiten Frauen-Bundesliga zusammen, die bei zahlreichen Test- und Länderspielen bewiesen, dass sie das Minimalziel Viertelfinale fest im Visier haben. Das Basketballteam, identisch mit der A2-Nationalmannschaft, will an diesem Wochenende seine Leistungsfähigkeit im Vier-Nationenturnier in Münster beweisen und sich in den Spielen gegen die Studierenden-Nationalmannschaften der Ukraine, Japans und Litauen auf die Universiade einstellen. Das Team hat nach dem hervorragenden fünften Platz bei der Universiade 2005 in Izmir das Ziel, endlich ganz nach vorne zu kommen. [[>universiade-nominierung-10.10.07.pdf;Die Nominierungsliste zur Universiade 2007]]