Pauline Liebig hat ihr Ziel fest vor Augen. Wenn 2016 die besten Seglerinnen und Segler in den Olympischen Bootsklassen in Rio an den Start gehen, möchte die Studentin der Kieler Christian-Albrechts-Universität mit dabei sein. Dafür trainiert die C-Kader-Athletin regelmäßig. Auf der Olympiaanlage von 1972 zieht sie nach den Vorlesungen im Hörsaal ihre Runden. Dabei meistert Liebig den Spagat zwischen Leistungssport und dem Studium der Elektro- und Informationstechnik. Doch mit der Berufung in den C-Kader und dem erhöhten Trainingspensum wird dieser Spagat immer schwieriger. Deshalb freut sich die 20-Jährige nun über neue Unterstützung. Pauline Liebig erhält das 13. Sportstipendium der Uni Kiel und der Kieler Volksbank. „Die CAU ist sich ihrer Verantwortung im organisierten wie individuellen Leistungssport bewusst und freut sich, Studierende mit so hohen Ansprüchen an sich selbst fördern zu können“, erklärte Gerhard Fouquet, der Präsident der Uni Kiel, bei der Vergabe des Stipendiums.
Vor allem im vergangenen Jahr schaffte Liebig den nationalen Durchbruch. Bei der U21 Weltmeisterschaft im ungarischen Balatonfüred belegte die Deutsche den siebten Platz in der Bootsklasse Laser Radial. Dabei musste sich die Sportlerin gegen 91 internationale Aktive durchsetzen. Mit diesem Erfolg erfüllte Liebig die Kaderkriterien des Deutschen Segler Verbands. Zum 01. Januar 2014 erhielt sie ihren C-Kader-Status. Bei der Vergabe des Stipendiums blickte die Studentin weiter in die Zukunft. „Dieses Jahr will ich die WM Qualifikation schaffen und das Nationenticket für Olympia lösen!“, unterstrich Liebig ihre Ambitionen.
