In dem Seminar 'Qualitätsmanagement im dienstleistungsorientierten Fitness-Studio' vom 15. - 16. Mai 2004 in Hannover stand die Einführung von Qualitätsmanagementsystemen im Vordergrund. Die Fitness-Branche ist Teil des Wachstumsmarktes in Deutschland und fordert durch steigende Konkurrenz die Einführung von dienstleistungsorientierten Standards zur Gewährleistung und Sicherung der Qualität geradezu heraus. Eine hohe Qualität der fitnessbezogenen Leistungen im eigenen Fitness-Studio ist entscheidend für das Image und die Zukunft desselben. Diese Einstellung soll möglichst bei allen MitarbeiterInnen, ob Vollzeit- oder Teilzeitkräfte bzw. Aushilfen oder Freiberufler zur Selbstverständlichkeit werden. Die hohe Qualität der Dienstleistung soll auf Dauer gesichert oder überhaupt erreicht werden. Hierzu tragen Kernpunkte eines Qualitätsmanagements, wie regelmäßige Selbst- und Fremdbewertung der Dienstleistungsqualität und ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess, an dem alle Betroffenen teilhaben, bei. Unter diesen Aspekten wurde das Seminar ausgeschrieben ((<fitness-2.jpg;)) Am Samstag den 15. Mai 04 fanden sich 25 TeilnehmerInnen aus ganz Deutschland in Hannover ein, um Einblicke über ein Qualitätsmanagement System für die Arbeit in Fitness-Studios kennen zu lernen. Der erste Tag stand ganz im Zeichen der Hintergrundinformationen und Systematik von Qualitätsmanagement. Viele Ideen und Ansätze aus dem Qualitätsmanagement waren für den Teilnehmerkreis, die sich größtenteils aus Personen zusammengesetzten, die mit der Materie vertraut sind, durchaus nicht neu, aber die Struktur und Systematik, mit der das Qualitätsmanagement umgesetzt und betrieben werden kann, war für viele völliges Neuland und die Darstellung wurde als überaus positiv bewertet. Zusätzlich lernten die TeilnehmerInnen Möglichkeiten zur inneren und äußeren Qualitätsbewertung und Möglichkeiten des Umgangs mit den Bewertungsergebnissen kennen. Allerdings stellten die vielen Normen und Begriffe in der Kürze der Zeit einen sehr großen Input dar. Die Abendgestaltung beschränkte sich daraufhin auf gemeinsames Mitfiebern vor dem Fernseher für „Max“ in Istanbul. Am zweiten Tag wurde die Theorie des Vortages in einer Gruppenarbeit in die Praxis umgesetzt. Diese Phase kam den meisten der Teilnehmenden sehr entgegen, da sie so Ideen zur Umsetzung des Qualitätsmanagement Systems in ihren Einrichtungen vor Ort erarbeiten konnten. Spätestens hier gab es die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch untereinander, den die Teilnehmenden in angeregten Diskussionen nutzten. Leider war ab mittags die Zahl der Teilnehmenden deutlich reduziert, was zum Einen mit den großen Fahrtstrecken zusammenhängt, zum Anderen aber auch durch unterschiedliche Motivationen zu erklären ist, mit denen die Teilnehmenden angereist waren. Die verbleibenden 14 TeilnehmerInnen kamen aus der Praxis, d. h. haben in ihren Einrichtungen mit den Sportreibenden (“Kunden“) zu tun, während andere sich allgemeiner über Qualitätsmanagement informieren wollten. Die Referentin Claudia Wachendorf vom Stadtsportbund Hannover stellte die Inhalte kompetent dar und kam der Anfrage nach mehr Diskussion schnell durch inhaltliche Kürzungen zu Gunsten des Austausches nach. Es zeigte sich am Ende, dass die zwei Tage für die Fülle des Themas knapp bemessen waren, die Teilnehmenden jedoch sehr motiviert und mit großem Umsetzungspotential nach Hause fuhren. Gez. Steffi Müller, Inken Behrens