15.06.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Pilates – Ganzheitliches Training

Das adh-Seminar 'Pilates - Ganzheitliches Training' lockte knapp 30 TeilnehmerInnen am 11. und 12. Juni 2005 nach Berlin, um sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit dem Traniningsprogramm nach Joseph H. Pilates auseinanderzusetzen. Der Kurs wurde äußerst positiv bewertet, was der Evaluationsbogen deutlich zeigt.

Am 11. und 12. Juni 2005 folgten knapp 30 TeilnehmerInnen der Ausschreibung des adh und kamen nach Berlin zur Pilates-Fortbildung an die TU-Berlin. Nach einer kurzen Einleitung über die Entstehung des Pilates-Programms, die von der Referentin Katja Rotzoll vorgestellt wurde, lernten die TeilnehmerInnen anschließend die sechs Pilates-Prinzipien kennen – Kontrolle, Konzentration, Präzision, Bewegungsfluss, Zentrierung und Atmung. Das Wochenende war dann inhaltlich geprägt von der präzisen Präsentation und Ausführung des klassischen Mattenprogramms. Samstagabend lief speziell passend für ein rundum bildendes Wochenende die lange Nacht der Wissenschaft. Hier wurden anhand spannender bis gefährlicher Experimente die neuesten Erkenntnisse aus Forschung und Technik präsentiert, aber auch für das kulinarische Wohl war ausreichend gesorgt. Am Sonntag wurden die Übungen vom Vortag dann vertieft und variiert, indem zusätzlich Thera-Bänder zum Einsatz kamen, sowie ein Stundemodell vorgestellt. Es wurde den Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Übungsprogramm geboten, aus dem sich jede/r Anregungen für den Unterricht heraus ziehen konnte. Deutlich wurde jedoch, dass ein einziges Wochenende sicher nicht ausreicht, um die Methode unterrichten zu können. Ein Aufbauwochenende ist für das Sommersemester 2006 vorgesehen. ''Was ist Pilates?'' Mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum an Erfolg – das ausgewogene Körpertraining nach Joseph H. Pilates stärkt und stabilisiert insbesondere die tiefe Bauch- und Rückenmuskulatur. Die Trainingsmethode nach Joseph H. Pilates war eine der ersten, die das Zusammenspiel von Körper und Geist berücksichtigte. Die Methode ist ein sanftes Training, das bei regelmäßiger Übung zu lang anhaltenden Ergebnissen führt. Da es vor allem um das geistige Erfassen der Übungen geht, lernt der Körper neue, effiziente Bewegungsmuster. Es werden kleine „vergessene“ Muskelgruppen gestärkt und größere, zu Verspannungen neigende Muskulaturen entlastet. Da die Pilates-Methode ein großes Spektrum an Übungsvariationen bietet, ermöglicht sie individuell zusammengestellte Trainingsprogramme, so dass sie für verschiedene Fitnesslevel und Altersstufen geeignet ist. Durch die Kräftigung der Körpermitte werden die Gelenke entlastet und sorgen für belastungsfreie Bewegungen von Armen und Beinen. Durch eine kontinuierliche Mobilisierung der Wirbelsäule werden nachhaltig Haltungsschwächen korrigiert und Rückenbeschwerden wird effektiv vorgebeugt. Das Vorgehen nach Pilates führt zu mehr Flexibilität, Kraft und Ausgeglichenheit. Für viele Tänzer ist es deshalb seit Jahren fester Bestandteil ihres Trainings. Die positiven Wirkungen besonders bezüglich Kraft und Flexibilität des Pilates-Trainingsprogramms möchten sich aber auch andere SportlerInnen zunutze machen. So ist es zu einem regelrechten Pilates-Boom – auch im Hochschulsport – gekommen und die Nachfrage nach Kursen steigt nach wie vor.