Durch die Kooperationsvereinbarung verpflichtet sich die PH, studierenden Spitzensportlerinnen und -sportlern eine akademische Ausbildung und eine sportliche Karriere zu ermöglichen sowie Benachteiligungen im Studium auf Grund sportlichen Engagements zu vermeiden. Konkret sollen den Studierenden unter anderem Mentorinnen und Mentoren bereitgestellt werden, welche sie beraten und gegebenenfalls in Konfliktfällen, zum Beispiel in Bezug auf Anwesenheitszeiten, unterstützen. Athletinnen und Athleten soll es zudem ermöglicht werden, für wichtige Wettkämpfe Urlaubssemester zu nehmen.
In Anspruch nehmen können die Förderung A-, B- oder C-Kaderangehörige. Die Benennung von Förderberechtigten erfolgt auf Empfehlung eines Olympiastützpunkts oder der Spitzenverbände des Sports. Das Förderprogramm beginnt mit der Benennung und endet mit dem Studienabschluss oder der Beendigung der Leistungssportkarriere.
Im Zuge der Vertragsunterzeichnung fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Zur Vereinbarkeit von Spitzensport und Studium“ an der PH Ludwigsburg statt. Auf dem Podium diskutierten Prof. Dr. Martin Fix, Rektor der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Roland Joachim, Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands, Klaus Tappeser, Vorsitzender des Trägervereins Olympiastützpunkt Stuttgart e.V., Tobias Burchard, Geschäftsführer des Studierendenwerks Stuttgart und Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bunds. Außerdem beteiligten sich die PH-Studierenden Anne Klebsch, Leichtathletin C-Kader, Markus Reichle, Anschieber im Bob, und Markus Kubicka, ehemaliger Trampolinturner an der Diskussion. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Annette R. Hofmann (PH Ludwigsburg, Abteilung Sport).
Rektor Martin Fix machte in der Diskussion deutlich, dass ein spitzensportspezifisches Förderprogramm nicht im Widerspruch zu den zentralen Qualifikationszielen einer Hochschule stehen dürfe. „Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass außergewöhnliche Leistungen nicht zu einer Benachteiligung führen, indem studierende Spitzensportlerinnen und -sportler zu einer Entweder-oder-Entscheidung gezwungen werden“, so Fix. Zudem sei es der PH ein Anliegen, auch andere besonders qualifizierte und engagierte Studierende zu fördern. Soziales Engagement sei beispielsweise auch ein Auswahlkriterium bei der Vergabe von Studienplätzen, sagte der Rektor.
