Es herrschte eine fast magische Stimmung im Spyridon-Luis-Stadion, als das Olympische Feuer langsam in den Athener Nachthimmel emporstieg. Die Gastgeber hatten ihren griechischen Albtraum endlich hinter sich gelassen und die Welt war verzückt. 'Wir haben verzaubert, wir haben gezeigt, wie es geht, wir haben die Menschen bewegt. Der Traum hat den Albtraum mit Kenteris und Thanou gelöscht', titelte die Tageszeitung 'Ta Nea' am Tag nach der farbenprächtigen Eröffnungsfeier. Das Sportblatt 'Athlitiki' schrieb: 'Himmlische Freude. Fantastische, magische Bilder. Gleißendes Licht verdrängt die Dunkelheit und die Wolken.' Begeistert waren auch die Australier, die vor vier Jahren in Sydney mit einer spektakulären Eröffnungszeremonie Maßstäbe gesetzt hatten. 'Es war eine einzigartige und wunderschöne kulturelle Erfahrung', sagte der australische IOC-Vizepräsident Peter Montgomery und verteilte zehn von zehn Punkten. ''Deutsche Sportler begeistert'' Auch die deutschen Sportler teilten die Euphorie, vor allem Fahnenträger Ludger Beerbaum war angetan, der eigens für die Zeremonie für eine Nacht in die griechische Hauptstadt gereist war, ehe am 18. August die eigentliche Anfahrt ansteht. 'Es war fantastisch, bei dieser Feier die deutsche Fahne zu tragen. Die Stimmung war hervorragend, und das wird jetzt auch so weitergehen', meinte der viermalige Olympiasieger im Springreiten. Großartig fand auch das deutsche IOC-Mitglied Thomas Bach die olympische Nacht: 'Es war eine fantastische Eröffnung und ein glänzender Auftakt für die Spiele, eine stilvolle Feier von griechischer und europäischer Mentalität, mit einer gelungenen Mischung von Kultur, Tradition und moderner Technik.' Quelle: sport1.de (14.08.2004)