Unter diesem Motto trafen sich knapp 20 TeilnehmerInnen in der Sportschule Hamburg Sachsenwald am Wochenendes des 8./9. Mai 2004, um die Sportart näher kennen zulernen. Die TeilnehmerInnen setzten sich aus absoluten Neulingen bis zu MultiplikatorInnen, die schon eigene Nordic-Walking Gruppen anleiten, zusammen. In einem Theorieteil wurde die Historie der Sportart dargestellt, die gesundheitlichen Aspekte des Walkens/Nordic-Walkings präsentiert, um anschließend näher auf die Technik und Methodik einzugehen. Ein kleiner Walking Test eröffnete den Praxisteil. Hier konnten die TeilnehmerInnen testen, wie ihr Trainingszustand z. Zt. einzuordnen ist. Mit Einführung in die Technik des Walkens konnten sich die TeilnehmerInnen auf dem angrenzenden Sportplatz mit der Sportart vertraut machen. Nach intensivem Austausch und gegenseitiger individueller Fehlerkorrektur schloss sich eine längere Walkingeinheit im Wald an, die mit Erwärmungselementen und methodischen Hinweisen unterfüttert wurde. Der Sonntag zeigte dann, dass Nordic-Walking eine fordernde, aber nicht überfordernde Art ist, sich fit zu halten oder fit zu werden. Die Bewegungsform dokumentierte, dass sie eine sanfte Alternative und interessante Ergänzung zu herkömmlichen Ausdauer-Trainingsmethoden ist. Deutlich wurde, dass im Gegensatz zum Joggen bei diesem Herz-Kreislauftraining Stauchungen der Gelenke und der Wirbelsäule vermieden werden, wodurch sich die Ausübung auch für Menschen mit vorgeschädigten Gelenken und/oder Rückenproblemen eignet. Die Erweiterung beim Nordic-Walken, die Armbewegung mit Unterstützung spezieller Stöcke, konnte trotz strömenden Regens getestet werden. Bewusst wurde, dass das nicht nur einen deutlich höheren Trainingseffekt bei gleicher oder geringerer Belastung bedeutet, sondern darüber hinaus auch die koordinativen Fähigkeiten erhöht und das Gleichgewicht schult. Ein Ganzkörpertraining bietet sich in diesem Bereich für jede Altersgruppe an und ist für jeden Fitnesslevel sinnvoll einsetzbar. Dieses Seminar vermittelte bewegungstechnische Fertigkeiten, planerische und organisatorische Aspekte sowie sportmedizinische Grundlagen und Kenntnisse für AusdauersportlerInnen. Über die Inhalte hinaus war die Stimmung in der Gruppe, trotz des unterschiedlichen Levels, sehr harmonisch, was zum guten Verlaufs des Seminars extrem beigetragen hat.