10.07.2007 | Kategorie: Archiv , 2007 ,

Niederlage gegen die Ukraine fällt nicht ins Gewicht

Vom 06. bis 10. Juil 2007 war Münster die deutsche Basketball-Hochburg: Die deutsche A2-Nationalmannschaft sowie die Gäste aus Litauen, der Ukraine und Japan stimmten sich im 3. Nationen-Cup auf die Sommer-Universiade in Bangkok ein.

Trotz einer Niederlage im letzten Spiel hat das deutsche A2-Nationalteam den Gesamtsieg beim 3. Basketball Nationen Cup errungen. Zwar unterlagen die Gastgeber gestern Abend in der abschließenden der Ukraine mit 80:82, doch verwies man die Litauer (beide 4:2-Punkte) aufgrund des Erfolgs im direkten Vergleich auf Rang zwei. Schon am Samstag hatte daher das deutsche Team nach einem deutlichen 83:63-Sieg gegen die A-Mannschaft Japans als Turniersieger festgestanden. Für eine weiße Weste reichte es schlussendlich aber nicht. Im letzten Spiel gegen die Ukraine kam Deutschland zwar nach zwei hohen Rückständen wieder ins Spiel zurück und bewies eine gute Moral. Doch am Ende reichte es nicht für den dritten Sieg in Folge. Ein sehr positives Fazit zog dennoch Bundestrainer Franz Menz nach den drei Partien: „Die ersten zwei Spiele waren einfach super“, lobte er seine Korbjäger. „Vielleicht hat heute dann ein wenig die Kraft nachgelassen, aber die Jungs haben wieder alles gegeben“. Dass der A2-Kader sich nämlich trotz der knappen Niederlage gut präsentierte, fanden auch die etwa 1000 Zuschauer in der Halle Berg Fidel. Bis zum Schlusspfiff feuerten sie die Basketballer lautstark an und zollten ihnen auch bei der anschließenden Siegerehrung ihren Respekt. Auch die Schirmherrin der Veranstaltung, Prof. Dr. Ursula Nelles von der WWU Münster, war einfach „stolz auf die Jungs“ und bedankte sich ganz besonders bei den Gästen aus der Ukraine, Japan und Litauen für ihr Kommen. Vom Team aus dem Baltikum kam auch der zum besten Spieler des Turniers gekürte Basketballer. Diese besondere Ehre wurde Guard Mantas Kalnietis zuteil. Beim deutschen Team präsentierten sich auch am Wochenende wiederum Gordon Geib und Heiko Schaffartzik souverän stark, aber auch der Rest der Mannschaft war offenkundig schon „heiß“ auf die anstehende Universiade im August und bot konstant gute Leistungen. Als dementsprechend gelungenen Test für den Sportevent in Thailand betrachtete auch Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball-Bundes, den 3. Nationen-Cup. „Münster war wieder ein guter Standort für unsere Vorbereitung. Ich glaube wir können alle sehr zufrieden sein“, so Weiss. Neben der sportlichen Leistung aller Beteiligten lobte der Chef des DBB vor allem die Arbeit des Organisationsteam des Hochschulsports Münster um Tim Seulen, das auch bei der dritten Auflage ganze Arbeit leistete. Lediglich die Zuschauerzahlen, die Samstag und Sonntag unter den etwa 1300 Besuchern vom Freitagabend lagen, hätten wohl höher ausfallen können. „Schulferien, Klausurzeit und Wetter“ verhinderten aber wohl einen stärkeren Andrang, wusste Seulen. Dennoch begeistert von der Atmosphäre waren vor allem die Gästeteams. „Mit einem A2-Team überhaupt so viele Fans anzuziehen. Das kannten die meisten gar nicht“, verriet Ingo Weiss nach dem letzten Spiel. Quelle: Westfälische Nachrichten