Obwohl den Hochschulsporteinrichtungen in Deutschland (noch) nicht der gleiche Stellenwert zukommt, wie den „Athletic Departments“ an nordamerikanischen Hochschulen, ist Hochschulsport dennoch nicht bloße Dienstleistung für die Studierenden und Bediensteten, sondern integraler Bestandteil der akademischen Ausbildung, getreu dem Motto „mens sana in corpore sano“. Das zeigt die im Oktober 2004 erschienene adh/CHE Hochschulsport-Untersuchung. Bei dieser Erhebung lag der Fokus auf den Bereichen Personal und Finanzen. Weitere Themen waren das Sportprogramm, die Funktionen des Hochschulsports und die studentischen Bewertungen der Angebote. Die Studierenden sind nach wie vor sehr zufrieden mit dem Sportangebot: An Universitäten vergaben Sie im Mittel die Note 2,2, an Fachhochschulen 2,6. Allerdings nutzt im Bundesdurchschnitt rund ein Fünftel der Studierenden und knapp 10% der Bediensteten das Angebot, was wohl zum Guten Teil daran liegt, dass in Deutschland die eingeschränkten Sportstättenkapazitäten an vielen Hochschulen die Binnennachfrage an vielen Standorten nicht befriedigen können. Ausgehend von den Schwerpunkten im Programmangebot der Hochschulen steht im Hochschulsport weniger der Wettkampf im Vordergrund als vielmehr der Ausgleich zum Studium, der Spaß und die Begegnungsmöglichkeiten. Ein kleiner Teil der Ergebnisse, die studentischen Bewertungen des Hochschulsportangebote und die Anzahl der Sportkurse pro 1000 Studierende, wurden bereits im Rahmen des CHE-Hochschulrankings veröffentlicht. Bereits im Jahr 2001 hatte das CHE gemeinsam mit dem adh eine umfassende Bestandsaufnahme der Hochschulsporteinrichtungen an deutschen Hochschulen publiziert. Der Schwerpunkt der ersten Untersuchung war die Sportstättensituation (Anzahl, Zustand, Erreichbarkeit, Verfügungszeiten). [[>CHE-Abschlussbericht-2004.pdf;Zum CHE-Abschlussbericht]]