14.09.2004 | Kategorie: Archiv , 2004 ,

Multinationale EAS-Konferenz gründet Netzwerk

Die internationale Konferenz in Darmstadt ist zu Ende. Das Ziel war ein Kommunikationsnetzwerk zum Thema 'Spitzensport und Hochschule' zu schaffen. Dafür trafen sich am Wochenende über 50 VertreterInnen von Sportorganisationen, Sportverbänden, Schulen und Hochschulen aus 20 europäischen Ländern.

''Spitzensportförderung an Schulen und Hochschulen im europäischen Vergleich'' Mit dem Ziel, ein Kommunikationsnetzwerk zum Thema 'Spitzensport und Hochschule' aufzubauen, trafen sich über 50 Vertreterinnen und Vertreter von Sportorganisationen, Sportverbänden, Schulen und Hochschulen aus 20 europäischen Ländern in Darmstadt. 'European Student as Athlete' (EAS) ist ein Projekt, das im Rahmen des „Europäischen Jahres der Erziehung durch Sport“ (EJES) von finnischen Koordinatoren initiiert wurde und durch sieben weitere Projektmitglieder getragen wird – darunter auch Deutschland. ((<eas_konferenz zu beginn der konferenz tauschten sich die experten darüber wie andere organisationen und verbände mit herausforderung spitzensport schule bzw. studium ermöglichen. in vielen ländern gibt es relativ kleine modelle für duale förderung von ausbildung spitzensport. teilweise werden stipendien freistellungen wettkämpfe gewährt prüfungstermine verschoben sowie studienzeit gestreckt. als positives beispiel lässt hier großbritannien ihren spitzensportlerinnen vergleichsweise optimale rahmenbedingungen bieten. deutschland dagegen wird problematik studierende einführung studiengebühren langzeitstudierende noch verschärft. viele vorgestellten bieten spitzenathletinnen sind aber oftmals nur ein tropfen auf den heißen stein. was ist übergeordnetes konzept. da könnte das nationale projekt des allgemeinen deutschen hochschulsportverbandes europaweit eine vorbildfunktion einnehmen. mehreren workshops bearbeiteten teilnehmer teilnehmerinnen diverse probleme fragestellungen. besonders sensibler bereich Übergang vom junioren- spitzenbereich gesehen. dort kommt einem ausstieg aus dem sport. auch soziale nach sportlichen karriere wurde workshop behandelt. gerade finnland leiden offensichtlich ehemalige sportlerinnen unter sozialen psychischen problemen.>eas_spitzensportler.jpg;Vier SpitzensportlerInnen stellen ihre Sicht der Dinge vor;)) Insbesondere in den Gesprächen mit den vier anwesenden SpitzensportlerInnen aus Schottland, Schweden und Deutschland wurde deutlich, dass eine flexible Studienplanung sehr wichtig ist. Petra Dallmann, Bronzemedaillengewinnerin von Athen, wünscht sich, dass die Hochschulen stolz auf ihre Top-Athleten seien, und zwar schon vor dem Gewinn einer olympischen Medaille. „Gerade die Athleten, die noch keine internationalen Erfolge errungen haben, benötigen das Verständnis und die Unterstützung in den Hochschulen“ so die 25-jährige. Sie begann ihre Karriere erst 1999. Durch ihre Teilnahme an einem internationalen studentischen Event - der Universiade - wurde ihr Talent entdeckt und sie begann mit einem ernsthaften spitzensportlichen Training. Die Medizinstudentin ist circa 14 Wochen im Jahr nicht zu Hause, trainiert 25 Stunden die Woche und strebt ihre Promotion in den kommenden drei Semestern an: Da ist Flexibilität besonders gefragt. Auch Fechter und Bronzemedaillengewinner Daniel Strigel hat eine ähnliche Sportbiografie. Er wurde erst mit 21 Jahren „entdeckt“. „Wenn mein Trainings- und Wettkampfpensum schon vor Abschluss des Grundstudiums so hoch gewesen wäre wie heute, hätte ich mich zwischen Studium oder Sportkarriere entschieden“, so der 28-jährige. Im Durchschnitt ist er gut ein halbes Jahr an jedem Wochenende auf Wettkämpfen. Er versucht jetzt eine Mentorenfunktion für junge Talente einzunehmen, denn er hält einen Ansprechpartner, der sich in Hochschule und Sport auskennt, für immens wichtig. Die KonferenzteilnehmerInnen waren sich am Ende der Veranstaltung einig, dass das Projekt über das Jahr 2004 hinaus fortgeführt werden muss. Vom 11.bis 13. November 2004 findet eine zweite Konferenz in Oulu (Finnland) statt. Bis dahin wollen die acht Koordinationsländer einen Antrag auf Fortführung des Projekts bei der EU gestellt haben. „Wir sind auf dem richtigen Weg. Ein wichtiger Teil der Arbeit - die Kontakte herzustellen und Informationen auszutauschen - liegt hinter uns. Jetzt gilt es, diese Informationen zu nutzen und in weiteren Veranstaltungen die Bedingungen für studierende Athleten und Athletinnen durch einen intensiven Austausch europaweit weiter zu verbessern“, nennt adh-Generalsekretär Olaf Tabor die nächsten Ziele.</eas_konferenz>