Mit der jetzt unterzeichneten Kooperationsvereinbarung werden die erfolgreichen adh-Kooperationsverträge 'Partnerhochschule des Spitzensports' der Universitäten Heidelberg und Mannheim sowie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erweitert. Die Universität Koblenz-Landau, die Hochschule Mannheim, die Fachhochschule Heidelberg, die Fachhochschule Ludwigshafen, die Berufsakademie Mannheim und die Berufsakademie Mosbach schließen sich der Initiative zur Förderung der Verbindung von Leistungssport und Studium an. Kooperationspartner sind neben dem adh - als Initiator des Projekts 'Partnerhochschule des Spitzensport' - der OSP Rhein-Neckar, der OSP Rheinland-Pfalz/Saarland sowie die Studentenwerke Heidelberg und Mannheim. ''Sportliche Talente halten, neue Spitzensportler gewinnen'' Unter der Federführung des Vereins 'Sportregion Rhein-Neckar' haben die wichtigsten Hochschuleinrichtungen und Berufsakademien die bundesweit einmalige, gemeinsame Kooperationsvereinbarung auf den Weg gebracht. Sie sehen sich in der gesellschaftlichen Verantwortung, studierenden Spitzensportlerinnen und -sportlern bei ihrem schwierigen Spagat zwischen dem sportlichen Engagement und einer erfolgreichen Berufsausbildung zu helfen. 'Wir möchten einerseits unseren Talenten in der Region optimale Studienbedingungen bieten, andererseits hoffen wir, dass die Metropolregion durch die Kooperationsvereinbarung zu so etwas wie einem Magneten für studierende Leistungssportler aus ganz Deutschland wird', so Dr. Peter Kurz, Mannheimer Sportbürgermeister und Vorsitzender der Sportregion Rhein-Neckar e. V. ((rhein-neackr1.jpg)) ''Individuelle Förderung für internationale Chancengleichheit'' Bei den Sommerspielen 2004 in Athen bildeten die Studierenden die größte Athletengruppe innerhalb der deutschen Olympiamannschaft. Die Kooperationsvereinbarung ist vor diesem Hintergrund auch als ein Schritt hin zur internationalen Chancengleichheit zu sehen. Partnerschaften dieser Art sind an vielen ausländischen Einrichtungen - besonders in den USA - seit langem eine Selbstverständlichkeit. 'In Deutschland summieren sich dagegen Karrieren im Leistungssport und akademische Ausbildungen häufig zu einem kaum zu bewältigenden Hindernislauf auf', stellt Prof. Dr. Klaus Roth, Projektpate der Sportregion und Dekan der Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften der Universität Heidelberg, fest. Fest vorgegebene nationale und internationale Wettkampfkalender verhindern, dass sich der 'Start für Deutschland' mit der erforderlichen Grundsteinlegung für spätere berufliche Tätigkeiten vereinbaren lässt. ''Flexibilität bei Terminen - kein 'Studium light' '' Zentrales Ziel der neuen Kooperationsvereinbarung ist es, die Studien- und Prüfungspläne der Athleten dahingehend zu flexibilisieren, dass die Sportler ihren angestrebten Abschluss in einem angemessenen Zeitrahmen erreichen können. Dies betrifft neben Regelungen zu Anwesenheitszeiten, Abgabe- und Prüfungsterminen vor allem die unkomplizierte Gewährung von Urlaubssemestern. Der Vertrag schließt zudem vielfältige Betreuungs- und Beratungsleistungen im Vorfeld und während des Studiums mit ein. Mit dem Förderabkommen ist in keiner Weise eine Bevorzugung der Athleten im Sinne eines 'Studiums light' verbunden. Es soll vielmehr ein Nachteilsausgleich geschaffen werden. Davon haben bereits in der Vergangenheit olympische Medaillengewinnerinnen und Universiade-Siegerinnen wie Petra Dallmann und mehr als 20 weitere Leistungssportler profitieren können, die derzeit in der Metropolregion Rhein-Neckar studieren. Die Kooperationsvereinbarung verpflichtet die Athleten zur Übernahme repräsentativer Aufgaben und zur Teilnahme an nationalen und internationalen Studentenmeisterschaften. Sie wird damit dazu beitragen, dass die Hochschulen der Metropolregion ihre aktuelle Spitzenstellung in den adh-Rankings nicht nur halten, sondern noch ausbauen werden.