06.06.2008 | Kategorie: Archiv , 2008 ,

Maribor und Kazan sind Ausrichter der Universiaden 2013

Am 31. Mai entschied die FISU-Exekutive in einer neuartigen Prozedur über die Ausrichter der Universiaden des Jahres 2013. Erstmals wurden die Weltspiele der Studierenden in einer geschaffenen Veranstaltung vergeben, nach dem bei der letzten Vergabe für die Spiele 2011 große Kritik am Vergabemodus im Rahmen der Winter-Universiade 2007 aufgekommen war.

((<31052008_attribution_01_slo.jpg)) Während Maribor (SLO) für die Winterspiele 2013 gelassen in die finalen Präsentationen vor dem Exekutivkomitee der FISU gehen konnte, weil sich die Stadt als einziger Kandidat der Begutachtung durch den Weltverband stellte, war die Spannung unter den drei Bewerbern für die Sommerspiele entsprechend groß. Gwangju (KOR), Kazan (RUS) und Vigo (ESP) nahmen in Brüssel noch einmal Anlauf, um die entscheidenden Stimmen bei den EC-Mitgliedern zu bekommen. Alle Kandidaten erhielten die Gelegenheit, die Juroren in einer maximal 50-minütigen Präsentation von ihren jeweiligen Vorzügen zu überzeugen. Die Auftritte fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit und mit einer Delegationsgröße der Bewerberstädte von höchstens 60 Personen statt. In einer halbstündigen Live-Fernsehsendung, die in Russland und Korea zur Primetime (20 Uhr) im landesweiten Fernsehen übertragen wurde, verkündete George Killian, Präsident der FISU, die Sieger. Kazan erhielt den viel umjubelten Zuschlag für die Sommer-Universiade 2013 und Maribor den für die Winteredition. Lange Gesichter zeichneten sich bei den Südkoreanern ab, während die Vertreter aus Spanien die Entscheidung sichtlich gefasst entgegennahmen. Vigo waren zuvor nur Außenseiterchancen eingeräumt worden. ((>31052008_presentation_03.jpg)) Ähnlich dem Olympischen Prozedere wurden unmittelbar nach der Verkündung der Entscheidung die jeweiligen Attribution Contracts (Ausrichterverträge) mit den erfolgreichen Städten geschlossen. Auch wenn sich weder Vigo noch Gwangju direkt zu einer erneuten Kandidatur für 2015 äußerten, so darf auch aufgrund von Informationen aus recht sicheren Quellen von einem Wiedersehen im kommenden Jahr bei der Vergabe für die Spiele 2015 ausgegangen werden. Das Bewerbungskomitee UNIVERSIADE HAMBURG 2015 und der adh waren mit einer kleinen Delegation als Beobachter bei der Vergabe dabei und konnten sich einen Eindruck von der Situation verschaffen, in der Deutschland mit Hamburg in genau einem Jahr als Kandidat für die Universiade 2015 sein wird.