Ein Team der Konstanzer Sportwissenschaften unter Leitung von Prof. Alexander Woll und Dr. Wolfgang Klöckner arbeitet seit Monaten daran, das Sportspielsymposium in Konstanz zu einem richtungsweisenden Wissen-schaftsforum zu machen. Erwartet werden 250 – 300 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus der gesamten Bundesrepublik und dem benach-barten Ausland. Für diese wird mit 6 Hauptvorträgen und ca. 50 Arbeitskreisen ein umfangreiches Programm gestaltet, das auch abends mit einer Schifffahrt auf dem Bodensee oder dem Abschlussabend im altehrwürdigen Konstanzer Konzil einiges zu bieten hat. Unter dem thematischen Schwerpunkt „Sportspielkulturen erfolgreich gestalten“ wird es darum gehen, im Bereich der Sportspiele Neuland im Zusammenhang mit „Erfolgskulturen“ zu erschließen. Welche Einflüsse der mannschaftliche Erfolg eines Sportspielteams dabei auch auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens haben kann, dürfte bei der Fußball-WM im eigenen Land augenfällig geworden sein. Prof. Dr. Dr. Gerhart von Graevenitz, Rektor der Universität Konstanz, sieht interessante Parallelen mit dem Wissenschaftsbereich: „Erfolgskulturen spielen auch an einer „Elite-Universität“ eine wichtige Rolle. Gerade hier ist es notwendig, entsprechende förderliche Strukturen aufzubauen. Erfolgreiche Forschung und Erfolgskulturen sind heute nur noch in internationalem Maßstab denkbar. Integration unterschiedlicher „Kulturen“, um gemeinsam erfolgreich zu handeln, ist eine Herausforderung für den Sport wie für die Wissenschaft. Gerade ein globales, interkulturelles Phänomen wie der Sport bietet wissenschaftliche Erkenntnismöglichkeiten, wie Erfolgskulturen in Teams entstehen können, aber auch etwa, wie Sport als kulturelles Integrationsfeld genutzt werden könnte.“ Parallelen zu „Erfolgskulturen“ in der Wirtschaft beleuchtet der erste Hauptvortrag von Prof. Dr. Frank Hänsel. „Die Strukturen der Sieger“ untersucht Prof. Dr. Stefan König von der PH Weingarten unter dem Aspekt, didaktische Handlungsperspektiven für die Trainer- und Lehrerausbildung zu entwickeln. Aber nicht nur „reine“ Wissenschaftler ergreifen in Konstanz das Wort. Mit Stelian Moculescu (ehemaliger Nationalertrainer Volleyball, Trainer VfB Friedrichshafen) und Bernhard Peters (ehemaliger Nationaltrainer Hockey, Direktor für Sport- und Nachwuchsförderung bei der TSG 1899 Hoffenheim) verraten zwei überaus erfolgreiche Praktiker ihre Philosophie des Erfolges. Die dvs-Kommissionen Tennis, Fußball und Sportspiele haben bei ihrer letztjährigen Veranstaltung in Flensburg den Konstanzer Sportwissenschaftler Prof. Alexander Woll um die Ausrichtung dieser im Bereich Sportspielforschung zentralen Veranstaltung gebeten. Für einen relativ kleinen sportwissenschaftlichen Fachbereich, wie ihn die Universität Konstanz mit gerade mal zwei Professuren darstellt, ist eine solches Symposium natürlich eine besondere Herausforderung, die die Bündelung vieler Kräfte nötig macht und nur mit der Unterstützung externer Sponsoren wie Premiere oder dem DFB zu leisten ist. „Ohne ein hochmotiviertes Team wäre eine solche Veranstaltung nicht zu organisieren“ lobt Professor Woll die gute Zusammenarbeit von Hoch-schulsport, Sportwissenschaft und der neu geschaffenen Stelle für Ver-anstaltungsmanagement an der Uni-versität Konstanz. Für das Organisaionsteam um die beiden Veranstalter Prof. Dr. Woll und Dr. Klöckner stellt sich die Frage „Läßt sich Erfolg vorprogrammieren?“ in diesem Falle gleich doppelt. Weitere Informationen: [[www.sportspielsymposium.de]]