Der adh blickt auf ein halbes Jahrhundert Frauensportpolitik zurück und hat in dieser Zeit viel für die Frauen im Hochschulsport erreicht. Die Ressortverankerung Frauen im Vorstand und immer wieder neue Projekte, wie das gerade zu Ende gegangene Mentoring Projekt zeugen von erfolgreicher Arbeit auf diesem Gebiet. ((<kongress vom bis dezember in berlin stattgefundene kongress women zog international vergleich und bilanz über partizipation von frauen führungspositionen den unterschiedlichsten organisationen des nationalen internationalen sports sowie prozess gender mainstreaming. bei dieser veranstaltung wurden neueste forschungserkenntnisse zur geschlechterverteilung zu aufgaben einflüssen männern verschiedenen führungsebenen sportorganisationen vorgestellt. mit der präsentation praxisprojekten galt es darüber gelungene möglichkeiten wie führungsanteil erhöht werden kann.>kongress1.jpg))Das wissenschaftliche Programm des Kongresses, der unter der Schirmherrschaft des Weltrates für Sportwissenschaft und Leibes-/Körpererziehung stand, gliedert sich in Hauptreferate und Posterpräsentationen. Hochkarätig aus aller Welt wurden in diversen Vorträge die Unterrepräsentanz der Frauen in den Führungsgremien der Sportverbände analysiert und dargestellt. Frauen aus dem Sportausschuss des Bundestages sowie des Bundesministeriums BMFSFJ und des Bundesausschuss für Frauen im Sport äußerten sich am Abend des zweiten Tages in einer Podiumsdiskussion speziell zu diesem Thema. Der adh war als Best Practice Beispiel des Projektes „Frauen an die Spitze“ mit seinem Projekt-TANDEM durch die Bildungsreferentin Inken Behrens und Britt Dahmen (Frauenausschuss) erfolgreich vertreten. Das Projekt „Frauen an die Spitze“, dass die Geschlechterverhältnisse und die Situation von Frauen in Führungspositionen des Deutschen Sports untersuchte, fand in diesem Rahmen seinen Abschluss. ''Frauen sind in den Führungspositionen des Sports international unterrepräsentiert'' Hintergrund der Tagung war der außerordentlich geringe Frauenanteil in den Führungsgremien des Sports: Während 40% der Mitglieder in den Sportvereinen Frauen sind, beträgt ihr Anteil in den Leitungspositionen des deutschen Sports unter 10%. Der Fokus der Tagung lag auf den Gründen für diese Schieflage. ((<kongress2.jpg))Die Vorträge der internationalen WissenschaftlerInnen und die Diskussionen aller Fachleute – aus Wissenschaft und Praxis- machten deutlich, dass ein geringer Frauenanteil in den Führungsgremien des Sports nicht nur in Deutschland, sondern in fast allen Ländern der Welt besteht. Die Präsentationen der ReferentInnen aus 8 verschiedenen Ländern, wie auch die deutsche Studie „Frauen an die Spitze“ von Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, Prof. Dr. Dr. Gertrud Pfister und Sabine Radtke zeigten verschiedene Erklärungsansätze für den geringen Frauenanteil: Zum einen wurde die mangelnde Zeit für eine ehrenamtliche Tätigkeit neben Familie und Beruf häufig als Grund genannt, zum anderen sind die Strukturen in den Führungsgremien vielfach von Männern geprägt und deshalb für Frauen nicht attraktiv. Darüber hinaus wurde vielfach angeführt, dass männliche Funktionäre das Engagement von Frauen in der Führungsebene aktiv verhindern, Frauen sich anderseits teilweise nicht zielstrebig und durchsetzungsfähig genug zeigen. Neben der Frage nach den Ursachen standen auch mögliche Strategien zur Erhöhung der Frauenquote im Mittelpunkt der dreitätigen Konferenz. Eine vorgeschlagene Maßnahme war die Einführung einer Frauenquote. Als Beispiel wurde das IOC angeführt, das seinen nationalen Verbänden eine Frauen-Mindestquote von 10 Prozent bis zum Jahre 2000 und 20% bis zum Jahre 2005 empfohlen hat. Als weitere Schritte wurden eine Begrenzung der Amtsdauer, intensiveres Mentoring und Monitoring im Bezug auf die Geschlechterverteilung diskutiert sowie die Durchführung von mehr Forschungsprojekten zu diesem Thema gefordert. Ferner sollen Fortschritte verstärkt anerkannt, positive Ansätze mehr gefördert und Organisationen, die die Zielvorgaben eines erhöhten Frauenanteils erreichen, honoriert werden. Darüber hinaus ging es in der Tagung auch um die Möglichkeiten der Implementierung in den Verbänden der TeilnehmerInnen. Insgesamt zeigte der Kongress eine gelungene Zusammenarbeit der Experten aus Wissenschaft und Praxis, aus der nicht nur eine Stärkung der nationalen wie auch internationalen Netzwerke und ausgezeichnete Ergebnisse resultieren, sondern auch nachhaltige Impulse. Eine Teilnehmerin äußerte sich nach der Tagung folgendermaßen „Meine Motivation, mich weiterhin im Ehrenamt zu engagieren, hatte in der letzten Zeit sehr nachgelassen. Die vielen Kämpfe haben enorm Kraft gekostet. Da waren die letzten Tage ein wahrer Aufladevorgang! Ich werde meine Entscheidung, nicht mehr ehrenamtlich in den Sportorganisationen mitzuarbeiten, noch einmal überdenken. Ich sehe mittlerweile Ziele, für die zu arbeiten es sich lohnt.“ Äußerungen wie diese zeugen vom großen Erfolg des Kongresses und unterstreichen die Bedeutsamkeit der Ausweitung von Forschungsprojekten und nachfolgender internationaler Kongresse zu dieser Thematik.</kongress>