28.09.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Karlsruher Hochschulen werden 'Partnerhochschulen des Spitzensports'

Die Karlsruher Hochschulen, das Studentenwerk Karlsruhe und der und Olympiastützpunkt Rhein-Neckar schließen am heutigen 28.09.2005 mit dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband ein Kooperationsabkommen und werden damit „Partnerhochschulen des Spitzensports“.

Für Athletinnen und Athleten verbinden sich sportliche Höchstleistungen durch Training, Wettkampfvorbereitungen und Wettkämpfe mit einem hohen zeitlichen Aufwand. Meistens wird Leistungssport in einem Lebensabschnitt betrieben, in dem zeitgleich Grundlagen für eine spätere berufliche Karriere gelegt werden. ''Vertragsunterzeichnung der Partner'' Um die Rahmenbedingungen für Spitzensportlerinnen und -sportler während des Studiums zu verbessern, unterzeichneten heute Prof. Dr. Horst Hippler, Rektor der Universität Karlsruhe, Prof. Dr. Liesel Hermes, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, Prof. Dr. ((<karlsruhe.jpg;))Karl-Heinz Meisel, Rektor der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, eine Kooperationsvereinbarung mit Christoph Steinbach, stellvertretender Geschäftsführer des Olympiastützpunkts Rhein-Neckar und dem adh-Generalsekretär Olaf Tabor. Die drei Karlsruher Hochschulen werden somit offiziell „Partnerhochschulen des Spitzensports“. Hartmut Igney, Geschäftsführer des Studentenwerks Karlsruhe, konnte den Termin nicht wahrnehmen und hatte daher die Vereinbarung bereits zu einem früheren Zeitpunkt unterschrieben. ''Bessere Rahmenbedingungen für studierende SpitzensportlerInnen - Leistungen seitens der Vertragspartner'' Die nun vertraglich vereinbarten Fördermaßnahmen dürfen A-, B- oder C-Kaderathleten des Olympiastützpunkts Rhein-Neckar in Anspruch nehmen wie auch nationale Sportverbände, die dem Kooperationsabkommen noch beitreten können. Während des Studiums stellen die Hochschulen den Athletinnen und Athleten persönliche Fachberater und Mentoren zur Seite, die sie individuell in allen Fragen des Studiums beraten und sie auch in Konfliktfällen unterstützen. Auch werden sich die Hochschulen bemühen, die Studienplanung für die Athleten zu flexibilisieren, beispielsweise in Bezug auf Anwesenheitszeiten, Prüfungstermine, die Gewährung von Urlaubssemestern sowie die Möglichkeiten, Fehlzeiten nachzuarbeiten oder das Studium auch in Teilzeit zu absolvieren. Ebenso dürfen die Athletinnen und Athleten die Sportanlagen der Hochschulen kostenfrei nutzen. Die einzelnen Fakultäten der Hochschulen sollen die leistungssportspezifischen Aktivitäten von Bewerbern in Auswahl- bzw. Eignungsfeststellungsverfahren angemessen berücksichtigen. Auch bei der Entscheidung über die Zulassung zum Studium werden die Hochschulen darauf achten, dass den Athleten kein Nachteil durch ihr leistungssportbezogenes Engagement entsteht. Das Studentenwerk Karlsruhe wird sich um die Bereitstellung geeigneten Wohnraums für die Athleten kümmern und diesen eine bedarfsgerechte Verpflegung anbieten. Der Olympiastützpunkt Rhein-Neckar wird den Bundeskaderathletinnen und -athleten einen Laufbahnberater als zentralen Ansprechpartner vor Ort zur Seite stellen, der gleichzeitig Ansprechpartner für die Verbände, das Studentenwerk und die Mentorinnen und Mentoren der Hochschulen ist. Über die Laufbahnberatung wird der Olympiastützpunkt die individuelle Studien- und Sportplanung der Athletinnen und Athleten regelmäßig mit den Verbänden und den Verantwortlichen der Hochschulen abstimmen. Der Olympiastützpunkt Rhein-Neckar wird auch alle Bundeskaderathleten über die Fördermöglichkeiten durch das Kooperationsabkommen an den drei Karlsruher Hochschulen informieren. Sollten dem Kooperationsabkommen weitere Sportverbände beitreten, verpflichten sich diese, ihre Athletinnen und Athleten auf die Fördermöglichkeiten an den drei Karlsruher Hochschulen hinzuweisen und die Terminplanung frühzeitig mit den Partnerorganisationen abzustimmen. In ihren Publikationen werden sie regelmäßig über die Hochschulen und die sportlichen Erfolge der dort studierenden Leistungssportler berichten. Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) wird in seinem Wirkungskreis über die verbesserten Rahmenbedingungen für Leistungssportler an den drei Karlsruher Hochschulen informieren. Kaderathleten, die an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilnehmen, wird er organisatorisch und fachlich betreuen und sich um die versicherungsrechtlichen Belange kümmern. In den eigenen Publikationen und gegenüber den Hochschulen wird der adh über die Ergebnisse der Kooperationsvereinbarung berichten, was die Leistungen der Spitzensportler bei nationalen und internationalen Hochschulsportwettkämpfen und -meisterschaften einschließt. Die geförderten Athletinnen und Athleten verpflichten sich, in Abstimmung mit dem adh und dem nationalen Sportverband bei Hochschulmeisterschaften, Universiaden und Studierendenweltmeisterschaften für die Karlsruher Hochschulen anzutreten und die Hochschulleitungen über ihr Abschneiden zu informieren. Während ihres Studiums übernehmen sie auch repräsentative Aufgaben für die Karlsruher Hochschulen und erklären sich bereit, nach ihrem Studienabschluss aktiv an der Beratung von studentischen Spitzensportlern mitzuwirken. ''Studium und Spitzensport im Einklang: Der Weg zu einer erfolgreichen Lebensplanung'' Das Kooperationsabkommen gilt zunächst bis 31. Dezember 2008 – mit verschiedenen Optionen zu dessen Fortsetzung. „Es ist sehr erfreulich“, so Rektor Prof. Dr. Karl-Heinz Meisel, „dass wir heute ein derart umfangreiches Abkommen zur Förderung des Spitzensports an Karlsruher Hochschulen abschließen können. Wir ermöglichen damit jungen Menschen, ihre Aktivitäten im Hochleistungssport wesentlich besser mit den Anforderungen eines Hochschulstudiums in Einklang zu bringen – ein ganz wesentlicher Beitrag, um ihnen neben der sportlichen Karriere auch eine erfolgreiche Gestaltung der Berufs- und damit auch der Lebensplanung zu ermöglichen.“