Lohn der ersten überzeugenden Leistungen in Belgrad ist für die Mannschaft um Bundestrainer Kay Vesely ein wettkampffreier Tag am heutigen Samstag, der für alle nicht direkt für das Finale Qualifizierten noch einmal die Chance eröffnet, sich über die Zwischenläufe einen Platz unter den besten neuen Startern einer Disziplin zu sichern. Torsten Lubisch lieferte im Einer-Kajak sowohl über 500m als auch über 1000m eine gute Leistung ab und kontrollierte seine Vorläufe nach belieben. Als Sieger in beiden Rennen sind für ihn nun die mittleren Bahnen für die Finals reserviert. Lubisch selbstbewusst: „Im vergangenen Jahr bin ich hier bei den U23-Europameisterschaften zweiter geworden. Eine Medaille soll es auch dieses Jahr wieder werden. Gern auch mit einer anderen Farbe.“ ((<kzf_kanu_08.jpg;Die Besatzung des Frauen-Zweiers: Marina Schuck und Judith Hörmann))Marina Schuck konnte sich in ihrem K1-Vorlauf über 500m ebenfalls mühelos für das Finale qualifizieren und erreichte wenige Minuten später auch mit ihrer Partnerin Judith Hörmann im Zweier-Kajak durch Platz drei in einem kontrollierten Rennen das selbst gesetzte Ziel für das entscheidende Rennen am Sonntag. Ebenfalls ungefährdet, wenn auch mit etwas mehr Kraftaufwand nach einem völlig verpatzten Start des K2-Rennens über 500m, erreichten Norman Zahm und Charles Löhnitz ihre Finalläufe über beide Distanzen. „Mehr kann man an einem Auftakttag nicht erreichen,“ so Bundestrainer Vesely, der mit seinen Schützlingen sehr zufrieden sein konnte. Angesichts vieler noch unbekannter Namen in den Teams der bekannten Kanunationen wollte er sich aber nicht zu einer Prognose verleiten lassen. Dennoch geht er von einer guten Stimmung im deutschen Team aus, wenn es am Montag die Heimreise antritt. War im Vorfeld der Veranstaltung noch nicht erkennbar, mit welcher Leistungsstärke bei der 3. Studierenden-Weltmeisterschaft Kanurennsport gerechnet werden durfte, so zeichnet sich deutlich ab, dass insbesondere die Teams aus Ungarn, Weißrussland, Polen und Russland mit gut besetzten Booten an den Start gehen. Die deutschen Kanuten können sicher bei all ihren Finalrennen in die Medaillenvergabe eingreifen, aber die Konkurrenz in den benachbarten Bahnen wird es ihnen nicht leicht machen. Konzentrierte Leistungen und beherzte Rennen der deutschen Boote vorausgesetzt, stehen aber die Chancen auf einen positiven Abschluss der Regatta trotz einer schlechten Wettervorhersage gut.