Nach Lage der Dinge könnte die 17. Judo Weltmeisterschaft der Studierenden die aus deutscher Sicht erfolgreichster der Veranstaltungshistorie werden. Mit derzeit insgesamt fünf Finalteilnahmen bei sieben Starts kommen mit Gerhard Dempf ein Weltmeister und mit Claudia Malzahn, Jenny Karl, Katrin Beinroth sowie Ole Bischof vier Vize-Weltmeister aus dem deutschen Lager. ''Frauen -57 Kg'' Für die erfahrenste Kämpferin Karolin Kubatzki in der Mannschaft ging der Wettbewerb leider viel schneller zu Ende als erwartet. Bereits im ersten Kampf hatte sie es mit einer Polin zu tun, deren Kampfstil der Hannoveranerin gar nicht liegt. So musste sie sich der Gegnerin knapp nach Punkten geschlagen geben und beendete das Turnier nach nur einem Kampf. ''Frauen -63 Kg'' Mit Claudia Malzahn in der Gewichtsklasse bis 63 Kg errang eine der ganz jungen Athletinnen im Team nach hervorragenden Leistungen die Silbermedaille. ((<wm_judo8.jpg;Claudia Malzahn gewinnt Silber;))Auf dem Weg ins Finale schaltete sie starke Konkurrentinnen aus Kroatien, Italien und Brasilien aus. Durch die sicher geführten Kämpfe verschaffte sie sich schnell den Respekt ihrer Kontrahentinnen und stellte damit schon früh alle Weichen auf Medaillenkurs. Im Kampf um Gold traf sie auf Marie Pasquet aus Frankreich, der sie nach Punkten unterlag. Für Malzahn ist der Vize-Weltmeistertitel der bisher wohl größte Erfolg ihrer Karriere und sie freute sich sichtlich über die gelungene Vorstellung bei ihrer ersten Studierenden-Weltmeisterschaft. ''Männer -81 Kg'' Nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei der Universiade in Deagu 2003 war Ole Bischof nach Moskau angereist, um seine damalige Leistung zu bestätigen und die umstrittene Kampfrichterentscheidung, die ihm den Weg ins Finale verwehrte, auf sportliche Weise zu korrigieren. ((<wm_judo7.jpg;Ole Bischof: medaillendekoriert und stolz;))Auf dem Weg in das Finale von Moskau warteten allerdings schwere Gegner aus Weißrussland, Polen, der Schweiz und Usbekistan auf ihn. Die Aufgabe wurde nicht leichter, zumal sich Bischof bereits im zweiten Kampf gegen den Polen Andrze Karwacki an der Augenbraue verletzte und die Wunde geklebt werden musste. Dennoch konnte er diesen engen Kampf durch einen Haltegriff für sich entscheiden und gab sich auch gegen die nächsten Kämpfer keine Blöße. Im Kampf um die Krone wartete schließlich der koreanische Olympiateilnehmer Woo Young Kwon auf den Deutschen und weiß ihn in seine Schranken. Der Koreaner dominierte das Geschehen und gewann verdient die Goldmedaille. Doch auch Ole Bischof strahlte am Ende: „Geschafft. Besser platziert als in Deagu.“ Am dritten Wettkampftag geht bei den Leichtgewichten nur ein deutscher Starter auf die Matte. Boris Trupka startet in der Gewichtsklasse bis 60 Kg und wird lautstark vom deutschen Team unterstützt.