Das Aus kommt für Alina Heck im Halbfinale des Damen-Einzel bei den DHM Tischtennis, die am Wochenende in Darmstadt ausgetragen wurden, nicht überraschend. Die Spielerin des SV Darmstadt 98 war nach der Niederlage gegen Irene Ivancan (Ansbach) sogar zufrieden: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut gegen sie spiele.“ Denn leicht hatte es Ivancan – die Nummer sieben in Deutschland spielt beim Bundesligisten SV Böblingen und kam schon in der Nationalmannschaft zum Einsatz – nicht gegen die Einundzwanzigjährige von der Wettkampf-Gemeinschaft Darmstadt. Heck behauptete sich gut gegen die Abwehrspielerin. Sie gewann den ersten und vierten Satz, gab ihre Führung im sechsten ab, so dass sie am Ende 2:4 gegen die Favoritin verlor. Zuvor hatte Heck ebenfalls Platz drei im Doppel mit ihrer Teamkameradin vom SV 98, Kathrin Weigelt erreicht, nachdem sie im Halbfinale 1:3 gegen Desirée Czajkowski aus Münster und Christine Apel (Frankfurt/Kassel) ausgeschieden waren. ((tite1-07.jpg)) Rund 100 Studenten von 35 Hochschulen waren zu den Titelkämpfen nach Darmstadt gekommen. Darunter bekannte Namen wie etwa die aktuelle Nummer 22 der deutschen Rangliste, Nico Stehle (Mainz), der früher mit Europameister Timo Boll (Höchst) beim TTC Gönnern spielte. Mit seinem 4:1-Finalsieg im Einzel über Sven Müller (Heidelberg) hat Nico Stehle einen wichtigen Schritt in Richtung Universiade gemacht, die am 8. August in Bangkok beginnt. Zum ersten Mal ist Tischtennis dann fester Bestandteil der Wettkämpfe, zu der insgesamt rund 10.000 Teilnehmer erwartet werden. Der Einzug ins Halbfinale in Darmstadt ist neben einem guten Ranglistenplatz (in Deutschland besser als 20 / in der Welt besser als 150) oder dem Erreichen der Runde der besten Acht beim Top-16 Turnier des Deutschen Tischtennis-Bundes eine Möglichkeit, die Nominierungskriterien zu erfüllen. Bei den Hochschulmeisterschaften waren diesmal jedoch deutlich weniger Spieler gemeldet als erwartet, gibt Ines Lenze, Disziplin-Chefin für Tischtennis im adh zu. Roland Joachim, Leiter des Hochschulsports in Darmstadt erklärte: „Das liegt wohl daran, dass wir keine adäquate Unterbringung anbieten konnten.“ Die Sportler mussten sich oft selbst um ihre Unterbringung in Jugendherbergen, Hotels oder gar im Zelt kümmern. In Dieburg auf dem Campus, wo die Titelkämpfe eigentlich hätten stattfinden sollen, wäre das kein Problem gewesen, sagte Joachim, aber dort war das Dach der Halle undicht. Also mussten die Meisterschaften in die Sporthalle im Bürgerpark verlegt werden, wo es aber keine Schlafmöglichkeiten gibt. Hochschule und Stadt hätten keine Alternativen geschaffen, klagte Joachim. Und das hatte Konsequenzen. „Die Hobbysportler sind nicht da“, sagte Lenze. „Das macht die Veranstaltung zwar hochklassiger, aber die Breite fehlt.“ Dieser Umstand drückte auch bei den Spielern auf die Stimmung. Zwar lobte Heck Professionalität, Organisation sowie den Spielort. „Aber die Stimmung ist nicht so gut wie im letzten Jahr in Dortmund“, stellte sie fest. Die Enttäuschung steht auch dem Darmstädter Dennis Haberle (TTC Elz) ins Gesicht geschrieben, nachdem er im Viertelfinale gegen Martin Dietrich (Berlin) ausgeschieden ist. Der Regionalliga-Spieler hatte sich „mehr erhofft, zumindest das Halbfinale“. „Aber ich bin schwer ins Spiel gekommen“, erklärte der Einundzwanzigjährige, der im Doppel mit Thomas Knossalla (WG Gießen) auf Platz drei landete. Im Mannschaftsfinale der Herren am Freitag hatte das Darmstädter Team nur knapp gegen die Kölner verloren. Nach einem Gleichstand (8:8) sicherten sich die Rheinländer den Sieg nur aufgrund der besseren Satzdifferenz (plus zwei). Andrea Stütz Darmstädter Echo, 18. Juni 2007 [[>Tischtennis_Ergebnisse_DHM2007.pdf;Die Ergebnisse zum Download]]