((<lurz_startblock.jpg;Thomas Lurz geht für den adh baden;)) Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) lud am 04. August 2005 zu einem Pressegespräch in die Frankfurter Ballsporthalle ein. Anlass war der kurz bevorstehende Aufbruch des deutschen Universiade-Teams nach Izmir, wo in diesem Jahr vom 11. bis 21. August 2005 die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt stattfinden wird. „Die Saison ist bisher gut gelaufen – vielleicht kann ich meinen Erfolg in Izmir fortführen“, hofft der Schwimmer Thomas Lurz (FH Würzburg-Schweinfurt), der erst vor wenigen Wochen in Montreal Weltmeister über 5.000 m wurde. Neben dem Goldmedaillengewinner nahmen der Stabhochspringer Björn Otto (Uni Köln), die Hochspringerin Ariane Friedrich und die Basketball-Hoffnung Sandra Weber, beide Uni Frankfurt, Platz. Weber hatte erst kürzlich einen Vertrag beim BC Marburg unterschrieben, wonach sie ab der kommenden Saison in der Ersten Bundesliga spielen wird. „Ziele hat man immer, sonst würde man nicht an Universiaden teilnehmen“, erklärt Björn Otto, der schon zum vierten Mal mit dem adh zur Universiade fährt und mindestens an seiner Drittplatzierung bei der Universiade 2003 in Daegu (Südkorea) anknüpfen möchte. Das Flair der Universiade sei beinahe wie bei den Olympischen Spielen und man habe die Chance, internationale Erfahrungen zu sammeln, so Otto. Ähnlich betrachtet dies auch Thomas Lurz, der 2001 die Universiade in Beijing (China) als eine internationale Großveranstaltung erlebte, die den Olympischen Spiele gleich kommt. Anders als bei den beiden Damen sieht der Wettkampfsportreferent des adh, Thorsten Hütsch, bei Lurz und Otto gute Medaillenchancen. Für Friedrich hingegen gehe es primär nicht darum Edelmetall zu erringen. Wichtiger sei es, internationale Erfahrungen zu sammeln, um sich im Leistungssport ideal weiterentwickeln zu können. Erstmals seit 1993 wird 2005 wieder ein Frauen-Basketballteam mit zu einer Universiade fahren. „Hier muss sich das Team erst bilden. Das ist ein Prozess, der erst nach einiger Zeit Früchte tragen und Medaillen bringen wird“, vermutet Hütsch. Der Generalsekretär des adh, Olaf Tabor, stellte die besondere Bedeutung des adh im Hinblick auf die Förderung von Nachwuchsathleten und -athletinnen heraus: „Es muss nicht immer eine Medaille sein. In jedem Falle bringen auch Top-Ten-Platzierungen und persönliche Bestleistungen innerhalb eines so hochklassigen Wettbewerbes die Athleten in ihrer Gesamtentwicklung weiter. An dieser Stelle nimmt der adh eine entscheidende Rolle im Rahmen der Leistungsentwicklung der Nachwuchsathleten im deutschen Sport ein.' Aufgrund der Bombenattentate in der Türkei war auch das Thema „Sicherheit“ von Belang: Der adh hat sich mit dem BKA, dem Auswärtigen Amt und der Bundespolizei in Verbindung gesetzt und einen Maßnahmenkatalog aufgestellt, der Sicherheitsmaßnahmen für das deutsche Team umfasst. Die Anschläge in der Türkei seinen nicht mit der Universiade in Verbindung zu bringen, so Olaf Tabor. Trotzdem werden die Teammitglieder in einem Briefing auf zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen aufmerksam gemacht und zu deren Einhaltung aufgerufen.