Im Sickergrund-Stadion Kitzingen will sich am Freitag, 22. Juni, um 18.30 Uhr die deutsche Studentinnen-Nationalmannschaft der Fußballerinnen in einem Länderspiel gegen die Vertretung Polens den Feinschliff für die Universiade in Thailand holen. Gleichzeitig wird während des dreitägigen Lehrgangs von Bundestrainer Norbert Düwel (München) das endgültige Aufgebot bestimmt, das vom 07. bis 21. August die deutschen Farben bei der zweitgrößten Sportveranstaltung der Welt vertreten wird. Das offizielle Länderspiel dient zudem einem guten Zweck: Den Erlös will Mit-Organisator Dietmar Werner der Christoffel-Blindenmission in Nepal zugute kommen lassen. Lange hat es gedauert, ehe sich Deutschlands beste Fußball-Studentinnen die Fahrkarte nach Bangkok sichern konnten. Nach dem schwachen Abschneiden des deutschen Teams bei der Sommer-Universiade in Daegu/Südkorea von vier Jahren (9. Platz) wollten weder der Deutschen Fußball-Bund (DFB) noch der adh eine Auswahl nach Thailand schicken. Zumal 2003 einige Bundesligavereine ihren Spielerinnen keine Freigabe erteilten und deshalb die Elite-Kickerinnen fehlten. Doch nach den letzten – erfolgreichen – Länderspielergebnissen und den Lehrgängen hat sich die anfangs ablehnende Haltung der Verantwortlichen geändert. Thorsten Hütsch, Wettkampfreferent des adh: „Der DFB hat klare Richtlinien: Nur wenn eine Mannschaft reelle Halbfinalchancen besitzt, unterstützt der Verband ideell und vor allem finanziell dieses Team.“ So wurden von der Sepp-Herberger-Stiftung 30 000 Euro für das „Unternehmen Medaille“ locker gemacht. 22 Fußballerinnen aus der ersten und zweiten Liga werden vom 22. bis 24. Juni um die 18 Tickets nach Thailand kämpfen: Dem Länderspiel gegen die ebenfalls qualifizierten Polinnen folgt ein Lehrgang mit Bundestrainer Norbert Düwel. Im Sporthotel Polisina in Ochsenfurt werden die Spielerinnen auf ihre Gruppengegner in Bangkok vorbereitet: Gastgeber Thailand, Favorit Nordkorea und Irland spielen bei rund 35 Grad und 90 bis 95 Prozent Luftfeuchtigkeit gegen die adh-Crew. Insgesamt 16 Teams kämpfen um die Goldmedaillen. Rund 10 000 Sportlerinnen und Sportler werden in der Millionen-Stadt wetteifern. ((IMG_9839.jpg)) Die deutsche Studentinnen-Nationalmannschaft mit (hinten, von links:) Carolin Preis (München), Ivonne Hartmann (Jena), Annika Fröhlich (Hagen), Irmela Koch (Köln), Nadine Vogt (Heilbronn) und Anna Bornhoff (Bayreuth) sowie (kniend, von links) Carina Breunig (Würzburg), Sabrina Schmutzler (Jena), Griseldis Meißner (Jena), Julia Kremser (München) und Ines Rechl (München). Artikel von Peter Breunig für die Mainpost Würzburg