14.09.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Gemeinsam stark für den deutschen Sport: Fusion NOK und DSB nur noch Formsache

Dass DSB und NOK die Absicht haben zu fusionieren, ist bekannt. Inzwischen haben sich die beiden Dachorganisationen des deutschen Sports auf den Entwurf einer gemeinsamen Satzung festgelegt. Harald Pieper, Pressesprecher des DSB, äußert sich zu Hintergründen und Zielen der Fusion.

Die beiden Dachorganisationen des deutschen Sports, das Nationale Olympische Komitee [[http://www.nok.de]] und der Deutsche Sportbund [[http://www.dsb.de]], haben sich in den letzten Monaten auf den Entwurf einer neuen gemeinsamen Satzung als Voraussetzung für eine Fusion geeinigt. Harald Pieper, Pressesprecher des DSB, erklärte die Wichtigkeit dieser Fusion: 'Ziel ist es, unsere Kräfte zu konzentrieren und die politische Schlagkräftigkeit zu verbessern. Wir haben 27 Millionen Mitglieder, die noch besser unterstützt und vertreten werden müssen.' Ein weiterer Grund für eine Fusion ist der finanzielle Aspekt. 'Zwar kann man eine Zusammenlegung in Zahlen nicht genau ausdrücken, die Einsparungsmaßnahmen liegen aber auf der Hand. Außerdem ermöglicht diese Fusion einen enormen Abbau an Bürokratie', so Pieper weiter. An ein Scheitern bei der Abstimmung beider Verbände, die am 10. Dezember bei außerordentlichen Vollversammlungen stattfinden sollen, glaubt man nicht. 'Wir haben uns sehr lange auf die Fusion vorbereitet. Eine Ablehnung wäre für den deutschen Sport eine Katastrophe. Wir würden uns gegenüber unseren Verhandlungspartnern, sei es die Regierung oder möglichen Sponsoren, lächerlich machen. Die Einflussnahme des deutschen Sports würde deutlich sinken.' Einen 'Plan B' gibt es nicht. Laut Pieper würden bei einer Ablehnung beide Verbände wie gehabt weiter existieren. Der Zeitplan ist genau definiert. Am 10. Dezember soll die Abstimmung über die neue Satzung stattfinden. Bei einem positiven Ausgang würden beide Präsidien bis Mai 2006 weiter existieren, 'auch um die Arbeit bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin nicht zu behindern', so Pieper. Am 20. Mai 2006 sollte dann der neue 'Deutsche Olympische Sportbund' (DOSB) mit seinem neuem Präsidium gegründet werden. 'Über einen neuen Präsidenten haben wir uns noch keine Gedanken gemacht. Der jetzige DSB-Präsident, Manfred von Richthofen, wird nicht mehr zur Verfügung stehen. Ich denke, dass bis Ende Mai ein Diskussionsprozess die Favoriten herauskristallisieren wird', so Pieper. Quelle: DSB-Pressetext