12.07.2004 | Kategorie: Archiv , 2004 ,

Fußball Studentinnen-Nationalmannschaft in Wroclaw

Auch in diesem Jahr ist der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband der Einladung des polnischen Hochschulsportverbandes (azs) zu einem Länderspielvergleich vom 3.-5. Juli 2004 in Wroclaw gefolgt.

''Gute Stimmung auf und neben dem Spielfeld'' ((<frauenfussball.jpg))Auch in diesem Jahr ist der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband der Einladung des polnischen Hochschulsportverbandes (azs) zu einem Länderspielvergleich vom 3.-5. Juli 2004 in Wroclaw gefolgt. Dies war der dritte Länderspielvergleich innerhalb der vergangenen drei Jahre. Man kann also fast schon von einer kleinen Tradition sprechen, wenn sich eine deutsche und eine polnische Studentinnen Fußballauswahlmannschaft zu einem Länderspiel trifft. Der ersten Begegnung im Juni 2002 in Jena folgte die Gegeneinladung im Mai 2003 nach Wroclaw, wo unser Team die gemeinsamen Tage zur Universiadevorbereitung nutzte. In diesem Jahr hatte Adam Roczek, Leiter des azs in Wroclaw, ursprünglich noch größere Pläne und wollte ein internationales Studentinnen Fußballturnier parallel zur Europäischen Hochschulmeisterschaft der Männer anbieten. Das Studentinnen Fußballturnier kam aufgrund zahlreicher Absagen jedoch nicht zustande, so dass wir uns wieder ganz dem bilateralen Austausch widmen konnten. Anouschka Bernhard, Trainerin unserer Studentinnen Nationalmannschaft, und Lutz Hangartner, Disziplinchef Fußball im adh, hatten bei der Zusammenstellung des deutschen Teams mit zahlreichen verletzungs- und studienbedingten Absagen zu kämpfen. Letztlich konnten jedoch noch einige hervorragende Fußballerinnen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Bayreuth (Kleinfeld) und Göttingen (Großfeld) gesichtet und nachnominiert werden. Auf dem Papier war unsere Mannschaft in jedem Fall schwächer besetzt als noch im vergangenen Jahr. Einige der noch sehr jungen Regionalligaspielerinnen, die Anouschka Bernhard berufen hatte, verfügen jedoch über ein gutes Entwicklungspotential, so dass eine erste internationale Aufgabe gerade recht kam. Für die Polen hatte das Länderspiel sehr große Bedeutung. Eine Radio Liveübertragung sowie Fernsehberichterstattung in Ausschnitten dokumentierten dies eindrucksvoll. Die polnische Studentinnen Nationalmannschaft ist auf zehn Positionen deckungsgleich mit der Clubmannschaft von AZS Wroclaw, die in diesem Jahr zum vierten mal in Folge polnischer Frauenfußballmeister wurde und jetzt im UEFA-Cup der Frauen die polnischen Fahnen vertritt. Wer die Polinnen und ihre 'robuste' Spielweise aus den Vorjahren kannte, sah das deutsche Team daher nicht unbedingt als Favorit, obwohl die adh-DFB-Auswahl in den beiden letzten Jahren mit 5:1 und 2:0 stets die Nase deutlich vorn hatte. Die Vorbereitung unserer Truppe war auch nicht in allen Punkten optimal. Schon die über zehnstündige Anreise im Minibus am Samstag und die späte Ankunft in Wroclaw, die einiges an Organisationsgeschick der Delegationsleitung und Flexibilität bei den Spielerinnen forderte, war alles andere als Leistungsfördernd. Dennoch konnte dieser Anreisetag gut genutzt werden um die 'Neuen' kennenzulernen oder mit den alten Bekannten Universiadeerinnerungen auszutauschen. Am Sonntag stand nach dem Frühstück das erste gemeinsame Training der neuen Mannschaft auf dem Programm. Anouschka Bernhard hatte gerade mal zwei Stunden Zeit, um das Team zu studieren und eine Formation für den Nachmittag zu finden. Mit Lena Hohlfeld, Daniela Held, Denise Gorges, Yvonne Hartmann, Sabine Stampf und Anne Henneberg standen dabei noch sechs Spielerinnen des Universiadekaders zur Verfügung. Diese Spielerinnen waren es auch, die beim Länderspiel, das am Sonntag Nachmittag um 16:30 Uhr angepfiffen wurde und bei idealen äußeren Bedingungen stattfand, das Gerüst der Mannschaft bildeten. Aber auch die Neulinge im Team wussten zu überzeugen und hielten spielerisch und vor allem auch kämpferisch gut dagegen. Lohn war die 1:0 Pausenführung. In der 28. Minute wurde Sabine Stampf in aussichtsreicher Position im Strafraum gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Yvonne Hartmann sicher und unhaltbar halbhoch ins linke Eck. In der zweiten Halbzeit wurde der Druck der eingespielten Mannschaft des azs immer stärker, so dass die Verantwortlichen auf deutscher Seite mehrfach tief durchatmen mussten. Die wiederholt sehr gut vorgetragenen deutschen Entlastungsangriffe hätten jedoch fast auch noch ein weiteres Tor unserer Mannschaft ermöglicht. Am Schluss konnte das adh-DFB Team mit dem 1:0 Sieg aber hoch zufrieden sein. Nach getaner Arbeit war am Sonntag Abend feiern angesagt. Zusammen mit den männlichen Teams der Europäischen Hochschulmeisterschaften wurde ein ganzes Lokal mit Biergarten im Stadtkern von Wroclaw reserviert. Auf der Videoleinwand verfolgten dann alle Aktiven, auch die Hochschulteams aus Griechenland und Portugal, das EM-Finale. Die Stimmung bei den Griechen war spätestens nach dem Schlusspfiff nicht mehr zu toppen. Für unserer Frauen stand am Montag Morgen noch ein Trainingsspiel mit den Polinnen bei reduzierter Spielzeit von zweimal 30 Minuten auf dem Programm. Danach wurden die Koffer wieder gepackt und die lange Rückreise angetreten. Als der Großteil der Mannschaft in Jena auseinander ging, waren sich wohl alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber einig, dass die Mannschaft in dieser Zusammensetzt auf und neben dem Spielfeld richtig gut harmoniert hat und dass jeder Einzelne gerne wieder für Maßnahmen der Studentinnen Nationalmannschaft bereit steht. Noch im Herbst diesen Jahres solle es eine solche Maßnahme geben. Termin, Ort und Gegner stehen noch nicht fest. Der adh sowie alle Aktiven bedanken sich recht herzlich beim DFB sowie dem Bundesverwaltungsamt für die hervorragende finanzielle und logistische Unterstützung. Wir hoffen, dass derartige studentische Austauschmaßnahmen auf Leistungssportebene auch in Zukunft unterstützt werden können. gez. Thorsten Hütsch Wettkampfsportreferent im adh und Delegationsleiter in Wroclaw Anbei die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Wroclaw in der Übersicht Name Vorn. Hochschule 1 Hohlfeld Lena Uni Potsdam 2 Schmetz Ulrike LMU München 3 Manthey Birgit DSHS Köln 4 Sommer Sandra HU Berlin 5 Held Daniela WG Erlangen-Nbg. 6 Leufke Stephanie Uni Freiburg 7 Pioch Anja Uni Leipzig 8 Gorges Denise DSHS Köln 9 Hartmann Yvonne Uni Jena 10 Stampf Sabine Examen (Vorher Uni Jena) 11 Henneberg Anke Uni Jena 12 Leuschner Ute Uni Freiburg 13 Natterer Ingrid Uni Freiburg 14 Schwarz Saskia Uni Jena Hütsch Thorsten Delegationsleiter Bernhard Anouschka Trainerin Strathmann Matthias Physiotherapeut