27.08.2004 | Kategorie: Archiv , 2004 ,

Fußball: 'Golden Girls' gewinnen Bronze

Das Frauenfußball-Team mit sechs Studentinnen und einer Absolventin im Team gewinnen das kleine Finale gegen Schweden und holten Bronze.

Dank der überragenden Torhüterin Silke Rottenberg haben sich die deutschen Fußball-Weltmeisterinnen nach dem verpassten goldenen Double mit der olympischen Bronzemedaille getröstet. Das DFB-Team besiegte im 'kleinen Finale' Schweden mit 1:0 (1:0). 'Wir wollten auf keinen Fall mit der goldenen Ananas nach Hause fahren. Diesen Lorbeerkranz wollte ich unbedingt auf dem Kopf haben', sagte Rottenberg, die mit zahlreichen Klasseparaden den Sieg über die Zeit rettete. Das entscheidende Tor erzielte Studentin Renate Lingor (Frankfurt) bereits in der 17.Minute. ''Rottenberg unbezwingbar'' Vor 4000 Zuschauern im Karaiskaki-Stadion von Piräus begann die deutsche Mannschaft offensiv und erarbeitete sich in einem offenen Schlagabtausch gleich mehrere gute Chancen. Spielmacherin Lingor profitierte bei ihrem Führungstreffer allerdings von einem Fehler der schwedischen Torfrau Caroline Jönsson, die den Schuss der 28-Jährigen aus 14 Metern ins eigene Tor lenkte. Die Schwedinnen drängten danach auf den Ausgleich, doch Jubilarin Rottenberg rettete binnen 13 Minuten gleich viermal auf spektakuläre Weise und entnervte insbesondere Weltklassespielerin Hanna Ljungberg (22./23.). Für einen beruhigenderen Vorsprung hätte vor dem Wechsel die emsige Conny Pohlers sorgen können, ihr Kopfball prallte aber in 'Wembley-Manier' von der Latte auf die Torlinie und dann ins Spielfeld zurück (37.). '' Viele Chancen vergeben'' Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie etwas, der Sieg geriet aber nicht mehr ernsthaft in Gefahr, da Rottenberg einen Glanztag erwischt hatte. Zweimal rettete die Duisburgerin gegen Ljungberg (57., 71.). Die Entscheidung verpasste Conny Pohlers nach Vorarbeit von Birgit Prinz, als sie aus sechs Metern am Tor vorbeischoss (86.). Das nächste Ziel der deutschen Fußballerinnen ist jetzt die EM im Sommer 2005 in England, bei der die Elf ihren Titel erfolgreich verteidigen will. Um sich auf den nächsten Höhepunkt fit machen zu können, hofft Theune-Meyer auf eine längere Vorbereitung. 'Für Olympia hatten wir nur viermal sieben Tage, das war zu wenig', kritisierte die 50-Jährige. Quelle:www.zdf.de