25.10.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Fusion NOK und DSB ist Hauptthema auf der dsj-Jugendhauptausschuss-Tagung

Am Samstag, den 22.10.2005 tagte der Jugendhauptausschuss der Deutschen Sportjugend (dsj) in Freiberg/Sachsen. Hauptthema der Tagung war die bevorstehende Fusion von Deutschem Sportbund (DSB) und Nationalem Olympischen Komitee (NOK) und ihre Konsequenzen für die Jugendorganisation des DSB – die dsj. Als Vertreter des adh war Vorstandsmitglied Alexander Maus vor Ort.

In einer Podiumsdiskussion äußerten sich bei der Jugendhauptausschuss-Tagung der dsj Ingo Weiss (Vorsitzender der dsj), Dr. Andreas Eichler (Generalsekretär des DSB) und die Sprecher der Säulen der Mitgliedsorganisationen der dsj – Arne Klindt (Jugendorganisationen der Spitzenverbände), Stefan Karrasch (Landessportjugenden) und Wilfried Pohler (Jugendorganisationen der Verbände mit besonderer Aufgabenstellung) – übereinstimmend positiv zur Verankerung der Deutschen Sportjugend in der neuen Dachorganisation als einer zentrale Aufgabe des DOSB. Der politische Wille der Präsidien, so die Einschätzung der Sprecher, der Deutschen Sportjugend als Jugendorganisation des DOSB eine tragfähige und auch belastbare Grundlage für die Wahrnehmung ihrer wichtigen Aufgaben im Sport zu geben, sei konsequent umgesetzt worden. Es wurde eine große Bereitschaft erkennbar, die Chance aufzugreifen, die Kinder- und Jugendarbeit im Sport – national wie international – eng mit dem olympischen Gedanken zu verknüpfen und so aktiv und engagiert den DOSB im Interesse von Kindern und Jugendlichen mit Leben zu erfüllen. Dr. Eichler wies darauf hin, dass der Aufgabenzuschnitt der künftigen hauptberuflichen Führung in einer Geschäftsordnung sowie einem Geschäftsverteilungsplan geregelt werden, über die das Präsidium beschließen wird. Er gehe davon aus, dass dort Regelungen getroffen werden, die die Eigenständigkeit der dsj unzweifelhaft festschreiben. Er erläuterte, dass die in der Satzung gewählte Formulierung zur Aufgabe des Direktoriums eine andere Intention verfolge und die eindeutige Verantwortlichkeit des künftigen Generaldirektors als Vorgesetzter der Mitarbeiter/innen der Geschäftsstelle des DOSB zum Ausdruck bringen solle. Am 19. November 2005 wird ein außerordentlicher Hauptausschuss des DSB sich noch einmal mit der Fusion befassen und die Möglichkeit geben, den aktuellen Satzungsentwurf zu diskutieren, bevor es am 10. Dezember 2005 zur Abstimmung über den endgültigen Verschmelzungsvertrag kommt. Ingo Weiss appellierte an die Delegierten der Mitgliedsorganisationen, die Zeit bis dahin zu nutzen und etwaige Bedenken im Hinblick auf die Umstrukturierung gegenüber ihren Dachorganisationen zu äußern und sich so in den laufenden Entwicklungsprozess einzubringen.