06.09.2005 | Kategorie: Archiv , 2005 ,

Frauenausschuss zieht positive Bilanz

Bei seiner Ausschusssitzung zog der adh-Frauenausschuss eine positive Bilanz über seine Tätigkeiten, wie z.B. in dem Bereich des Gender Mainstreamings oder im Hinblick auf den Frauenförderplan. Ebenso entwickelte er zukünftige Arbeitsschwerpunkte und diskutierte verschiedene Perspektiven rund um das Thema 'Frauenarbeit'.

Auf der zweitägigen Sitzung des adh-Frauenausschuss am 2./3. September 2005 in Darmstadt wurden zahlreiche Themen zur Frauenarbeit behandelt und Perspektiven diskutiert. Sitzungsleiterin Elisabeth Marx (adh-Vorstand Ressort Frauen), alle Ausschussmitglieder sowie Gäste (Sabrina Remlein - Uni Lüneburg; Melanie Heil - adh-Geschäftsstelle) können auf eine sehr konstruktive Sitzung zurückblicken. Dem aktuellen Frauenausschuss gehören Petra Borchert (Uni Konstanz), Britt Dahmen (DSHS Köln), Ines Lenze (Uni Münster), Meike Henning (Deutscher Sportbund) und Inken Behrens (adh Jugend- und Bildungsreferentin sowie stellvertretende Generalsekretärin) an. ''Zukunft der Frauenbildung'' Ein Hauptthema der Sitzung war die Diskussion der Frage, welche Form die Frauenbildungsarbeit zukünftig haben wird. Die Auswertung von über 240 Fragebögen diente dabei als Grundlage. Fazit der Auswertung: Über die Hälfte der befragten Frauen hat auch zukünftig Interesse an der Teilnahme an reinen Frauenseminaren. Eine sehr hohe Anzahl der Befragten äußerte aktiv Themenwünsche und machte Vorschläge für weitere Seminare. 50 % zeigen kein Interesse an der Teilnahme an Frauenseminare. Dem größten Teil der Befragten ist es egal (68 %), besonders in der Gruppe der Studierenden, ob sie sich gemeinsam mit oder ohne Männer fortbilden. Werden die Motive der Teilnahme genauer betrachtet, so bilden sich verschiedene Typen heraus, die entsprechend unterschiedlich zu Frauenseminaren stehen. Die Gruppe, die sich in erster Linie fortbilden will, steht Frauenseminaren dabei eher neutral bis ablehnend gegenüber, während die Gruppe, die vor allem an Austausch und an einer Netzwerkbildung Interesse haben, eher zu Frauenseminaren neigt. Auf Grund der Studie sollen in Zukunft vorerst keine reinen Frauenseminare angeboten werden. Statt dessen wird es aber darum gehen, gemischtgeschlechtliche Seminare anzubieten, die geschlechtspezifische Aspekte neben den rein inhaltlichen Programmpunkten integrieren. Bei den hauptamtlichen Hochschulsportmitarbeiterinnen zeigt sich ein höheres Interesse in Frauenseminaren, das Motiv der Netzwerkbildung ist dabei wichtig. Deshalb soll in Zukunft über alternative Veranstaltungsformen nachgedacht werden, die den Gedanken des Erfahrungsaustauschs und Netzwerkbildung verkörpern. Dies können beispielsweise Arbeitstagungen, Diskussionsforen oder Netzwerktreffen im Rahmen anderer adh-Veranstaltungen sein (Hauptamtlichentagung oder Vollversammlung). Für Studierende werden speziell im Rahmen des Mentoring-Projektes weiterhin Seminare zur Qualifikation junger Frauen im Hochschulsport sowie Seminare mit einer frauenspezifischen Themenauswahl angeboten werden. ''Gender Mainstreaming'' Im Bereich “Gender Mainstreaming“ hat der Frauenausschuss einen Leitfaden für die Öffentlichkeitsarbeit im adh und im Hochschulsport entwickelt, um Männer und Frauen gezielt ansprechen zu können. Zusammen mit dem Gender-Selbstcheck für den adh sind dies erste Schritte der Implementierung von GM, nachdem der adh-Vorstand GM als Handlungsleitlinie für den adh aufgenommen hat. In der alle drei Jahre fälligen Bilanzierung des Frauenförderplan wird in diesem Jahr in ausführlicher Form über Zahlen, Fakten, inhaltliche Schwerpunkte und Perspektiven berichtet. Die Bilanzierung 2005 wird pünktlich zur Vollversammlung im November vorliegen. ''Internationale Frauenarbeit'' Weitere Themen der Sitzung waren die internationale Einbindung frauenpolitischer Themen in der EUSA und der FISU sowie die bessere Vernetzung der im Hochschulsport aktiven Frauen. Die Förderung junger Frauen im Hochschulsport ist ebenfalls mit der zweiten Auflage des Mentoring-Projektes weiterhin Arbeitsschwerpunkt.