Die Kooperationsvereinbarung wurde zwischen der Fachhochschule Kiel, dem Studentenwerk SchleswigHolstein, dem Olympiastützpunkt Hamburg/SchleswigHolstein (OSP HHSH) und dem adh geschlossen. „Für uns bedeutet die Kooperation mit der Fachhochschule Kiel eine Erweiterung des Fächerkanons, den wir unseren Sportlerinnen und Sportlern anbieten können und das ist sehr wichtig“, betonte Ingrid Unkelbach, Leiterin des OSP HHSH.
Ziel der Vereinbarung ist es, sportbedingte Nachteile von studierenden Kaderathletinnen und -athleten durch größtmögliche Flexibilität bei der Studienplanung auszugleichen. So werden Anwesenheitszeiten und Urlaubssemester flexibilisiert, Studienleistungen bei Studienortwechsel anerkannt und Mentorinnen und Mentoren des jeweiligen Fachbereichs unterstützen bei einer individuellen Studien- und Prüfungsplanung. “Die Fachhochschule Kiel möchte sportlich erfolgreichen Studentinnen und Studenten ermöglichen, Studium und Sport besser zu verbinden“, erklärte Prof. Dr. Udo Beer, Präsident der FH Kiel. “Sport hat eine wichtige Bedeutung für unsere Gesellschaft und das wollen wir gerne fördern und unterstützen.“
Wie willkommen diese Unterstützung ist, bestätigt Timo Jacobs. Er ist einer von vier Studenten, die jetzt von der Vereinbarung profitieren können. Der Starbootsegler aus dem Olympiakader B studiert am Fachbereich Wirtschaft. Während andere Seglerinnen und Segler ihren olympischen Trainingsstützpunkt in Kiel haben, treten die Starbootsegler weltweit gegeneinander an. Vor ein paar Tagen ist der 27jährige von Trainingsregatten auf den Bahamas zurückgekehrt.
„Ich bin im Jahr rund 200 Tage nicht in Kiel, sondern in der ganzen Welt unterwegs. Also ist es schwierig, Sport und Studium unter einen Hut zu bringen. Ich möchte mein Studium aber auf jeden Fall beenden und dabei hilft mir diese Kooperation sicherlich.“
Profitieren werden auch vor allem jene, die erst am Anfang ihrer sportlichen Karriere stehen. So verpflichtet sich beispielsweise das Studentenwerk SchleswigHolstein, für Athletinnen und Athleten Zimmer in Studentenwohnheimen bereit zu stellen. Eine Erleichterung für all diejenigen, die neu an die FH Kiel kommen. „Ich rechne damit, dass jetzt weitere Sportler an die Fachhochschule kommen“, so Ingrid Unkelbach.
