''1. Tag'' Der Vizepräsident der Universität Dalarna eröffnete offiziell am 14. Oktober 2004 das dritte Eusa-Symposium vor rund 30 Delegierten aus acht Nationen. Der adh war mit Ines Lenze (Uni Münster), Alexander Maus (Uni Clausthal) und Stefanie Müller (Uni Hannover) in Schweden vertreten. ((>EUSA-forum-dtDelegation.jpg;Deutsche Delegation im adh-T-Shirt: Alexander Maus, Steffi Müller und Ines Lenze;))Anschließend folgten Grußworte von Bengt Nybelius, dem Präsidenten des Organisationskomitees und dem Polen Adam Roczek vom Exekutiv-Komitee (EC) der EUSA. Stefan Bergh, Leiter des sportpolitischen Departments der schwedischen Sports Confederation, gab einen kurzen Abriss über die schwedische Sportlandschaft, in dem der schwedische Hochschulsport besonders herausgehoben wurde. ''Integration von Behinderten durch gezielte Trainer-Ausbildungen'' Nach den Eröffnungsreden referierte Calle Lindbergh von der 'Bollnäs Academy for disabilities' über das Thema 'Provisions for students with disabilities'. Er stellte seine Arbeit und die Räumlichkeiten (speziell für Indoor-Behindertensport Leichathletik) vor. Håkan Andersson von der Mid University of Sundsvall berichtete anschließend über seine Tätigkeit als Trainer von behinderten und nicht behinderten SportlerInnen. Sein Integrationsansatz basiert auf der Fortbildung von TrainerInnen, so dass diese behinderte Athleten und Athletinnen in ihre Trainingsgruppen von nicht behinderten SportlerInnen aufnehmen können. Dies wurde durch den behinderten Spitzenathleten Viktor, der Bronze bei den Paralympics in Sydney im Weitsprung gewann, untermauert. ''Gender-Diskussion weiterhin zur Sensibilisierung notwendig'' Als zweites Thema stand 'Gender in Sports' auf dem Programm. Dr. Håkan Larsson (University of Stockholm) entwarf auf Basis von aktueller Fachliteratur das gängige Bild von Männern und Frauen im Sport. Zusammenfassend gilt, dass in den nationalen universitären Sportverbänden weiterhin eine Gender-Diskussion stattfinden muss, um alle Beteiligten für dieses Thema zu sensibilisieren, was sich auch in den anschließenden Kleingruppen-Diskussionen zeigte. Am Nachmittag durften alle TeilnehmerInnen über die äußerst vielseitigen und großzügigen Sportanlagen staunen. 1984, 1988 und 1992 haben sich die Schweden mit diesen Anlagen für die Olympischen Winterspiele leider vergebens beworben. 58 der 68 im schwedischen Sportverband vertretenden Sportarten können hier ausgeübt werden Die Delegationen selbst waren im Scandic Hotel untergebracht, direkt neben den Sportanlagen und der Universität, logistisch nicht besser zu lösen. Die Attraktion des Abends war ein Besuch in der ältesten Kupfermine der Welt, in der seit 1288 Kupfer für ganz Europa gewonnen wird. In einer Führung wurde das harte Arbeitsleben der damaligen Zeit veranschaulicht. ((EUSA-forum-gruppenbild.jpg;)) ''2. Tag'' Nach der Präsentation der Gruppenergebnisse vom Vortag referierte Kai-Riin Selusaluste, Studentin an der Universität Stockholm, über ein Projekt des schwedischen Badmintonverbandes. Gemeinsam mit 23 anderen jungen Menschen aus Europa war sie Teilnehmerin beim ersten 'European Badminton Youth Forum'. Dieses Forum beschäftigte sich unter dem Motto 'By young people, for young people, with young people' mit neuen, kreativen Ideen, um den Badmintonsport in ganz Europa populärer zu machen. Besonders interessant war der Aspekt, dass das Projekt durch das 'European Youth Programme' finanziert wurde. ''Paritätische Gremienbesetzung: adh fungiert als Vorbild'' Nachdem die deutsche Delegation das Prinzip der paritätischen Besetzung der Gremien des adh als ein Beispiel für die studentische Mitbestimmung vorgestellt hatte, ging das Wort an Sigrid Atmäe aus Estland. Sie stellte als Mitglied der 'Student Commission' die Arbeit der letzten 2 Jahre vor und zog ein erstes Resumee. Die am Ende von ihr formulierten Fragen führten zu einer differenzierten Betrachtung der Arbeit der Kommission. Die Mehrheit war sich einig, dass die Student Commission notwendig ist. Sie sollte sich jedoch auf wenige Projekte spezialisieren. In Diskussionen wurde angeregt, die Ernennung der Mitglieder auf ein Jahr (statt 2 Jahre) zu reduzieren, da Studierende diesen Zeitraum für sich besser überschauen können. Eine kontinuierliche Mitarbeit über mehrere Jahre sollte jedoch trotzdem möglich sein. Ein weiterer Gesichtspunkt der Diskussion beinhaltete die Entsendung zweier VertreterInnen der Student Commission in das Executive Commitee. Dieser Punkt konnte nicht abschließend geklärt werden. Es wurde nochmals auf die Bedeutung eines funktionierenden studentischen Netzwerkes hingewiesen, dass von allen anwesenden Studierenden bekräftigt wurde. Es folgten drei Vorträge aus Zypern, Portugal und Finnland. Vor allem der finnische Beitrag von Anne Kettunen (Student Union Finnland) über die aktuellen Bemühungen, ein Gesundheitsprojekt für junge Studierende zu entwickeln, weckte unser Interesse. Der Nachmittag stand ganz unter dem Motto 'Wikinger bis heute'. Studierende der Dalarna Universität zeigten uns traditionell schwedische Spiele und Wettkampfformen. Nach den Diskussionen der Vortage war das gemeinsame Sporttreiben eine willkommene Abwechslung. Ein gemütliches Beisammensein im Haus der Student Union der Universität rundete den Tag in einer angemessenen Weise ab. ''3. Tag'' Am letzten Tag des EUSA-Symposiums wurde den Delegierten auf einer Exkursion Faluns Umgebung gezeigt. Hierbei durften nicht nur kulturelle Besonderheiten der Region von Dalarna kennen gelernt werden, sondern auch die vielen interessanten Informationen zur Geschichte über diesen landschaftlich reizvollen Teil Schwedens. ''Das Medienspektakel Vasaloppet'' Höhepunkt des Tages war sicherlich der Besuch des 'Vasaloppet Hus'. In diesem Gebäude befindet sich das 1994 eröffnete Museum über eines der größten und traditionsreichsten Spektakel im Skilanglauf: dem 'Vasaloppet', einem Langlauf über 90 Kilometer. Durch ein Video und eindrucksvolle Fotowände konnten sich die TeilnehmerInnen einen Eindruck verschaffen, welchen Stellenwert dieses seit über 80 Jahren stattfindende Ereignis hat. Heutzutage wird die TeilnehmerInnenanzahl im Hauptlauf auf 15.000 begrenzt, für die 7 Einzelwettbewerbe über verschiedene Distanzen in der Veranstaltungswoche werden über 50.000 SportlerInnen erwartet. Der Leiter des Organisationskomitees des 'Vasaloppet' referierte über die PR-Arbeit zu diesem Event, der inzwischen weltweite Beachtung in den Massenmedien findet. So werden beispielsweise Fernsehteams aus 15 verschiedenen Nationen nach Mora, dem Zielort des 'Vasaloppet' entsendet. Erwähnenswert sind vor allem die 3500 ehrenamtlichen HelferInnen, die dieses Event überhaupt erst ermöglichen. Die VIP-Lounge nahe der Skisprunganlage bildete einen außergewöhnlichen Rahmen, um die neugewonnenen Bekanntschaften zu intensivieren und die Erlebnisse der vergangenen Tage Revue passieren zu lassen. Wir hoffen, dass die geknüpften Kontakte auch nach diesem exzellent organisierten Symposium weiter Bestand haben werden. Am Ende des Abends bedankten wir uns sehr herzlich bei den OrganisatorInnen für die überaus warmherzige und gastfreundliche Betreuung. Alexander Maus, Ines Lenze, Steffi Mueller