Vom 01. bis 03. Dezember 2006 tagte die Generalversammlung der EUSA zum achten Mal. Gastgeber der diesjährigen Auflage war die Universität Valencia. Für den adh nahmen Bernd Lange und Olaf Tabor die Verantwortung als Delegierte war. Die deutsche Delegation mit insgesamt sieben Vertreterinnen und Vertretern wurde angeführt vom Ehrenpräsidenten Enno Harms und ergänzt durch das Mitglied der Student Commission, Dirk Hähnel, die Technischen Delegierten für Basketball und Badminton, Peter George und Bastian Kruse sowie von Dr. Verena Burk, die der Veranstaltung als deutsche Vertreterin in der FISU beiwohnte. Zentrale Gesichtspunkte der mehrtägigen Beratungen waren Fragen des touristischen Einflusses von Sport und Hochschulsport auf die diesbezüglichen Aktivitäten einer Stadt oder Region. In einem auf diese Fragestellungen zugeschnittenen Seminar wurde in Beiträgen unterschiedlicher Mitgliedsländer der EUSA deutlich, dass insbesondere der Reisebetrieb des universitären Sports einen nennenswerten Beitrag zum touristischen Konzept einer Stadt oder Region leisten kann. Die Generalversammlung des kontinentalen Hochschulsportverbandes fand schließlich in sehr würdigem Ambiente im Senatssaal der Universität Valencia statt. Die Verbandsführung legte Rechenschaft über das zurückliegende Jahr ab, das insbesondere im Bereich der Europäischen Hochschulmeisterschaften sowohl im Zusammenhang mit der Veranstaltungsqualität als auch im Hinblick auf die steigende Zahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken kann. Der Präsident legte darüber hinaus einen Aktivitätsplan für die nächsten zwölf Monate vor, in dem weitere Fortschritte bei der Anerkennung der EUSA durch die FISU und andere internationale Sportfachverbände, die Verleihung eines Fair-Play-Preises und einer Auszeichnung für die erfolgreichste Hochschule, eine effektive Sanktionierung sportlichen Fehlverhaltens bei EUSA-Veranstaltungen, die Erweiterung des Veranstaltungsangebots um zusätzliche EUC-Sportarten und kulturell orientierte Events, der Aufbau eines Volunteerpools und die verbesserte materielle und personelle Ausstattung der EUSA-Geschäftsstelle als zentrale Arbeitsbereiche identifiziert werden konnten. Als einzigen Antrag hatte die Generalversammlung über die Verlängerung der Amtszeit der EUSA-Funktionsträger von zwei auf vier Jahre zu befinden. Trotz grundsätzlicher Bedenken zu diesem Schritt innerhalb der deutschen Delegation wurde der Antrag angesichts der nachvollziehbar unterschiedlichen Anforderungen an speziell die Ämter im Exekutivkomitee für die internationale sportpolitische Arbeit befürwortet. Letztlich wurde der Antrag mit großer Mehrheit angenommen. Um die Wahlperiode der Finanzprüfer des Verbandes an den Wahlturnus der übrigen gewählten Funktionsträger anzupassen, wurden aktuell die Kandidaten nur für ein weiteres gewählt. Neben der Prüferin aus Kroatien, die in ihrem Amt bestätigt wurde, wird der adh-Generalsekretär die Position des Auditors für das kommende Jahr übernehmen. Insgesamt reiste die deutsche Delegation mit gemischten Eindrücken im Hinblick auf die inhaltliche Dichte der begleitenden Sitzungen und Treffen, aber auch mit dem Wissen zurück nach Deutschland, dass sich die Entwicklung der EUSA auf einem weiterhin guten Wege befindet. Ausdruck dieser Entwicklung war auch die Einladung des FISU-Präsidenten, Georg Killian, die nächste EC-Sitzung in den neuen Räumlichkeiten des Weltverbandes in Brüssel abzuhalten.