Erstmals werden die Europäischen Hochschulmeisterschaften im Tischtennis ausgetragen. In Ostrava gehen insgesamt elf überwiegend osteuropäische Nationen an den Start. Russen, Polen und Tschechen beschickten die EUC mit jeweils mit mindestens drei Teams, Lettland und Litauen sind ebenfalls vertreten. Darüber hinaus haben Griechenland, Portugal, die Niederlande und die Türkei Teams nach Ostrava entsandt. Für Deutschland sind drei Herrenteams in die Tschechische Republik gereist: Die WG Köln, die Uni Bochum und die Uni Saarbrücken. Da die EUC Tischtennis zum ersten Mal stattfinden, konnte man im Vorfeld nur Vermutungen über das Niveau der Veranstaltung anstellen. Als dann die Liste mit den Spielerinnen und Spielern endlich veröffentlich wurde, war schnell klar, dass es für die deutschen Teilnehmenden sehr schwer werden würde, eine Medaille zu erreichen. In Russlands Team ist beispielsweise die Nummer drei der aktuellen Nationalmannschaft am Start und auch sonst stellen die osteuropäischen Länder nominell die stärksten Teams. Am ersten Wettkampftag wurde der Teamwettbewerb gespielt. Die Uni Bochum mit Bernd Ahrens, Chris Pläster, Tobias Knoll und Arthur Schempp hatte Russland, Portugal und Polen als gegnerische Teams. Nach einem klaren Sieg über die Portugiesen warteten dann die „schwereren Brocken“: Gegen Russland konnten die Bochumer eine 0:3-Niederlage nicht verhindern. Wie stark dieses russische Team ist, zeigt auch die Tatsache, dass sie im Finale gegen das zweite russische Team stehen. Nach einer 1:3-Niederlage gegen Polen war der zweite Platz in der Gruppe, der zur Qualifizierung für die Hauptrunde nötig gewesen wäre, leider nicht mehr zu erreichen. Auf das Team aus Saarbrücken wartete ebenfalls eine schwere Gruppe. Im Auftaktspiel gegen Griechenland hielten Rafael Kurowski, Christoph Brubach, und Jürgen Baum die Griechen mit 3:1 in Schacht, gegen die Polen konnte das Trio Kurowski, Brubach und Andreas Huben ebenfalls einen 3:1-Sieg landen, so dass es im letzten Spiel um den Gruppensieg ging, der eine vermeintlich bessere Auslosung für die Hauptrunde bedeutet. 2:0 lagen die Saarbrücker schon in Führung, als sich das Blatt zu Gunsten der Tschechen wendete. Am Ende stand eine etwas unglückliche Niederlage zu Buche, die den Saarbrückern die A-Mannschaft der Russen im Viertelfinale bescherte: Wohl auch noch mit den Gedanken an eine verpasste Medaillenchance verloren sie 0:3. Der Einzug in das Viertelfinale kann angesichts der starken Konkurrenz trotzdem als Erfolg gewertet werden. ((<legea.gif; Offizieller adh-Partner der Europäischen Hochschulmeisterschaften))Nach einer 15-stündigen Autoanreise und der Ankunft um 3.00 Uhr Nachts standen die Vorzeichen für die Kölnern nicht unbedingt positiv. Lennart Wehking, Jakob Eberhardt, David Pfabe, Felix Schmidt-Arndt und Dennis Michel erkämpften sich dennoch völlig verdient die erste Medaille. Gleich zu Beginn gegen die Kroaten ließen sie keinen Zweifel daran, dass ihr Ziel ein Podiumsplatz sei. 3:0 ging der erste Sieg an die Rheinländer. Die zweite Mannschaft der Tschechischen Republik spielte dann aber so stark auf, dass die Kölner eine klare 0:3 Niederlage einstecken mussten. Im letzten Spiel gegen die Schweizer sicherten sie sich aber schließlich den zweiten Platz und zogen damit in das Viertelfinale gegen die erste Mannschaft der Tschechen ein. Jakob Eberhardt verlor sein Auftaktmatch gegen Jakub Kleprlik in fünf Sätzen, Lennart Wehking glich gegen Petr Husnik ebenfalls in fünf Sätzen zum 1:1 aus. Vorentscheidend war der Zittersieg von David Pfabe gegen Frydrych. Mit der 2:1 Führung im Rücken gewann Lennart Wehking gegen Kleprlik. Der Jubel über die Bronzemedaille war riesig, denn nach der kurzen Nacht und mit der Reise in den Knochen hatten die Kölner Jungs nicht mehr wirklich mit einer derart guten Leistung gerechnet!