06.08.2008 | Kategorie: Archiv , 2008 ,

EUC Futsal - Team der DSHS sammelte erste internationale Erfahrung (Kopie 1)

In der Zeit vom 12.Juli 2008 bis zum 19.Juli 2008 fanden die Europäischen Hochschulmeisterschaften im Futsal in Wroclaw/Polen statt, für die sich das Team der Uni Münster im Dezember 2007 bei den AdH-Open in Münster qualifizieren konnte.

((<EUC Futsal 08-Gruppenbild.jpg;Die Futsaler der DSHS Köln))In der Zeit vom 12. Juli 2008 bis zum 19. Juli 2008 fanden die Europäischen Hochschulmeisterschaften im Futsal in Wroclaw/Polen statt, für die sich das Team der Uni Münster im Dezember 2007 bei den AdH-Open in Münster qualifizieren konnte. Mit voller Vorfreude auf das Turnier erreichten das Team Wroclaw am Samstagmorgen und wurde von zwei freundliche. Turnierhelfern am Flughafen in Empfang genommen. Bevor am Sonntagabend die offizielle Gruppenauslosung stattfand, absolvierten die deutschen Futsaler am Samstag und auch am Sonntag jeweils eine Trainingseinheit und konnten sich damit optimal an die Halle anpassen und somit bestmöglich vorbereitet ins Turnier starten. ''Gruppenspiele vom 14.07. – 16.07.2008'' Nach der Eröffnungsfeier am Montagmorgen startete die Mannschaft hochmotiviert in das Turnier und empfang seinen ersten Gegner, die Universität „Ecriyes University“ aus der Türkei. Nach einem eher durchwachsenden Start konnten sich die Spieler im Verlauf des Spiels immer mehr steigern und schossen die ersten beiden Tore durch Harald Gracholski und Vadim Sacharow. Bis zur Halbzeitpause gelang dann aber den Türken noch ein Anschlusstreffer. Hochkonzentriert spielten die Kölner nach der Pause weiter und erzielten weitere Treffer durch Alexander Kleemann, erneut Harald Gracholski und Thomas Libera. Den 8:2 Endstand machte dann Heiko Eberhardt per 10m Freistoß perfekt. Nach dem Abpfiff war bei jedem die Freude riesengroß, denn keiner hätte erwartet, dass das deutsche Team so stark aufspielt. Am Dienstag ging es dann auch schon weiter mit dem zweiten Gruppenspiel gegen die Franzosen (Unversity NANCY 2). Da die Franzosen ebenfalls ihr erstes Spiel gegen die Polen gewonnen hatten, war es dem Team bewusst, dass wenn sie dieses Spiel gewinnen sollten, sie höchstwahrscheinlich ins Viertelfinale einziehen würden und somit die beste Platzierung erreichen würden, die je ein deutsches Team bei einer Europäischen Hochschulmeisterschaft im Futsal erreicht hat. Doch vielleicht war dieser Gedanke zu präsent, denn leider gelang es nicht gegen die Franzosen zu bestehen. Früh merkte man im Spiel, dass die Franzosen ein anderes Kaliber waren als die Türken. Die ganze erste Halbzeit fanden sie kein Mittel Druck nach vorne zu entwickeln. Auch in der Abwehr machten sie leider zu viele Fehler. Aus diesem Grund ging die Mannschaft mit einem 1:4 Rückstand in die Halbzeitpause, wobei Alexander Kleemann das einzige Tor für das Team erzielte. In der zweiten Halbzeit nahmen sie sich dann vor mit aggressiven Pressing das Spiel der Franzosen zu stören und sie so Fehler zu zwingen. Dies erwies sich als richtige Maßnahme, da jetzt eindeutig zu erkennen war, dass sie mit den Franzosen mithalten konnten. Würde man nur die zweite Halbzeit betrachten, so hätte das Spiel 2:2 geendet, wobei Harald Gracholski und Heiko Eberhardt die Tore auf unserer Seite schossen. Doch wie oben erwähnt, lief die erste Halbzeit nicht nach unseren Vorstellungen und das Spiel endete 3:6 aus unserer Sicht. Am Mittwoch hatten dann die Studenten aus Köln ihr persönliches Finale, da die Polen (Academy of Health Education in Lodz) erwartungsgemäß gegen die Türken gewannen. Nur der Sieger dieser Partie würde ins Viertelfinale einziehen. Dagegen würde der Verlierer „lediglich“ die Platzierungsspiele bestreiten. ((>EUC Futsal Aktionsbild.jpg))Von Anfang an spielten die Kölner ein aggressives Pressing. Durch konsequente Umsetzung der Taktik gelang es dem Team unzählige Chancen heraus zu arbeiteten und immer wieder vor dem polnischen Tor gefährlich zu agierten. Doch leider wollte der Ball einfach nicht die Torlinie der Polen überqueren, stattdessen gelang es den Polen zweimal sehr erfolgreich ein Kontertor zu erreichen. Davon aber nicht entmutigt spielten die Kölner in der zweiten Halbzeit genau so weiter wie im ersten Durchgang. Diesmal wurden sie dann auch mit zwei Toren belohnt, die einmal mehr Harald Gracholski und Thomas Libera für das Team verbuchen konnten. Doch leider konnten die Polen nach zwei Abwehrfehlern auf Seiten der Kölner zwei Tore erzielen und somit ging das Spiel 2 : 4 zu Ende. Die Enttäuschung über das verpasste Viertelfinale war im deutschen Team sehr groß. Insgesamt kann man aber sagen, dass dieses Spiel gegen den „Geheimfavoriten“ aus Polen bis dahin das bestes war und sich das Team lange Zeit auf Augenhöhe mit einem Topteam befand. Auf diesem Niveau sind es leider nur Nuancen die zwischen Sieg und Niederlage entscheiden. ''Platzierungsspiele vom 17.07. – 19.07.2008'' Nach der bitteren Enttäuschung am Vortag ging es am Donnerstag weiter mit den Platzierungsspielen. Jetzt ging es darum, an die Leistung vom Vortag anzuknüpfen. Diesmal kam der Gegner wieder aus Polen, genauer gesagt war es die Universität aus Breslau, die in einer sehr starken Gruppe mit Slowenien, Montenegro und Portugal sich bis dahin sehr gut präsentierte. Dementsprechend ging die Mannschaft das Spiel mit gleicher Motivation an wie die Spiele zuvor. Doch leider waren die Futsalgötter in diesem Spiel nicht bei ihnen. Es wollte an diesem Tag einfach nichts gelingen. Wieder einmal vergaben sie unzählige gut herausgespielt Chancen und präsentierte dem Gegner zu leichte Konterchancen. Somit endete das Spiel mit einem sehr enttäuschendem 1 : 6 aus deutscher Sicht. Das einzige Tor auf unsere Seite erzielte Vadim Sacharow. Am Freitag fand für die deutschen Spieler das letzte Spiel gegen die Universität aus Russland (Naberezhnye Chelny State Institute of Trade and Technology) statt. Da sie am Samstagmorgen Breslau schon ihren Rückflug gebucht hatten, konnten sie nicht am letzten Spieltag teilnehmen. Dies bedeutete, dass sie das Spiel gegen die Russen unbedingt gewinnen wollten, da wir sonst auf dem letzten Platz landen würden. Das verpasste Spiel am letzten Spieltag würde auf jeden Fall als Niederlage mit 0:3 gewertet werden. Russland hatte bis dahin nur gegen starke Gegner gespielt wie Spanien, Ukraine, Finnland und Serbien. Ein sehr schwieriges Spiel war daher schon im Vorfeld zu erwarten. Nach einem sehr guten Start der Mannschaft mit zwei Tore durch Janosh Emonts und Thomas Libera erzielten in den ersten fünf Minuten, kamen die Russen immer besser ins Spiel. Es entwickelte sich mehr und mehr zu einem sehr intensiven und hart umkämpften Spiel in dem die Russen am Ende leider noch den Ausgleich erzielen konnten. Demzufolge musste das Sechsmeterschießen die Entscheidung bringen. Leider behielten die Russen auch hier die Nase vorn. Die Enttäuschung über die knappe Niederlage im Kölner Team war sehr groß. Keiner der Spieler hatte nach der starken Vorrunde gedacht, dass sie nur den letzten Platz erreichen würden. ''Fazit'' Das persönliche Fazit der Studierenden fällt trotz der schlechten sportlichen Platzierung sehr positiv aus. Sie haben in dieser Woche sehr viel über Futsal dazugelernt, auf dem sie jetzt weiter aufbauen werden. Man hat gesehen, dass sie auch mit den Topmannschaften eine gewisse Zeit mithalten konnten, wobei man dann leider doch eingestehen musste, dass viele Länder den Deutschen einen oder sogar zwei Schritte voraus waren. Dies zeigte sich darin, dass fast alle Länder mit einem Trainer- und Betreuerstab angereist waren. Natürlich ist es leichter sich rein auf das Sportliche zu konzentrieren wenn man einen Trainerstab bzw. Betreuer um sich herum hat. Des Weiteren kam das Team bei einigen Spielern ins grübeln. So war es manchmal doch fragwürdig, ob Spieler anderer Mannschaften tatsächlich noch an einer Universität ordentlich eingeschrieben sind oder doch zur Verstärkung ihrs Teams bzw. der jeweiligen Universität für dieses Turnier immatrikuliert wurden. So wurden in einigen Mannschaften durchaus erstklassige Profispieler aus den Nationalteams der Länder gesichtet. Unter Berücksichtung aller Aspekte muss die Leistung des Kölner Teams umso höher eingeschätzt werden, die ohne richtigen Trainer trainiert und sich auf ihren ersten internationalen Auftritt vorbereitet hat. Zudem auch eine große Organisatorische Leistung im Vorfeld zu den Europäischen Hochschulmeisterschaften erbracht hat. Zum Schluss möchten sich das Team beim adh zum einen, für die tollen Trainingsanzüge, Trikots und die Poloshirts bedanken, die es ihnen ermöglicht haben einheitlich und geschlossen als Mannschaft aufzutreten, zum anderen natürlich für die tolle Unterstützung insgesamt, die das Team vom adh erhalten hat. So hofft das Team, dass trotz der schlechten Platzierung der adh auch im nächsten Jahr die kommende Mannschaft genau so unterstützen wird wie sie. Denn Futsal in Deutschland ist leider noch nicht so etabliert und da kann so ein Turnier eine Menge dazu beitragen, dass sich der Sport mehr und mehr in das Bewusstsein der Sportinteressierten drängt.