04.10.2006 | Kategorie: Archiv , 2006 ,

Erste DOSB-Frauenvollversammlung

Die diesjährige Frauenvollversammlung fand am 29. / 30. September 2006 in Münster/Westfalen statt. Ein Schwerpunktthema waren 'Vorbilder im Sport - Vorbilder für den Sport'. Dabei ging man den zentralen Fragen nach den Eigenschaften und Aufgaben eines Vorbildes auf den Grund. Mehr zur Versammlung, lesen Sie hier.

((<DOSB_uebergangslogo.jpg;)) Am 29. / 30. Oktober 2006 fand die erste DOSB-Frauenvollversammlung seit der Gründung des neuen Verbandes statt. In Münster /Westfalen kamen die Teilnehmerinnen zusammen, um relevante Themen zu besprechen und zu diskutieren. Unter dem Thema „Vorbilder im Sport – Vorbilder für den Sport“ fand am ersten Abend eine Talkrunde mit Vertreterinnen des Spitzensports wie beispielsweise der Leichtathletik-Olympiasiegerin Heike Drechsler, der Fußball-Europameisterin Doris Fitschen und der Karate-Europameisterin Ebru Shikh Ahmad sowie Vertreterinnen aus Politik und Wirtschaft statt. Fazit war, dass Vorbild sein bedeutet, jungen Mädchen und Frauen mit gutem Beispiel voranzugehen, nicht nur sportlich, sondern auch in der Wertevermittlung. Ein Interview mit Dr. Thomas Bach beendete das offizielle Programm. Zum Thema „zukünftiger Bundesausschuss für Frauen und Gleichstellung“ hielt Bach sich vorerst zurück. Der zweite Tag der Vollversammlung stand unter dem Slogan „Aufbruch nach vorn“. Ilse Ridder-Melchers, DOSB-Vizepräsidentin für das Ressort Frauen und Gleichstellung, eröffnete diesen Teil der Versammlung. Auf der Tagesordnung standen Änderungen zum Alice-Profé- Preis sowie Wahlen der Vertreterinnen für den Deutschen Frauenrat und für das Ehrenkomitee für diesen Preis. Die Änderung zum Alice-Profé-Preis dürfte auch sportpolitisch aktive Studentinnen interessieren, da sich die Frauenvollversammlung für einen Alice-Profé-Nachwuchspreis für junge Frauen im Alter von 14 bis 26 Jahren aussprach. In enger Zusammenarbeit mit der deutschen Sportjugend soll der Preis jährlich vergeben werden. Um die Lücke, die der ehemalige Bundesausschuss für Frauenarbeit im Sport hinterlassen hat, vorläufig zu schließen, wurde nach eine Lösung gesucht, wie die Verbände Kontakt halten und aktiv arbeiten können. Der Vorschlag der Vizepräsidentin, Sprecherinnen aus den drei Säulen zu benennen, die dann eine Art Arbeitskreis bilden, wurde gut angenommen. Dabei wurden aus den Landessportbünden und den Spitzenverbänden je zwei Vertreterinnen und aus den Verbänden mit besonderer Aufgabenstellung eine Vertreterin bestimmt. Der erste bundesweite Aktionstag „Frauen tun dem Sport gut“ findet im kommenden Jahr, dem Jahr der Chancengleichheit am 06. / 07. Juni 2007 statt und alle Mitgliedsverbände wurden aufgefordert sich mit Aktionen für Mädchen und Frauen aktiv daran zu beteiligen. Im Gesamten war die Vollversammlung eine gelungene Veranstaltung und von engagierter Stimmung geprägt. Ziel der Frauen im DOSB bleibt die Einrichtung eines ständigen Bundesausschusses für Frauen und Gleichstellung. Der adh wurde durch Sabrina Remlein (Uni Lüneburg), Vorstandsmitglied Ressort Frauen, sowie durch Ines Lenze (Uni Münster), Mitglied des adh-Frauenausschusses, vertreten.