22.09.2008 | Kategorie: Archiv , 2008 ,

Drei Goldmedaillen für deutsche Kanuten (Kopie 1)

In den Finals der 3. Studierenden-Weltmeisterschaft Kanurennsport in Belgrad wurden die Kanuten für ihre bisher sehr guten Leistungen belohnt: Insgesamt holte das deutsche Team dreimal Gold, einmal Bronze und zwei weitere vierte Plätze.

((<lubisch.jpg;Doppel-Weltmeister: Torsten Lubisch von der FernUni Hagen)) Die Rechnung des U23-Vize-Europameisters von 2007 Torsten Lubisch (Fern Uni Hagen) ging voll auf: Der 24-jährige Mathematikstudent beherrschte die Konkurrenz im Einer-Kajak sowohl über 1000m als auch über 500m und holte souverän beide Goldmedaillen. Taktisch fuhr der Deutsche in beiden Rennen konzentriert über drei Viertel der Strecke, um mit seinem unwiderstehlichen Endspurt den Konkurrenten keine Chance zu lassen. Als Doppel-Weltmeister findet die bisherige Saison, die für Lubisch leider nicht zu den Olympischen Spielen führte, ein versöhnliches Ende. Den dritten Titel für das deutsche Team holten sich Charles Löhnitz (Uni Potsdam) und Norman Zahm (Uni Bochum) im K2 über 1000m. Nachdem die beiden in einem ihrer Vorläufe durch einen schlechten Start erleben mussten, dass sie den dadurch erlittenen Rückstand nicht mehr wettmachen konnten und dritte wurden, zeigten sie sich im Finale über 1000m sehr konzentriert und kamen gut aus dem Startschuh. Wie zuvor Lubisch kontrollierten die beiden Deutschen das Rennen über die größte Distanz und setzten sich im Endspurt deutlich von den anderen Booten ab. Über 500m hatten sie aber erneut ein Startproblem und lagen schon nach wenigen Schlägen deutlich zurück. Zahm und Löhnitz lieferten zwar noch ein kämpferisches Rennen, konnten aber den großen Rückstand auf der kurzen Strecke nicht mehr entscheidend aufholen. Im zweiten Streckenabschnitt fuhren die beiden zwar noch einmal sehr nah an die führenden Boote heran, belegten aber am Ende den undankbaren Rang vier, nur um 32 Hunderstel Sekunden von den Polen geschlagen. Die ersten fünf Boote kamen innerhalb einer Sekunde ins Ziel. Marina Schuck (Uni Leipzig) und Judith Hörmann (Uni Potsdam) sicherten sich im Zweier der Damen über 500m Bronze. Sie konnten über die kurze Distanz der Schlagzahl der siegreichen Sloweninnen nicht folgen, fuhren aber taktisch sehr clever mit dem Wissen um ihren starken Endspurt konstant auf Platz vier bis zur 400m-Marke. Ihre Reserven auf den letzten Metern brachten den unbedrängten Bronzerang und bei einem Rückstand von nur knapp acht Zehntel Sekunden wäre unter Umständen auch Silber noch in Reichweite gewesen. Studierenden-Wetmeisterinnen wurden Ponomarenko/Kralj aus Slowenien mit einer überzeugenden Vorstellung und mehr als einer Sekunde Vorsprung im Ziel. Im Einerrennen über 500m kam Marina Schuck auf Platz vier, der auch für den Kajak-Zweier der Männer über diese Strecke die Endstation bedeutete. Mit fünf Athleten, sechs Starts in zwei Bootsklassen beider BGeschlechter und insgesamt 4 Medaillen sowie zwei vierten Platzierungen kann das kleine deutsche Team sehr zufrieden die Rückreise nach Deutschland antreten. Die Generalprobe für die vom 01. bis 11. Juli nächsten Jahres stattfindende Universiade 2009 in Belgrad mit erstmaliger Beteiligung der Sportart Kanurennsport darf für die Kanuten als erfolgreich bewertet werden. Die Aktiven machen nun zunächst eine kleine Pause, bis in einigen Wochen der Trainingsbetrieb für die nächste Saison wieder beginnt. In der adh-Geschäftsstelle laufen die Vorbereitung für die Großveranstaltung im nächsten Sommer bereits seit geraumer Zeit, da für interessierte Spitzenathleten im Herbst die Nominierungskriterien bereitgestellt werden sollen. Bei insgesamt 21 Sportarten im Wettkampfprogramm der Universiade erwartet auch der adh mit einem großen und schlagkräftigen Team an den Start zu gehen. Wenn die vorbereitenden Gespräche mit dem Deutschen Kanuverband (DKV) positiv verlaufen, werden auch die besten studentischen Kanutinnen und Kanuten dabei sein können.