Am 01. Mai 1949 wurde der Hochschulsport-Weltverband, die FISU (Fédération Internationale du Sport Universitaire) von Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Österreich, Monaco und der Schweiz gegründet. Die FISU veranstaltete ihre „I. Internationale Hochschulsportwoche“ vom 28. August bis 04. September 1949 in Meran (Italien). Durch einen Zufall erhielt die 1948 neu gegründete „Arbeitsgemeinschaft Deutscher Hochschulsportreferenten (adh)“ eine Einladung, obwohl sie kein FISU-Mitglied war. Die adh-Delegation war die erste bundesdeutsche Sportmannschaft, die nach dem Krieg offiziell an einer internationalen Veranstaltung teilnahm. Groß war das Interesse der deutschen Medien: Außer den 77 Mitgliedern der adh-Delegation reisten auch 14 Journalisten nach Meran. Erst zwei Jahre später wurde der „Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh)“ am 27. September 1951 von der FISU-Generalversammlung als ordentliches Mitglied aufgenommen. Die Vorreiterfunktion des adh für den deutschen Sport setzte sich 1953 fort. Der adh veranstaltete in Dortmund die „III. Internationale Sommer-Hochschulsportwoche“ der FISU. Diese war die erste internationale Spitzensportveranstaltung in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Krieg und die bis dahin größte FISU-Veranstaltung mit Sportlerinnen und Sportlern aus 21 Ländern. Das Dortmunder Veranstaltungskonzept erwies sich dabei als so erfolgreich, dass es bis heute Gültigkeit hat. Im Jahr 1959 richtete Turin (Italien) die „Jeux Universitaires“ erstmalig unter dem heute geläufigen Namen Universiade aus. Bis in die 1980er Jahre entwickelte sich die zweijährig stattfindende Universiade rasant weiter: So kämpften knapp 4.000 Studierende aus 128 Ländern 1987 in Zagreb (Jugoslawien) um die Medaillen. Die letzte in Deutschland ausgetragene Universiade fand 1989 in Duisburg statt. Die Veranstaltung sollte ursprünglich in Südamerika ausgetragen werden, wurde aber von der Ausrichterstadt Sao Paulo (BRA) kurzfristig zurückgegeben. Deutschland entschied sich weniger als ein Jahr vor dem geplanten Termin, die Universiade zu übernehmen und führte mit nur 160 Tagen organisatorischer Vorbereitungszeit eine Rumpfveranstaltung mit reduziertem Wettkampfprogramm durch. „Manchmal haben wir zuerst gehandelt und dann geplant“, beschrieb der damalige adh-Generalsekretär, Till Lufft, den zeitlichen Kraftakt des Duisburger Organisationskomitees. Die deutschen Organisatoren lagen damit genau richtig und stellten ihre herausragende Veranstalterkompetenz unter Beweis. Der Erfolg des „schnellsten Sport- und Kulturfestes der Welt“ übertraf alle Erwartungen. Trotz des reduzierten Sportprogramms kamen rund 2.500 Teilnehmende aus 93 Ländern nach Duisburg. Heute ist die Sommer-Universiade ist die zweitgrößte Multisportveranstaltung nach den Olympischen Sommerspielen und insbesondere im bevölkerungsreichen asiatischen Raum sehr populär. Zur jüngsten Universiade kamen rund 9.000 Teilnehmende und Delegationsmitglieder vom 08. bis 18. August 2007 nach Bangkok (Thailand). Die studierenden Spitzensportler messen sich in zwölf obligatorischen Sportarten, darunter Fußball, Tennis, Schwimmen, Leichtathletik, Wasserspringen, Basket-, Wasser- und Volleyball, Fechten, Judo, Tischtennis, und Turnen. Das Ausrichterland kann darüber hinaus weitere Sportarten auswählen und so den Wettkampfkalender ergänzen. Zum Programm gehört außerdem stets ein sportwissenschaftlicher Kongress.