Die Ehrengäste, die sich zur offiziellen Eröffnung der DHM Tennis im Clubhaus des TC Konstanz eingefunden hatten, begrüßten die 49 Teilnehmerinnen und 166 Teilnehmer noch bei strahlendem Sonnenschein, während die knapp 100 Spieler des B-Feldes der Studenten traditionell den sportlichen Teil der DHM schon am frühen Montagmorgen eröffneten. DC Rüdiger Bornemann dankte in seiner Entgegnung den Vertretern der Universität und dem Vertreter der Stadt und des Bezirks Süd des Badischen Tennisverbandes für das große Interesse, dass dem Hochschulsport, nicht nur als Leistungssport, in Konstanz entgegen gebracht wird. In Zeiten der Rotstift-Politik der deutschen Finanzminister wären die praktische und ideelle Unterstützung durch Kommunen, Fachverbände und deren Vereine sowie von Universitäten wichtiger denn je. Gerd Kohl vom Hochschulsport der Universität Konstanz bedankte sich beim 1. Vorsitzenden des gastgebenden TC Konstanz, Herrn Thomas Kimmig und dessen Mitgliedern, die seit 1975 zum 16. Male ihre Anlage für die DHM-Tennis zur Verfügung stellten. Das Rekordergebnis von fast 40% mehr Meldungen als noch vor zwei Jahren am gleichen Ort weist auf eine Renaissance des Hochschul-Leistungssport nicht nur im Tennis hin, spricht aber sicher auch für den Standort Konstanz. Das nicht zuletzt deshalb, weil der Rahmen stimmt: Club im Grünen direkt am See, historischer Stadtkern zum Bummeln, viel Platz zum Zusammenhocken draußen wie drinnen, wenige Schritte zum See, preiswertes Essen und Trinken, Fete am 2. Abend am Wassersportzentrum der Universität und wirklich viel Tennis zum Spielen und Schauen. Besonderes Lob zollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dem Orga-Team um Petra Borchert mit den Urgesteinen Harald Schuster und Klaus Heinemann in der Turnierleitung. Die hatten gute Verbindungen zum Wettergott aufgebaut: Von den Regengebieten nämlich, die den Südwesten bis zur Wochenmitte heim suchten und bis zum Bodensee reichten, blieb Konstanz weitgehend verschont. Trotzdem war es nahezu ein Kunststück, das riesige Aktivenaufkommen an den vier Turniertagen auf nur 10 Plätzen zu bewältigen. Nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ kann man von einer deutlichen Steigerung hinsichtlich des Teilnehmerfeldes sprechen. Es gab 25 deutsche Ranglistenspieler im 48-er A-Feld. Schade vielleicht nur, dass die potentiellen Universiadekandidaten Sebastian Fitz, Philipp Hammer und Patrick Knobloch nicht gemeldet hatten. Im 17-er A-Feld der Studentinnen tauchten nach Absagen der früheren Universiadeteilnehmerinnen Susi Bensch und Hanna Krampe immerhin 9 Ranglistenspielerinnen auf. ''Herren-Einzel A:'' Ralph Grambow (K) wurde mit seiner deutschen Ranglistenposition (DR) 82 an 1 gesetzt. An 2, 3, 4 und 5 folgten der Freiburger Mario Eckard (DR 107), der Bonner Philipp Arbeiter (DR 166), Daniel Lüken (176) aus Kassel und Florian Kunth aus Hamburg. Überraschend im Viertelfinale landeten der Bochumer Sascha May (DR 358) mit seinem Sieg über den an 6 gesetzten Johannes Ries aus Mainz und der Konstanzer Michael Baur, der von der verletzungsbedingten Aufgabe Mario Eckardts profitierte. Das Halbfinale bestritten schließlich in der oberen Hälfte erwartungsgemäß Ralph Grambow und Philipp Arbeiter, in der unteren Hälfte Martin Christmann und Florian Kunth. Überraschend dann der klare Halbfinalsieg Philipp Arbeiters gegen den Topgesetzten Ralph Grambow. Der Einzug Florian Kunths ins Finale hingegen war nach seinem harten Viertelfinalsieg über Daniel Lüken durchaus folgerichtig. Im Finale setzte dann Florian noch einen drauf und holte sich im zweiten Anlauf nach seinem zweiten Platz im Vorjahr den Titel in Konstanz mit einem Sieg in zwei Sätzen mit 6:3 und 7:6. ''Deutscher Hochschulmeister 2005:'' Florian Kunth (HH) - Philipp Arbeiter (BN) 6:3, 7:6 Dritte: Ralph Grambow (K) und Martin Christmann (MZ) ''Damen-Einzel A:'' Nina Dübbers (DR 29), die seit diesem Sommersemester in Mannheim studiert, wurde an 1, die Hallenserin Lydia Steinbach (DR 30) an 2 gesetzt. Beide empfahlen sich mit WTA-Platzierungen auch als Universiadekandidatinnen. Auf der Setzliste an 3 und 4 standen die beiden Kölnerinnen Katja Höffgen (DR 133) und Bettina Gabbe (DR 146). Nina und Lydia hatten bis zum Halbfinale lediglich je 3 Spiele angegeben und trafen auch dort auch relativ geringe Gegenwehr. Nina Dübbers schlug Magdalena von Geyr, die in einem langen Viertelfinalmatch Katja Höffgen eliminiert hatte, genauso glatt mit 6:3 und 6:1 wie Lydia Steinbach ihre Halbfinalgegnerin Bettina Gabbe mit 6:1 und 6:1. Im Finale präsentierte sich Lydia in glänzender Verfassung und schlug Nina unerwartet glatt in zwei Sätzen mit 6:4 und 6:2. adh-Vorstandsmitglied Dirk Kilian gab bei der abschließenden Siegerehrung seiner Hoffnung Ausdruck, beide Finalistinnen im August bei der Universiade in Izmir wieder zu sehen. Deutsche Hochschulmeisterin 2005: Lydia Steinbach (HAL) - Nina Dübbers (MA) 6:4, 6:2 Dritte: Bettina Gabbe (K) und Magdalene von Geyr (M) Mixed: Deutsche Hochschulmeister/innen 2005: Lydia Steinbach/Stefan Fehske (HAL)-Bettina Gabbe/Philipp Born (K) 4:6, 6:2, 6:1 Dritte: Annika Stockhaus/Lars Kiessling (MR) und Katja Höffgen/Leander Flöth (K) Herren-Doppel: Deutsche Hochschulmeister 2005: Ralph Grambow (K)/Florian Kunth (HH) - Daniel Lüken (KS)/Jan Unger (GÖ) 7:5, 6:4 Dritte: Stefan Stuparek (GÖ)/Nico Henkel (KS) und Stefan Tränkner/ Matthias Triebe (DD) Damen-Einzel B: Siegerin: Stefanie Kubetta (BO) - Mareike Müller (BO) 6:2, 6:1 Dritte: Friederike Siegler (BT) und Sabine Lechler (BS) Herren-Einzel B: Sieger: Timo Goebel (KS) - Nico Henkel (KS) 6:4, 6:2 Dritte: Stefan Stuparek (GÖ) und Christian Müller (DU/E) Rüdiger Bornemann