Dino Pfeiffer von der Beuth Hochschule Berlin hat seinen DHM-Titel in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm verteidigt. Der Hauptstädter gewann sein Finale gegen Viktor Semenko (HWR Berlin), der sich im Vorjahr in der Klasse bis 90 Kilogramm den DHM-Titel erkämpfte. Überzeugen konnte auch Tobias Schirra von der TU Darmstadt. Der amtierende Deutsche Meister der Männer in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm kämpfte sich souverän durch die Vorrunde bis in das Finale. Dort besiegte Schirra, der gebürtig aus dem Saarland kommt und nun in der Heinerstadt studiert, Philip Müller (KIT Karlsruhe). Ein alter Bekannter des Hochschulsports setzte sich in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm durch. Stefan Oldenburg von der Ruhr-Uni Bochum gewann seinen Finalkampf gegen Sebastian Kalenberg (HfB Frankfurt). 2013 holte Oldenburg Silber bei den Europameisterschaften der Studierenden in Coimbra (Portugal). Ein hochklassiges Finale sahen die Zuschauerinnen und Zuschauer in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm. Mit Nicki Graczyk (Uni zu Köln) und Manuel Scheibel (HS München) trafen zwei international erfahrene Kämpfer aufeinander. Am Ende hatte der Bayer, der für den TSV Abensberg auf die Wettkampfmatten geht, die Nase vorn. Scheibel sicherte sich so seinen ersten DHM-Titel. Graczyk wurde wie im Vorjahr Zweiter der Klasse bis 66 Kilogramm.
Bei den Frauen wurde Katharina Menz ihrer Favoritinnenrolle in der Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm gerecht. Die amtierende Deutsche Meisterin der Frauen in dieser Gewichtsklasse kämpfte sich souverän bis ins Halbfinale vor. Dort schlug sie Bundesligakämpferin Mira Ulrich (Uni zu Köln). Im Finale traf Menz auf Julia Rotthoff (Uni Duisburg-Essen). Auch gegen die Kämpferin aus dem Ruhrgebiet, die in der Frauen-Bundesliga für den JC 66 Bottrop an den Start geht, überzeugte Menz. Die Sportlerin aus Baden-Württemberg, die 2013 für den adh bei der Sommer-Universiade in Kazan kämpfte, sicherte sich mit ihrem Finalsieg die goldene Siegernadel. Für Rotthoff, die 2013 bei den Europameisterschaften der Studierenden Zweite wurde, blieb der Vize-Meister-Titel. Auch in den anderen sechs Gewichtsklassen der Frauen kämpften die Sportlerinnen hart um Medaillen und Siege.
Nach den Einzelwettkämpfen standen am Sonntag die Mannschaftsbegegnungen auf dem Programm. Bei den Männern zogen die Teams der WG Karlsruhe und der WG Bochum in das Finale ein. In diesem hatten die Kämpfer aus der Ruhrmetropole das bessere Ende auf ihrer Seite. Die dritten Plätze gingen an die Mannschaften der TU Dresden und der Uni Bielefeld. Beide Teams kämpften sich nach einer Niederlage in der Hauptrunde durch die Trostrunde und belohnten sich am Ende mit der bronzenen Siegernadel für diese Leistung. Unglücklich verlief der Wettkampf für die gastgebenden Judoka der Uni Rostock. Die Mecklenburg-Vorpommern kämpften sich bis ins Halbfinale. Dort scheiterten sie an den späteren Siegern aus Bochum. Im Kampf um Bronze verloren die Gastgeber dann gegen die Sportler der Uni Bielefeld. So blieb am Ende nur der undankbare fünfte Platz für die Judoka von der Ostsee. Auch bei den Frauen ging der Titel in der Mannschaftswertung in das Ruhrgebiet. Die Kämpferinnen der Uni Duisburg-Essen bezwangen im Finale die Judoka der WG Würzburg, die sich im Halbfinale gegen die letztjährigen Siegerinnen der WG Bochum durchgesetzt hatten. Für die Titelverteidigerinnen war damit der Traum vom erneuten Titelgewinn geplatzt. Im Kampf um den dritten Platz trafen die Bochumerinnen auf die Mannschaft der WG Aachen. Auch gegen die Karlsstädterinnen verloren die Sportlerinnen aus dem Ruhrpott und mussten sich so mit dem fünften Rang zufrieden geben. Die bronzenen Siegernadeln gingen an die Kämpferinnen der WG Aachen und der Uni Bonn.
Neben den erfahrenen Kämpferinnen und Kämpfern gingen auch die Newcomer auf die Matten. Die Neueinsteiger zeigten in Rostock ansprechende Begegnungen und begeisterten die Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Teamwettbewerb des Newcomers-Cup der Männer gewann die TU Dresden vor der WG Magdeburg. Bronze ging an die gastgebende Uni Rostock und an die Kämpfer der Uni Bonn. Bei den Frauen machten die WG Aachen und die Uni Rostock den Titel der Newcomer unter sich aus. Am Ende siegten die Gastgeberinnen mit einer guten Leistung.
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