Am vergangenen Wochenende wurden am Institut für Sportwissenschaft in Tübingen die Deutschen Hochschulmeistertitel Judo im Einzel (Samstag, 18. Juni) und im Teambewerb (Sonntag, 19. Juni) vergeben. Dabei bewiesen die Tübinger Judoka Leistungsstärke im Einzel, in den Teambewerben sicherten sich Hamburg und Potsdam die Titel. Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Einzel starteten rund 300 Judoka von 58 Hochschulen des gesamten Bundesgebiets. In der Männerkonkurrenz konnte vor allem Stefan Kendziorra in der Gewichtsklasse -90kg überzeugen. In einem spannenden Finale bezwang der Student der TU Dresden Michael Spudat von der WG Erlangen-Nürnberg. Auch Boris Trupka (-66kg) zeigte eine starke Leistung. Der in der 1. Bundesliga für den TSV Esslingen startende Heidelberger Student konnte sich gegen Dominik Falk von der WG Hamburg durchsetzen. Die Frauen standen ihren männlichen Kollegen in nichts nach. Positiv in Erscheinung trat Riccarda Rau (-52kg) von der Universität Frankfurt, die in der 1. Bundesliga für JC Rüsselsheim startet, sowie Swenja Krosien (-57kg) von der WG Hamburg, die in ihren Gewichtsklassen je die ersten Plätze belegten. Insgesamt erwies sich die Favoriten – die Studierenden der Universität Tübingen - mit zwei Hochschulmeistertiteln, einem zweiten Platz sowie drei dritten Plätzen als äußert erfolgreich. In der Gewichtklasse -100kg konnte Jörn Linckh das Finale gegen Markus Eisenmann von der FH Pforzheim für sich entscheiden. Auch Bundesligakämpferin Gertrud Müller holte den Titel der Deutschen Hochschulmeisterin in der Gewichtsklasse +78kg nach Tübingen. Sie setzte sich souverän gegen Amned Abu Saris von der WG Hamburg durch. Vizemeister in der Einzelkonkurrenz -60kg wurde der Tübinger Benjamin Bender. Die dritten Plätze von Florian Dresely (+100kg), Vera Dworaczyk (-57kg) und Anita Thurow (-70kg) komplettieren den Tübinger Erfolg. ''Knappe Mannschaftsbewerbe'' Nach abwechslungsreichen Bewerben im Einzel traten am Sonntag 26 Männerteams und sechs Frauenteams in den Mannschaftswettkämpfen an. Der Mannschaftsbewerb der Frauen versprach von Anfang an Spannung, bereits die erste Kampfrunde erwies sich als äußert knapp. Am Ende setzte sich Tübingen gegen die stark besetzte Stuttgarter Mannschaft mit 3:2 durch. Nach einem weiteren Sieg gegen das Team der WG Karlsruhe stand Tübingen im Finale den Studentinnen aus Hamburg gegenüber. Im alles entscheidenden letzten Kampf unterlag die Tübingerin Vera Dworaczyk ihrer Gegnerin Inga Derendorf, die durch einen Haltegriff zum Sieg gelangte und damit Hamburg den Titel des Deutschen Hochschulmeisters im Team sicherte. Den dritten Platz belegten die WG Münster und die Universität Stuttgart. In den Vorkämpfen der Männer setzte sich die 1. Tübinger gegen die Judoka der Universität Magdeburg und der WG Braunschweig durch und bezwang anschließend im Halbfinale die WG Köln. Das Finale erreichten Tübingen und Potsdam. Nach einem Sieg des Potsdamers Philipp Drescher über den frisch gebackenen Deutschen Hochschulmeister im Einzel, Jörn Linckh, gewann der Tübinger Benjamin Bender den zweiten Finalkampf und glich aus. Nach einem weiteren Sieg des Tübingers Patrick Krahe gelang den Potsdamern im anschließenden Kampf nach nur 7 Sekunden ein Ippon (ganzer Punkt = Sieg). Somit musste auch dieses Finale im letzten Kampf entschieden werden. Nach 4 Minuten und 18 Sekunden unterlag der Tübinger Student Carsten Finkbeiner und somit stand nun auch der Deutsche Hochschulmeister bei den Männern mit der WG Potsdam fest. An dritter Stelle folgten die Mannschaften der WG Köln und der WG Magdeburg. Die zwei Wettkampftage werden allen Beteiligten in bester Erinnerung bleiben. Zum Erfolg der vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Tübingen organisierte Veranstaltung trugen die gute Wettkampfatmosphäre und die begeistert mitgehenden Zuschauer bei.