{{von Jörg Förster (Uni Hamburg)}} Zum dritten Mal in Folge war die Hansestadt vom 24. bis zum 26. Juni 2005 Ausrichter der Deutschen Hochschulmeisterschaft (DHM) Gerätturnen und des adh-Cups in der gleichen Disziplin. Die erfolgreiche Premiere in der Wandsbeker Sporthalle vom vergangenen Jahr setzte der Ausrichter auch in seinem 25. Jubiläumsjahr fort. Mit Geräten der Firma „Gymnova“ und Unterstützung der Firma „Jägers Sport“ konnten die studentischen Turnerinnen und Turner an hochwertigen Geräten zeigen, was es heißt, Sieger am Boden und in der Luft zu sein. Großer Dank gilt auch den vielen HelferInnen: „Ohne die über 100 ehrenamtlichen Helfer, Kampfrichter und Funktionäre des Turnverbands wären wir nicht so erfolgreich“, so Jörg Förster, Wettkampfsportreferent des Hochschulsport Hamburg. Mit ca. 280 TeilnehmerInnen bei DHM und adh-Cup am vergangenen Wochenende haben die Hamburger Organisatoren nun dreimal hintereinander eine Spitzenbeteiligung realisieren können – und das, obwohl die DHM Gerätturnen 2004 erst ein knappes halbes Jahr her ist und vor einem Monat das Internationale Deutsche Turnfest von vielen TeilnehmerInnen besucht worden war. Dr. Swantje Scharenberg, Disziplinchefin der Sportart beim Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh), die die Veranstaltung zusammen mit Jörg Rosenkranz, dem Vizepräsidenten der Deutschen Turnliga, moderierte, freute sich sehr über diese hohe Akzeptanz, die ein uneingeschränktes Lob für den Ausrichter, den Hochschulsport Hamburg bedeutet und gleichzeitig auch auf eine Trendwende wieder mehr hin zum Gerätturnen schließen läßt: „Die Deutschen Hochschulmeisterschaften sprechen sich bei den jungen Erwachsenen immer mehr als ein Wettkampf mit einzigartigem Flair herum. Wir freuen uns besonders über die Vielzahl der unterschiedlichen Hochschulen, die ihre jungen, motivierten TeilnehmerInnen trotz des vollen Wettkampfkalenders in Hamburg haben starten lassen. Dass auch aus dem Süden Deutschlands viele Teams mit großer Besetzung hier in Hamburg dabei sind, spiegelt deutlich das Engagement der TeilnehmerInnen, die auch zwei lange Zugfahrten auf sich nehmen, nur, um hier dabei zu sein.“ So trat z.B. die Konstanzer Wettkampfgemeinschaft (WG) mit einer Männer- und einer Frauen-Mannschaft zum adh-Cup an. Auch aus dem restlichen Bundesgebiet waren bei der diesjährigen Veranstaltung u.a. durch Turner der FU Hagen sowie der Universitäten Oldenburg und Witten-Herdecke Neuzugänge zu verzeichnen. Petra Schulz, verantwortlich unter anderem für die gesamte Kampfrichterplanung, konnte neben Unparteiischen aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen noch ihr Kontingent mit UnikampfrichterInnen auffüllen, die mit ihren Teams mitgereist waren und gerne Turntrikot variabel mit Kampfrichterkleidung tauschten. Die DHM am Freitag wurde nach internationalen Wertungsrichtlinien geturnt, der adh-Cup am Folgetag, nach den erleichterten Bedingungen des allgemeinen Gerätturnens ausgeschrieben, bot vielen weiteren die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Das Hamburger Turnteam war bei beiden Wettkämpfen ganz vorn mit dabei. Die Frauen-Mannschaft sicherte sich den Vizemeister-Titel der DHM, im Einzel erkämpfte sich Jekaterina Skrobova den Platz auf dem bronzenen Siegertreppchen. Die Hamburger Turner erreichten in der adh-Mannschaftswertung den vierten Platz, im adh-Einzel fanden sich unter den besten zehn Turnern mit Till Knipper und René Eiselt sogar zwei Lokalmatadoren. Deutscher Hochschulmeister im Gerätturnen 2005 wurde Sven Kwiatkowski von der Technischen Universität Chemnitz, der bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 mit der deutschen Olympia-Mannschaft den 8.Platz erreichte. Er setzte sich auch im Gerätfinale am Samstag als bester Turner an Boden, Pferd, Sprung und Barren durch. Daniela Flaig von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch-Gmünd kann sich in diesem Jahr mit dem Titel der Deutschen Hochschulmeisterin Gerätturnen 2005 schmücken. In der DHM-Mannschaftswertung siegte die WG München bei den Männern knapp vor dem Vorjahressieger Stuttgart, die Uni Kiel sicherte sich den diesjährigen DHM-Mannschaftstitel der Frauen. Thomas Lehmann von der WG Saarbrücken und Cathy Grafender von der Uni Frankfurt erkämpften sich am vergangenen Wochenende den diesjährigen adh-Pokal im Gerätturnen, in der adh-Mannschaftswertung siegten die Turner der Uni Frankfurt und die Turnerinnen der WG Konstanz, für die sich die weite Reise damit wohl auf alle Fälle gelohnt hat. Im Gerätfinale am Samstagabend, bei dem die jeweils sechs besten DHM-Turner pro Gerät und bei den Frauen zusätzlich die beste adh-Cup-Turnerin als siebte Wettkämpferin gegeneinander antraten, gewannen die Kricks – Florian von der Uni Frankfurt am Reck und Johannes von der WG Mainz an den Ringen. Bei den Frauen setzte sich die Hamburgerin Skrobova am Sprung, die Leipzigerin Conny Schütz am Barren sowie am Boden und Annika Carstensen aus Kiel als beste Turnerin am Balken durch. Das spannende Wochenende bei tropischen Temperaturen ist mit dem Ende der diesjährigen DHM und des adh-Cups und der rauschenden Siegesfeier auf St. Pauli jedoch nicht vorbei. Ein DHM-Turner wird sich wahrscheinlich sogar für die Sommer-Universiade, der Weltspiele der Studierenden 2005 in Izmir qualifizieren. Wer für die Wettkämpfe ausgewählt wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen.